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Editor's Mind Angelica Pral-Haidbauers Kolumne

Editor's Mind | 27.04.2017

Und dann ist alles anders

Ich habe wohl eines der besten Talente meiner Familie geerbt, nämlich das absolute Talent zum Glücklichsein. Glaubt mir, ich bin in manchen Momenten so glücklich, dass ich gluckse. Gluckse vor Glück. Ein Glück, das es gilt, festzuhalten. Deshalb mag ich Veränderungen weniger, eigentlich gar nicht...

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(© www.pixabay.com)

Sie verunsichern mich, machen mir Angst. „Wenn alles so bleiben soll, wie es ist, muss es sich verändern“, sagte mir dazu vor vielen Jahren der lebensweise Karl Merkatz, als ich ihn auf seinem Bauernhof besuchte. Ich mochte diesen Satz nicht sehr, habe aber immer wieder darüber nachgedacht. Heute weiß ich: Er hatte recht.

Veränderungen. Dieses Thema zieht sich durch unsere gesamte Mai-NIEDERÖSTERREICHERIN. Wir starten mit unseren „Neo-Mamis“. Starke Frauen, die unsere Cover zierten, über deren Leben wir gerne berichteten, ganze Fotostrecken fotografierten, und die eigentlich am Handy immer gerne, schnell  und tough erreichbar waren. Doch jetzt ist alles anders. Ein Hauch von Stimmchen meldet sich: „Ich ruf dich zurück, wenn das Baby schläft – kann aber auch erst morgen sein. Mal sehen, wie die Nacht wird...“ Wird einem da nicht ganz warm ums Herz? Mutter werden. Um diese größte Veränderung in einem Frauenleben geht es auch in unserem Gespräch mit der Frauenärztin Anita Rohrbacher. Sie erzählt uns von der Trendumkehr zurück zur „normalen Geburt“, und wie sie ihre Frauen darauf vorbereitet. Eine gute Veränderung nach Zeiten höchster Kaiserschnittraten. 

Viktória Kery-Erdélyi begibt sich in ihrer Reportage „Analog ist in“ mit der Zukunftsforscherin Christiane Varga einem anderen Veränderungsphänomen auf die Spur: der Sehnsucht danach, in einer Zeit der rasanten Digitalisierung Dinge wieder in der Hand halten zu können, sie greifbar zu machen. Schallplatte, Papierkalender und die Heimat feiern ihr fulminantes Comeback, wie auch Omas Service. Nach Fast Food und Convenience-Fertigprodukten heißt es auch in der Küche: zurück zu den Wurzeln. Viktória hat für Euch die besten Rezepte aus Omas Kochbuch ausgesucht. 

Um politische Veränderungen geht es beim Theaterfestival im Thalhof am Fuße der Rax, das heuer unter dem Titel „Fremde Nähe“ bereits im Mai startet. Dazu ein großes Interview mit der Intendantin Anna Maria Krassnigg.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Niederösterreicherin-Chefredakteurin Angelica Pral-Haidbauer (© pressefotoLACKINGER)

Last but not least: „Entscheiden – Handeln – Mutig sein“. Mit diesem Motto hat Erwin Pröll vor 37 Jahren seine 13.537 Tage lange „Dienstreise“ angetreten. Davon übernahm er 25 Jahre als Landeshauptmann die Hauptverantwortung für den Weg und für die Richtung dieser Reise. Seit Gründung der NIEDERÖSTERREICHERIN durften wir als Magazin für die NiederösterreicherInnen bei zahlreichen Treffen eine Teilstrecke dieses Weges begleiten. Dabei ist auch das gemeinsame Lachen nie zu kurz gekommen. Wir sagen DANKE für diese gute Zeit der Zusammenarbeit! Besonders freut es uns jetzt, Johanna Mikl-Leitner als unsere neue – und erste – Landeshauptfrau begrüßen zu dürfen. Sie wird „neue Wege wagen“ – mit einem weiblichen Blick. Wie heißt es bei Konfuzius? „Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern“...

 

In diesem Sinne, herzlichst, 

Eure Angelica Pral-Haidbauer,

Chefredakteurin

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