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Editor's Mind Angelica Pral-Haidbauers Kolumne

Editor's Mind | 08.09.2017

Dieser Sommer brachte uns...

Wir klammern uns an die prachtvollen Bilder in Rot und Orange, wenn die Sonne auf den Herbstblättern tanzt. Ein bisschen schmerzt noch der Abschied von einem Sommer, der uns mit so unglaublichen Erlebnissen bereicherte. Eben die wollen wir mit Euch teilen!

In Tansania
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(© Gerwald Anderle)
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(© Gerwald Anderle)

... eine schöne Überraschung

Es war in der ersten Ausgabe unserer Magazins, als ich über eine wunderbare Frau mit niederösterreichischen Wurzeln berichtete: DDr. Christine Wallner, die all ihr Hab und Gut verkaufte und als Ärztin nach Tansania ging, um dort ihr Hilfswerk „Africa Amini Alama“ aufzubauen. Ein Projekt, das heute mehrere  Schulen, Krankenstationen und Waisenhäuser umfasst. Ein Projekt, aus Herzenskraft geboren, welches ich seitdem besuchen wollte. Nun war ich also dort. Staunend, beeindruckt, einen Film drehend, um auf diese Art meinen Teil beizutragen. Mitten in der Massai-Steppe, umgeben vom Nichts, mit Mikro und Kamera-Team, dann dieser Satz, der mich sprachlos machte: „Hier in Pamoja entsteht die erste Secondary School, wo die Kinder aus den drei Primary Schools bis zur Universität ausgebildet werden können. Diese Schule wurde ermöglicht, weil junge Menschen am heurigen Tag der Landjugend in Wieselburg je einen Fünf-Euro-Schein spendeten.“ Und jetzt wird gebaut. Ein Stück Niederösterreich, eingebettet zwischen Kilimandscharo und Mount Meru, welches den Kindern dort einen Start in ein besseres Leben ermöglichen wird. Ein Stück Niederösterreich mitten in Afrika, das mich unendlich stolz und dankbar macht. ;-)

Herzlichst,
Eure Angelica Pral-Haidbauer
Chefredakteurin

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Drei Freundinnen in Piran – ganz ohne Kids, ganz ohne (Ehe)Männer :)

... mein neues altes Ich

Ich bin jetzt einmal mutig. Ich schreibe als zweifache – manchmal sehr genervte, aber meistens sehr glückliche – Mama über ein Sommererlebnis, bei dem meine Kinder nicht dabei waren (danke für die Möglichkeit, wunderbare Großeltern!). Und ich setze noch eines drauf: auch mein Mann nicht. Drei Tage, drei Freundinnen, ein Auto, ein Hotelzimmer – Trilliarden unterschiedliche Bedürfnisse.

Als wir unser schlechtes Gewissen, ohne Kinder unterwegs zu sein, endlich besiegt hatten, waren wir 24 Stunden dermaßen um Harmonie bemüht, dass es einfach krachen musste. Tat es. Mit Tränen. Und mit einer Aussprache, die schöner nicht hätte sein können.Meine Große ist fast acht Jahre alt. Es muss so an die acht Jahre (und ein paar Schwangerschaftsmonate) her sein, dass ich mich die weiteren 48 Stunden wieder so sehr als ich gefühlt habe. Einfach ich. Danach habe ich meinem Ich als Ehefrau, Mama, Journalistin und Hausfrau auch viel verliebter die Hand gegeben. Danke, Mädels!

Habt einen wunderschönen Herbst und allen Schulkind-Eltern: Schönen Start! :-)

Viktória Kery-Erdélyi,
Redakteurin

 

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