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Gernot SchreierBlog über Frauen, Männer und ihre alltäglichen Herausforderungen

Gernot Schreier | 15.12.2016

Babylonische Sprachverwirrung

oder jeder interpretiert das Gehörte nach seinen Möglichkeiten.

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Foto: Shutterstock

Ich hatte in den letzten beiden Wochen sehr einprägsame Erlebnisse, die mir klar machten, dass unsere Sprache bzw. unser Denken sehr komplex sein kann.

 

Ein kleines Beispiel:

Ich erklärte einem Berliner Freund, dass er sein Auto auf den „Parkplatz Nord“ eines Veranstaltungszentrums stellen solle. Erst als ich seine großen Augen sah wurde mir klar, er hatte keine Ahnung wo in Innsbruck Norden ist. Meine weitere Erklärung: „Richtung Nordkette!“, half natürlich auch nicht. Mich faszinierte, dass ich, in Kommunikation ausgebildet, in diese Falle tappte und beschloss diese kleinen Fallen, bei dieser Veranstaltung, weiter zu beobachten. Das war sehr interessant. Da bei dieser Veranstaltung Italiener, Deutsche, Österreicher, Letten usw. aufeinander trafen war mir, aufgrund der oben beschriebenen Erlebnisse, klar, dass der Weg für sprachliche Missverständnisse offenstand.

Sehr verwundert hat mich aber, dass auch unter „Einheimischen“ eine gewisse Sprachverwirrung Einzug hielt. So war für mich klar, dass wenn durch eine Tür „Niemand“ gehen sollte auch niemand im ursprünglichen Sinn des Wortes gemeint war. Also kein Mensch, keine Katze, keine Maus… vielleicht ein esoterisches Wesen, die hat man ja nie im Griff. Mir wurde dann aber erklärt, „Niemand“ ist niemand außer die Mitarbeiter des Hauses, weil die ja in Ausübung ihrer Tätigkeit überall hin müssten. So kam es hin und hin immer wieder zu Missverständnissen. Uns geht es im „Privatleben“ auch gleich. Der eine Partner meint „Dies“ und der Andere interpretiert „Es“ nach seiner „inneren Welt“.

 

Es gibt nur einen Ausweg:

Man sollte nachfragen, was der „Andere“ verstanden hat und wie er das Verstandene interpretiert. So, und nur so, kann man sicherstellen, dass Beide dasselbe meinen. Schauen Sie einmal in ihrem Privat oder Arbeitsbereich, ob sie nicht ebenso solche „Sprachverwirrungen“ finden und auflösen können. Es lebt sich viel leichter…

 

Erklärung:

Alle Veröffentlichungen sind, aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen Berater und Klienten, mit den handelnden Personen abgesprochen und von Ihnen freigegeben. Des Weiteren sind Orte, Alter und Daten, die ein Erkennen der Personen ermöglichen würden, verfälscht.

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