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Events | 05.12.2015

Geniale Ursula Marlene

Krems: Ursula Strauss alias Marlene Dietrich mit BartolomeyBittmann. Ausverkauft. Großartig.

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Zwei Stunden fesselnde Marlene: Ursula Strauss mit BartolomeyBittmann (© Daniela Matejschek)

Schräg!

Zwei Stunden. Wie weggefegt. Keine einzige Sekunde wanderten die Gedanken woanders hin. „Ich singe nun auch“, sagte die wunderbare Ursula Strauss im Vorfeld. „Ich pfeif’ mir da nix mehr.“ Und sie pfiff sich nix. Maximal wie die Dietrich auf Konventionen. Der großartigen Mimin gelingt es gemeinsam mit dem kongenialen Musikerduo BartolomeyBittmann die große Marlene in all ihren Facetten zu zeigen: als eine unsichere, von Zweifeln und emotionalen Wirrungen heimgesuchte Frau ebenso wie als einen umjubelten Weltstar mitsamt seinen Affären. Tosender Applaus, Standing Ovations – für „Marlene – Schräg! Eine Diva im Frack!“. Der krönende Abschluss für das Herbstfestival „Wachau in Echtzeit“, für dessen künstlerische Leitung Ursula Strauss persönlich verantwortlich zeichnet.

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(© Daniela Matejschek)

„Meine Mutter Marlene“

Ursula Strauss las im fantastischen Ambiente der Klangraum Krems Minoritenkirche aus Maria Rivas Buch „Meine Mutter Marlene“. Die Biografie Dietrichs Tochter setzt in deren Kindheit an und endet dort, wo der einst schillernde Stern der alkoholkranken Mutter verglüht. Die beiden Musiker Klemens Bittmann und Matthias Bartolomey – Cello, Geige und Mandola – und die Mimin webten ein Netz, das verschiedene Generationen aufzufangen, festzuhalten vermochte. Ursula Strauss verknüpfte berührende wie auch pointierte Passagen des Buches mit Marlene Dietrichs bekanntesten Liedern; dabei spazierte sie mit scheinbarer Leichtigkeit über groovende, mitreißende Brücken von BartolomeyBittmann. Das Duo präsentierte teilweise Stücke von seiner aktuellen CD „Neubau“, die ich seit dem Abend nicht mehr aus der Hand bzw. dem CD-Player geben kann.

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Marlene facettenreich (© Daniela Matejschek)

Übrigens: Ursula Strauss hatte für ihre zwölf „Wachau in Echtzeit“-Programmpunkte mit Erfolg zahlreiche bekannte KünstlerkollegInnen um sich geschart und in ihre geliebte Wachau gelockt. Die Hälfte der Veranstaltungen war restlos ausverkauft, die weiteren sechs zu 90 Prozent. Und das Beste zum Schluss: Ursula Strauss wird dem Festival auch in den kommenden Jahren die Treue halten.

www.wachauinechtzeit.at

www.bartolomeybittmann.at

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