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Events | 12.09.2016

Im Paradies der Brandners

Schiff ahoi für das „Mariandl“, den Brandner Kaspar und die Königin der Wachau!

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Wachau Festspiele. Die Hauptdarsteller Peter Uray, Waltraut Haas, Stephan Paryla-Raky und Leila Strahl mit dem Festspiel-Intendanten Marcus Strahl und dem gesamten Ensemble (© Angelica Pral-Haidbauer)

Es war ein besonderes Erlebnis in einem sehr persönlichen Kreis, als die Eigner der Brandner Schiffahrt das Ensemble des Stückes „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“ zu einer Fahrt durch das Herz der Wachau luden. Der Grund: das Verbindende zwischen den beiden „Brandners“ aufzuzeigen. Ich stehe also neben Waltraud Haas am Anlegeplatz 17 und warte auf die MS Austria. „Jetzt kommt mein Schiff, sehen‘s schon die goldene Krone?“, lacht Waltraud Haas ganz aufgeregt, „wissen Sie, die Brandners sagen immer ‚dein’ Schiff, denn ich habe die ‚Königin der Wachau’ am 26. April 1996, als mein Mann, Erwin Strahl, noch lebte, gemeinsam mit Bischof Krenn getauft. Der Bischof war dabei so emsig am Werk, dass er ein Jute-Seil um die Krone geschlungen und heftig ang‘rissen hat. ‚Bittschön Eminenz, machen‘s das net, sie reißen mir ja die Krone ab’, flehte ich ihn an – bis er mir das Seil überließ. Als wir dann in Dürnstein ankamen, musste ich natürlich das ‚Mariandl’ singen.“ Ob sie „ihr“ Lied heute noch singt? „Nein, heute bin ich stockheiser, hab eine schwere Bronchitis und muss doch am Abend spielen“, wehrt sie ab, gibt aber zu, das „Mariandl“ ansonsten immer gerne zu singen – bevor der Kapitän und sie einander heftig zuwinken, ein Begrüßungsritual, das die nun 90-Jährige mit kindlicher Freude pflegt.

 

Im Paradies der Brandners
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Barbara Brandner Mosser, Waltraut Haas, Brandner Schifffahrt – Seniorchefin Marlies Brandner (© Angelica Pral-Haidbauer)
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NIEDERÖSTERREICHERIN- CR Angelica Pral-Haidbauer, Waltraut Haas (© Angelica Pral-Haidbauer)

Dann, an Bord, beginnt Barbara Brandner-Mosser, Chefin der Brandner Schiffahrt, ihre berührende Rede: „Dieses Schiff ist ein großes, weil eine wahrhaft große Frau seine Patin ist“, und sie erzählt von ihren Gedanken, die sie bei der Premiere des „Brandner Kaspar-Stückes“ beschäftigten. Nämlich, dass, wenn immer der Name „Brandner“ ausgerufen wurde, sie an ihren Vater denken musste, der immer „der Brandner“ gewesen sei. Hoch verehrt habe sie ihn, wie auch Intendant Marcus Strahl seine Eltern immer hoch in Ehren hält. „Der Brandner Kaspar hat Themen, die für unser beider Väter stehen: das kraftvolle Festhalten am Leben und das Erkennen, dass das Paradies auf Erden zu finden ist – ganz besonders in der Wachau. Auch mein Vater hat sich krampfhaft an das diesseitige Leben gekrallt – und ich glaube, auch er hat mindestens 19 Jahre herausverhandelt, weil er ein Fuchserl beim Verhandeln war. Und wie der Brandner Kaspar so liebend zu seiner Enkelin war, war es unser Vater zu seinen beiden Töchtern und zu seiner geliebten Frau, meiner Mutter, die uns heute begleitet.“

Marcus Strahl fand in seinen Dankesworten eine weitere Parallelität: Die Brandners wie die Strahls sind eingefleischte Familienmenschen, die beide erfolgreiche Unternehmen führen, die Brandner Schiffahrt und die Wachaufestspiele Weissenkirchen, die er nun elf Jahre mit größtem Erfolg leitet. Man wird also weiter gerne zusammenarbeiten – zumal ja die Familie Brandner und das bayrische Volksstück weit mehr Ähnlichkeiten als nur den gleichen Namen aufweisen …

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