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Events | 13.01.2017

Tokio, Tod, Traumwelten

Mit Josef Winklers "Roppongi" startet das Landestheater Niederösterreich unter der Leitung von Marie Rötzer in die zweite Hälfte der Spielzeit. Zu Namen wie Beckett, Shakespeare oder Michael Ende gesellen sich die Arbeiten junger, innovativer Talente aus dem In- und Ausland. Ein thematischer Schwerpunkt: Heimat und Flucht.

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Josef Winklers "Roppongi" wird am 20. Jänner 2017 uraufgeführt (© Alexi Pelekanos)

Sieben Premieren

99-jährig scheidet der Vater aus dem Leben. Den Sohn erreicht die Nachricht während einer Lesereise in Roppongi, einem Stadtteil von Tokio. Ihm die letzte Ehre erweisen? Das verbot ihm der Vater schon im Jahr zuvor, aus Wut über die spitze Feder des Sohnes, die zuvor den Heimatort in Kärnten getroffen hatte. Also bleibt Autor Josef Winkler in Japan und gräbt in seiner Geschichte und die des Todes, spannt den Bogen bis nach Hause und in ein indisches Dorf, wo Leben und Sterben "anders" wahrgenommen werden... Die tiefgründige Reise bringt Regisseurin Julia Jost am 20. Jänner als Uraufführung im Landestheater Niederösterreich. Damit geht das Haus unter der noch frischen, aber bereits viel gelobten Leitung von Marie Rötzer in die zweite Hälfte der Spielzeit.

Sieben Premieren – davon vier Uraufführungen und eine österreichische Erstaufführung – stehen auf dem Programm. Hinzu gesellen sich internationale Gastspiele, eine Lesung, die Bürgerproduktion 2017 sowie das neue "Theater – Stücke – Fest", bei dem junge DramatikerInnen und RegisseurInnen das Sagen haben werden.

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Roadmovie auf Theaterbrettern: "Der Junge mit dem Koffer" (© Alexi Pelekanos)

Premierenreigen

Auf "Roppongi" folgt am 25. Jänner 2017 die Premiere von "Der Junge mit dem Koffer" – als Gastspiel an der Bühne im Hof. Die Geschichte könnte kaum aktueller sein: Ohne Eltern muss Naz vor Schüssen und Bomben fliehen, ermuntert von der Mutter, die er zurücklassen muss. In Richtung Europa macht er sich auf, begegnet Schleppern und Soldaten ebenso wie Krysia, deren anfängliche Ablehnung bald die Basis einer Freundschaft wird...

Die nächste Uraufführung folgt am 4. März in der Theaterwerkstatt mit Thomas Morus' "Utopia". Auf der Grundlage von Videointerviews und dokumentarischem Material erforschen Regisseurin Milena Michalek und die PerformerInnen vom Wiener Theaterkollektiv YZMA die Zukunft. Amouröse und amüsante Verwirrungen warten aufs Publikum am 18. März mit "Wie es euch gefällt", inszeniert von Gottfried Breitfuß, Schauspieler am Zürcher Schauspielhaus und Regisseur. Die Premiere von "Schere Faust Papier" von Michel Decar bringt Regie-Shootingstar Matthias Rippert am 28. April in der Theaterwerkstatt.
Der Premierenregien im Großen Haus ist mit "Die Eroberung des goldenen Apfels", einer Theatercollage mit viel Musik, komplett (5. Mai). Beleuchtet wird dabei das historisch gewachsene Verhältnis zwischen Europa und der Türkei; Szenen aus der Türkenbelagerung treffen auf Briefe junger Dschihad-Sympathisanten...

Die Bürgertheaterproduktion 2017 trät den Titel "Wo bist du hin entwichen? – Von verschwundenen Orten" und stöbert in St. Pölten nach Verborgenem. Auf die Spurensuche machen sich TeilnehmerInnen aller Generationen auf; Alfred Komarek wird eigens eine Textfassung erstellen (Premiere 12. Mai).

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Fantastisches von Michael Ende mit "Das Traumfresserchen" (© Alexi Pelekanos)

International

Zum Grübeln und Staunen bringen am Landestheater auch Gäste: "Nathan und der Weise" zeigt das Schauspielhaus Zürich am 17. und 18. Februar 2017, Ausnahme-Schauspielerin Bibiane Beglau (Münchner Residenztheater) liest am 21. Februar Clemens J. Seitz' "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes". Die jungen Talente vom Mozarteum Salzburg gastieren mit "Rechnitz (Der Würgeengel)" von Elfriede Jelinek (17. Mai), das Thalia Theater Hamburg spielt den Beckett-Klassiker "Warten auf Godot" (8. und 9. Juni).

Dramentexte, die erst gerade entstehen, werden von jungen RegisseurInnen beim "Theater – Stücke – Fest" an verschiedenen Orten im Landestheater am 17. Juni szenisch eingerichtet. Im Anschluss wählt die Jury den spannendsten Text aus, der im Rahmen des Peter Turrini-Stipendiums des Landes fertiggeschrieben und in der Spielzeit 2017/18 in der Theaterwerkstatt inszeniert werden soll.

Aus der Feder des famosen Michael Ende stammt "Das Traumfresserchen", das noch bis Mitte April für TheatergeherInnen ab vier Jahren gespielt wird. Auf Familien wartet ebenso Astrid Lindgrens "Mio, mein Mio" in der Inszenierung von Sara Ostertag bis Juni 2017.

www.landestheater.net

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