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Events | 15.05.2017

#Single

Die bereits ausgezeichnete niederösterreichische Regisseurin Andrea Eder hat sich in ihrem neuesten Film eines brisanten Themas angenommen: Onlinedating. Ab 19. Mai 2017 im Kino.

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Veronika auf der Suche nach dem Glück (© Allegrofilm, Filmladen Filmverleih)

Wer kennt es nicht: das glückliche, so wahnsinnig verliebte Pärchen im Freundeskreis? Und man selbst? Nun ja, irgendwie will es nicht so funktionieren mit der Liebe. Und plötzlich steht die große Frage im Raum: Stimmt etwas nicht mit mir?  Dieser und anderen Fragen geht Regisseurin Andrea Eder in ihrem neuen Dokumentarfilm „#SINGLE – Der Onlinedatingfilm“ auf den Grund. Sie begleitete fünf Singles auf ihrer Partnersuche im Internet ein Stück ihres Weges – zum Glück?

Die große Liebe aus dem Netz? Veronika Bleimuth ist 28 Jahre und kommt aus Pressbaum. Die attraktive junge Frau ist sehr sportlich und beruflich erfolgreich. Gerne bereist sie die Welt. Der einzige Haken: Ob Sport oder Reisen, Veronika macht das alles alleine – aber nicht freiwillig. Deshalb kam ihr vor mittlerweile zwei Jahren der Castingaufruf zu „#SINGLE“ gerade recht: „Eine meiner längeren Beziehungen hat sich durch eine Online-Plattform ergeben. In der heutigen Zeit ist es sowieso kein Tabuthema mehr, denn fast jeder hat es wenigstens schon einmal ausprobiert. Außerdem fand ich die Idee, bei einem österreichischen Film mitzumachen, toll. Ich habe damals auf Facebook einen Aufruf zum Casting in Wien gesehen und bin einfach hingegangen, ohne große Erwartungen. Da ich nicht die einzige war, dachte ich, dass es schwierig werden würde, in die engere Auswahl zu kommen, aber siehe da, es hat geklappt.“  Die charmante Versicherungsangestellte ist neben einem Pensionisten, einer Alleinerzieherin, einem Barkeeper und einem Künstler eine der ProtagonistInnen des Dokumentarfilms über die Suche nach der großen Liebe im Netz. Schauspielerfahrung hatte vor „#SIN­GLE – der Onlinedatingfilm“ niemand.

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DOKU MIT GEFÜHL. Regisseurin Andrea Eder (© Allegrofilm, Filmladen Filmverleih)

Plötzlich Schauspielerin. Die Arbeit vor der Kamera war aber dennoch kein Problem: „Zu Beginn war es zwar nicht so einfach, weil man es nicht gewöhnt ist, von einem Kamerateam umgeben zu sein. Mit der Zeit war es dann gar kein Problem mehr, und ich war einfach ‚ich’. Mit der Unterstützung von Andrea Eder, die mich mit ihrer lockeren Art immer wieder zum Lachen gebracht hat, wurde die Sache somit zu einem coolen Projekt“, freut sich Vero­nika Bleimuth.
Das „coole Projekt“ hat seine Protagonisten über mehr als ein Jahr beim Onlinedating begleitet. Eine aufregende Zeit mit unterschiedlichsten Erlebnissen. „Ganz am Anfang fand ich es noch aufregend, man wartet gespannt auf eine Nachricht, und es ist leichter zu flirten. Ob die Chemie passt, sieht man meist erst bei einem Treffen. Klar ist man vor einem Date nervös, denn man hat diesen Menschen in Wirklichkeit bis dahin nicht gesehen. Da gab es immer wieder auch böse Überraschungen. Irgendwann wird es dann normal und nervt schon ein wenig. Klar, es waren einige Männer dabei, die lustig oder interessant waren, und jeder ist für sich einzigartig, aber irgendwie wiederholt es sich immer wieder, und die Spannung geht verloren,“ erzählt Veronika.

1,12 Millionen heimische User. Dass Onlinedating für die ÖsterreicherInnen durchaus reizvoll ist, belegen die Zahlen. Geschätzt wird, dass etwa 1,12 Millionen User Onlinedating in Österreich aktiv nutzen und damit der Branche einen Umsatz von knapp 20 Millionen Euro im Jahr bescheren. Und auch die Wissenschaft hat Onlinedating als gesellschaftliches Phänomen unserer Zeit für sich entdeckt. Ein wichtiger Faktor für Regisseurin Andrea Eder, der neben den persönlichen Geschichten der Protagonisten auch eine sachliche Annäherung an das Thema wichtig war:  „Wir haben für den Film mit Experten aus unterschiedlichen Wissensgebieten Interviews gemacht. Kai Dröge, ein Soziologe, hat ein wesentliches Spannungsfeld dieses Themas genannt, als er sich fragte, wie ein so distanziertes Medium wie das Internet von uns dazu instrumentalisiert wird, Nähe zu erzeugen.“

Ob Onlinedating tatsächlich funktioniert?  „#SINGLE – Der Onlinedatingfilm“ bietet ab 19. Mai die Möglichkeit, sich einen Überblick zum Thema zu verschaffen und Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen dabei zu begleiten. Und wer sich fragt, ob Veronika im Film die Liebe gefunden hat: Das wird vorab nicht verraten!

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Wer mehr zum Film erfahren möchte: www.onlinedating.derfilm.at oder auf Facebook unter www.facebook.com/hashtagsingle
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