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Events | 20.02.2015

Sichtbar, spürbar, begehbar

Mit aufwändigen Ausstellungen internationaler Größen wie der Videokünstlerin Pipilotti Rist oder dem raummodulierenden Brasilianer Ernesto Neto begeht die Kunsthalle Krems ihr Jubiläumsjahr.

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Selbstlos im Lavabad (© Pipilotti Rist, 2014 Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth)

Nur Schauen war gestern. Kunst ist heute ein Erlebnis für alle Sinne. Pipilotti Rist lädt zum Perspektivenwechsel ein: Einmal soll das Publikum ihre Werke im Liegen betrachten, ein anderes Mal wird es gar von ihren Arbeiten „einverleibt“, die BetrachterInnen werden als Projektionsfläche integriert. Und Ernesto Neto will, dass auf seinen Objekten gesessen, gehüpft und geklettert wird. Ihr 20 jähriges Bestehen zelebriert die Kunsthalle Krems heuer mit einem Ausstellungsreigen, der eine vielschichtige, fast abenteuerliche Auseinandersetzung mit Kunst verspricht.

 

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Pipilotti Rist: Homo sapiens sapiens (© Brondum & Co, Poul Buchard)

Einen fesselnden Streifzug durch rund 30 Schaffensjahre der international bekannten Schweizer Video- und Objektkünstlerin Pipilotti Rist bietet die Kunsthalle Krems ab März. Erlebbar werden an die vierzig Arbeiten sein; die Palette reicht von ihren ersten Objekten und Experimentalfilmen bis hin zu aktuellen, raumgreifenden Installationen. „Die Ausstellung kreiert einen sinnlichen Parcours, der unterschiedliche Wahrnehmungen und körperliche Erfahrungen möglich macht“, beschreibt Kuratorin Stephanie Damianitsch. Kunst- und Lebenswelt sollen zu einer Einheit verbunden werden; Rist holt ihre Gäste aus der distanzierten Betrachterrolle, lässt sie über projizierte Bilder laufen oder eben diese im Liegen betrachten. Dabei fokussiert sie das Bild der Frau und ihre Weiblichkeit – in der Gesellschaft, in den Medien. In ihrer berühmten Videoarbeit „Ever Is Over All“ schlendert eine fröhliche Frau von einem zum nächsten parkenden Auto, um Windschutzscheiben zu zertrümmern – mit einer Blume aus Metall. Eine zusätzliche Kontrastebene schafft Rist in ihrer Videoinstallation mit farbkräftigen Naturaufnahmen. Nach Krems wird die Künstlerin mit einem fünfköpfigen Team anreisen; es werden 50 Beamer im Einsatz sein, die auf zentimetergenau eingestellt werden.

Befreundete KünstlerInnen, wie etwa die Schweizer Tänzerin und Choreographin Eugénie Rebetez, werden im Rahmen des „donaufestivals“ in ihrer raumgreifenden Videoinstallation in der Zentralen Halle performen.

Pipilotti Rist
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Homo Sapiens Sapiens / Videostill (© Pipilotti Rist, 2014 Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth)
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"Pickelporno" (© Pipilotti Rist, 2014 Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth)
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"Ever Is Over All" (© Pipilotti Rist, 2014 Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth)
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Installation "Gravity, be my friend" (© Brian Slater)
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(© Pipilotti Rist, 2014 Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth)

Eine ausführliche Story über das Jubiläumsprogramm der Kunsthalle Krems findest Du in der Februar-Ausgabe der Niederösterreicherin.

 

Infos

Pipilotti Rist, 22. März bis 28. Juni

Ernesto Neto, 19. Juli bis 1. November

Inés Lombardi, 19. Juli bis 18. Oktober

Löwenherzen und andere Dringlichkeiten. Exemplarisches aus der EVN Sammlung, 15. November bis 21. Februar 2016

Jorinde Vogt, 15. November bis 21. Februar 2016

 http://www.kunsthalle.at

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