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Events | 24.02.2015

Klingende Premiere in der Weinerlebniswelt

Alt trifft Neu: Die LOISIUM Weinerlebniswelt wird zum 10. Mal zur Kulisse für die LOISIARTE. Das Festival schlägt Brücken zwischen Vergangenheit und Moderne, zwischen Musik und Literatur. Besonderes Highlight: die Uraufführung von Richard Dünser.

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(© pov)

Es ist mehr als 10 Jahre her, da schlenderten Investor Gerhard Nidetzky und Geigenvirtuose Christian Altenburger durch die LOISIUM Weinerlebniswelt – „oberhalb“ von ihnen der moderne Kubus des New Yorker Architekten Steven Holl, um sie herum die historische, unterirdische „Basilika“. Im Raum stand die Idee von einem Musikfestival. „Eine tolle Atmosphäre. Ich sagte spontan zu“, erinnert sich Altenburger zurück. „Ein bissl kalt“ sei es ihm dort unten vorgekommen. „Mach dir keine Sorgen“, soll der kulturverliebte Visionär Nidetzky zu ihm gesagt haben. Er hielt Wort: Es wurde nicht nur ein Heizsystem installiert. Der LOISIARTE-Gründer räumte dem kreativen Team die wichtigste Freiheit ein: nämlich vorrangig nach künstlerischen Aspekten gestalten zu können.

Heuer zelebriert das Festival LOISIARTE sein zehnjähriges Bestehen – Jahr für Jahr geben einander dort architektonisch und musikalisch Alt und Neu die Hand. „Dafür bin ich dankbar, zeitgenössische Musik ist mir wichtig“, schwärmt der künstlerische Leiter Altenburger. Zunächst auf die österreichische Szene konzentriert, seien so jährlich ein bis zwei Komponisten portraitiert worden. Heuer werden Meistern wie Rossini und Schumann gar vier zeitgenössische Komponisten gegenüber gestellt. Erstmals wurde auch ein Kompositionsauftrag vergeben.

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Stammgast im Loisium: A. Schoenberg Chor (© pov)

Musik und Literatur

Die vier Tage sind jeweils einer anderen Himmelsrichtung gewidmet – die Konstante dabei ist die Symbiose aus zeitgenössischer Musik, Kammermusik, Literatur und bildende Kunst. Eingebettet im Festival findet die Ausstellung der weitgereisten und Malerin und Grafikerin Linde Waber aus NÖ statt. 

Zum Premierenabend am 19. März entführt die vielschichtige Reise in den Süden: etwa mit einer Streichersonate sowie ausgewählten Klavierstücken aus Gioachino Rossinis Feder, die auf ein Capriccio für Violine solo des aufstrebenden Komponisten Jeajoon Ryu aus Korea treffen. Den literarischen Part bestreitet dabei Wilhelm Sinkovitz mit seinem Vortrag zu Rossini. Tags darauf begegnen einander Werke von Gabriel Fauré und des Amerikaners Philip Glass. Schauspielerin Alina Fritsch liest „Zur warmen Jahreszeit“ von Ray Bradbury, der etwa durch „Fahreinheit 451“ Weltruhm erlangte.

In den Norden begleitet am dritten Festivaltag der Arnold Schoenberg Chor – mit Werken von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und dem zeitgenössischen Komponisten Peteris Vasks aus Lettland. Joachim Bißmeier rezitiert „Ein Haus aus lauter Liebe“ von Siegfried Lenz.

Einen besonderen Höhepunkt begeht die LOISIARTE am vierten Tag – mit Richard Dünsers Uraufführung, einem Quintett für Oboe und Streichquartett. Das Werk des renommierten österreichischen Komponisten trifft auf Schuberts Oktett in F-Dur sowie auf Arthur Schnitzlers Novellette „Ich“, gelesen von Joseph Lorenz.


Info

10. LOISIARTE, 19. bis 22. März 2015, LOISIUM Langenlois, pro Konzert 40/50 € (Konzertpackages erhältlich), www.loisiarte.at, Tel. 02734/32240-11

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