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Lifestyle | 21.03.2017

Loslassen und frei werden

Wer einmal erlebt hat, wie gut eine Entschlackungskur Körper, Geist und Seele tut, wird garantiert zum Wiederholungstäter. Frei nach der Diätetik von Hippokrates: Gewinn durch Verzicht.

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Entschleunigung

Fotos: Daniel Zangerl, Privat/Stift Geras, Privat/Maria Seesal

Schon Mahatma Gandhi sagte: „Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens.“ Loslassen. Ballast abwerfen und gleichzeitig Kraft gewinnen. Lebensqualität und Lebensfreude. Das sind die Schlagworte, die mit Fasten als Ritual der Reinigung verbunden werden. Eine Woche genüge, um sich wie neugeboren zu fühlen, das Leben wieder mit allen Sinnen genießen zu können. Denn die bewusste Reduktion führe zu einer ganzheitlichen „Entschleunigung“. Der Körper setzt neue Energien frei, der Kopf wird klar, und die Psyche löst sich aus den Schatten der Alltagshektik. Unerprobte sind skeptisch. Nichts essen, hungern? Sich bei Säften, Tees und Suppen dennoch wohl und satt fühlen? „Ja, es funktioniert“, sagen jene, die Fasten bereits als bereichernde Erfahrung in ihr Leben integriert haben, denn durch die gezielte Entspannung wird Entschlacken und Fasten zum Regenerationsbrunnen im hektischen Jahresablauf. Und dafür bietet sich gerade das Frühjahr als bester Zeitpunkt an, weil sich jetzt der Körper in einer Umstellungsphase befindet. Die Auswirkungen auf Stoffwechsel und Kreislauf sind erstaunlich. Der Verdauungsapparat und die Kapillargefäße werden entlastet, das Herz gestärkt und erhöhter Blutdruck reguliert. Es kommt zu einer verstärkten Ausscheidung von Schlackenstoffen, entzündliche Prozesse werden günstig beeinflusst und das Gewicht wird reduziert. Selbst die Augen werden klarer und ausdrucksvoller, die Bewegungen flüssiger. Wer fastet, wirkt lebendiger.

 

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Wie neugeboren: im Gesundheitshotel Klosterberg

Auszeit im "Klosterberg"

Der zehntägige Fasten-Turnus beginnt im „Gesundheitshotel Klosterberg“ jeweils zu fixen Terminen und gliedert sich in zwei Entlastungstage, sechs reine Fastentage (morgens Obstsaft, mittags Basensuppe, nachmittags Gemüsesaft, abends Tee) und zwei Aufbautage. Ein angenehmer und von vielen auch vorrangig erwünschter „Nebeneffekt“ ist die körperliche Komponente: Innerhalb kürzester Zeit wird auch der Körper auf fit getrimmt. Bewegung und Sauerstofftanken regen den Stoffwechsel zum Entgiften und Entschlacken an. Der Besuch von Sauna, Dampfbad und Salzgrotte, aber auch Massagen und Lymphdrainagen wirken unterstützend. Die starke Entwässerung lässt schnell schwammige Konturen verschwinden, und durch die aktive körperliche Bewegung wird auch dem Fettanteil im Körper zu Leibe gerückt, ein Gewichtsverlust zwischen drei und zehn Kilo ist vorprogrammiert. Ein erfahrener Fastenkollege hat dies in Worte gekleidet: „Nach meinem Klosterberg-Aufenthalt fühle ich mich wie im siebten Himmel.“ Womit wir nun doch wieder einen gewissen religiösen Bezug hergestellt hätten …
Infos:  www.klosterberg.at 

 

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Stille, Einkehr, Meditation in der Byzantinischen Kapelle im Stift Geras

Katharsis im Kloster

„Porta patet, sed magis cor!“, was so viel heißt wie: „Die Tür ist geöffnet, aber noch mehr unser Herz!“ Nach diesem Motto wird die Spiritualität beim Klosterfasten im „Jakob Kern Gästehaus“ des Stiftes Geras als wesentlicher Bestandteil einer Körper-Geist-Seele-Reinigung integriert. Fastengäste, die an den Stundengebeten des Klosters teilnehmen möchten, werden von Abt Michael meist persönlich begrüßt, wie auch die Chorherren sich gerne Zeit für persönliche Gespräche nehmen. Gefastet wird hier nach der bewährten Buchinger/Lützner-Methode: Dabei gibt es einmal pro Tag ein Glas frisch gepressten Obst-/Gemüsesaft und eine Tasse Gemüsebrühe. Interessanterweise hat man bei dieser Methode keinen Hunger. 

Die von Ing. Alexander Graffi neu eingeführte „Klosterklausur“ bietet neben der Kreativ-Klausur, der Pilger-Klausur und der inneren Einkehr nach Exerzitien mit Abt Michael noch weitere Formen des Rückzuges ohne Fasten an: mit der Stille-Klausur sich ein paar Tage in die Stille eines Klosters zurückziehen und schweigen. Nichts tun müssen, nicht einmal reden – eine bessere Auszeit gibt es nicht. Oder die Kräuter-Klausur, wo altes Kräuterwissen weitergegeben und die praktische Herstellung von Naturprodukten gelehrt wird. Infos: www.stiftgeras.com

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Fastenhaus Maria Seesal: Ernährungsberaterin Ulrike Ginster und Heilfastleiterin Petra Gassner

Loslassen im Maria Seesal

Loslassen, das ist das große Motto von Ulrike Ginzler und Petra Gassner, die 2015 ihr Fasten- und Pilgerhaus in Maria Seesal eröffnet haben. Hat man die letzte Anhöhe vor dem Fastenhaus erreicht, wird man von zwei Pusteblumen begrüßt – als Symbol für Loslassen und Leichtigkeit. Die zehntägige Fastenkur, die hier mit einem umfangreichen Aktiv-Programm angeboten wird, ermöglicht dieses Loslassen auf vielen Ebenen. Die Entschlackung des Körpers wird durch hervorragende Breikost wie Obst- und Gemüsepürees unterstützt. Zudem bringen liebevoll angerichtete Gemüsesuppen sowie die hochwertigen Eiweiß-Drinks den Körper auf Vordermann – und nebenbei purzeln die Kilos. Viele Gäste des Fastenhauses berichten, dass gegen Ende der Kur vermehrt Endorphine ausgeschüttet werden und sich ein regelrechtes Glücksgefühl einstellt. So ermöglicht ein Loslassen von Ängsten und Sorgen ein Begrüßen von Leichtigkeit und Energie. Die unmittelbare Nähe zur Wallfahrtskirche Maria Seesal, die direkt am Mariazellerweg liegt, unterstützt die innere Einkehr, und einer individuellen Öffnung für neue Erfahrungen steht nichts mehr im Wege.

Infos: www.fasten-haus.at

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