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Lifestyle | 02.08.2017

Allzu viel ist ungesund!

Sitz, Platz, Fuß, Doggy Dance. Hyperaktivität und Stress bei Hunden sind ein viel diskutiertes Thema – und meist von ihren Menschen gemacht...

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Tierpsychologin und Hundetrainerin Yvonne Adler (© Martina Fassl)

Der Umgang mit unseren vierpfotigen Freunden hat in den letzten Jahrzehnten ein Umdenken erfordert. Hatte der Hund früher einen „Job“ zu erledigen, so ist er heute ein Familienmitglied mit großer Bindung an seinen Menschen. Als Haushund also joblos, als Seelentröster und Partner unverzichtbar. Und weil Mensch will, dass der Hund gut beschäftigt ist, so neigt er oftmals zu einer übertriebenen Art von Zwangsbespaßung – Stress entsteht. Das geeignete Maß an Beschäftigung zu finden ist nicht einfach und erfordert Geduld und Durchhaltevermögen des Halters. „Stress und Überforderung sind das Letzte, was der Hund braucht. Wir wollen Mensch und Tier dabei unterstützen, die gemeinsame Zeit entspannt zu genießen. Dabei sind die Persönlichkeiten an beiden Seiten der Leine einzubeziehen“, sagt die studierte Hundepsychologin und eine der ersten akademisch geprüften Kynologinnen Europas, Yvonne Adler. Sie beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren – privat und professionell – mit Hunden und entwickelte ein eigenes, nachhaltiges Trainingskonzept, das zu einer Erfolgsformel für Vertrauen und Partnerschaft führt. Mit ADLER DOGS verwirklichte sie sich ihren Traum von einer etwas anderen Hunde(halter)schule „ADLER DOGS“ (www.adler-dogs.at).

Starkes Team. Woran erkennt man also, dass es dem Hund zu viel wird? „Weniger ist oft mehr“, weiß die Fachdozentin. „Hunde brauchen täglich zwischen 16 und 18 Stunden Ruhe. Wichtig ist, dass der Hundehalter von Anfang an den Lebensraum des Tiers bereichert, ihn artgerecht beschäftigt und gleichzeitig für ausreichende Entspannung sorgt.“ Für alle Hundebesitzer, die auch an ihrer persönlichen Weiterentwicklung im Bereich Hundehaltung interessiert sind, und deren Ziel es ist, mit ihrem Hund ein erfolgreiches Team zu werden, hat sie nun gemeinsam mit der Verhaltensbiologin Gudrun Braun und PD Dr. Udo Gansloßer ein Buch geschrieben. „Dieses Buch ist für diejenigen gedacht, die auf der Suche nach neuen Ideen sind, aber es bietet auch denen Anleitung, die sich noch nicht zutrauen, ihre eigenen Einfälle umzusetzen“, erklärt Gudrun Braun, die sich als Expertin auch intensiv mit der Resozialisierung von Tierheimhunden beschäftigt (www.ghbraun.at). Die Autoren erklären, worauf man genau achten sollte, und geben praktische Tipps für tierschutzgerechte Trainings- und Beschäftigungsansätze für den Hund. Egal ob Welpe, Junghund oder erwachsener Hund.

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Yvonne Adler, Gudrun Braun, Udo Gansloßer „Allzu viel ist ungesund. Hunde- Beschäftigung und ihre notwendigen Grenzen“ ISBN: 978-3-275-02092-8 Erschienen bei Müller Rüschlikon, € 20,60
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