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Lifestyle | 18.05.2016

Prächtiger Klostergarten

Frühlingsblüte im „Historischen Hofgarten“ Seitenstetten.

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(© Hofgarten Seitenstetten)

Angenehme Düfte, neue Augenweiden: Stiftsgärtner Stefan Kastenhuber liefert uns im persönlichen Gespräch Einblicke, was es im Hofgarten bald zu sehen und zu riechen gibt. 

Wie fühlen Sie sich hier an Ihrem Arbeitsplatz, umgeben von historischen Stiftsmauern und eingebettet in die Schönheit der Natur?  

Die Gesamtausstrahlung des Gartens ist schon sehr berührend. Rundherum umgeben von Mauern und von Gebäuden umschlossen, fühlt man sich sehr geborgen. Das Gesamtensemble ist harmonisch, intim und kompakt. Ich höre immer wieder die Besucher sagen, das wäre ein kleines Paradies hier.

Was bringen Sie aktuell zum Erblühen?

Wir legen gerade neue Themengärten an: einen Tropischen Garten, einen Salbeigarten und einen Beerengarten. Dann ist noch ein Mauerbeet in den Farben Rot, Orange und Gelb im Entstehen. Die Erweiterung des Schulgartens ist ein weiteres Projekt, bei dem wir mit Schülern ein Feuchtbiotop gestalten. Außerdem wird das Glashaus umgebaut und zukünftig für Veranstaltungen genutzt werden. Das sollte bis zu den Gartentagen im Juni alles fertig sein.

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Stefan Kastenhofer mit Sohn Maximilian (© Hofgarten Seitenstetten)

Der Hofgarten wurde vor 20 Jahren revitalisiert. Was war der Gedanke dahinter? 

Die Ursprünge gehen auf die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Seine heutige Erscheinungsform erhielt der Hofgarten in der Zeit des Barocks. Der im Stift ansässige Pater Joseph Schaukegl geht als Architekt für den Meierhof, einen der größten Vierkanter des Mostviertels, und die angeschlossenen Gartenanlagen hervor. Sogar der Springbrunnen und das heutige Glashaus lassen sich bis in diese Zeit zurückverfolgen. Später hat sich der Garten zum Nutzgarten gewandelt. Anfang der 1990er-Jahre wurde die Idee geboren, den Klostergarten zu seinen Ursprüngen zurückzuführen. Seit den Millenniumsfeiern 1996 erstrahlt er in neuem Glanz. Seither kann er jährlich tausenden Gästen seine Geschichten erzählen.

Wie ist der Garten gegliedert?

Der Hofgarten gliedert sich in fünf Teilräume, die jeweils einer Epoche gewidmet sind: In den Barockgarten, den mittelalterlichen Kräutergarten, den Landschaftsgarten, den Rosengarten und einen wirtschaftlich genutzten Garten. Wir können viel Inhalt auf einer Fläche von 1,3 Hektar bieten.

Woher haben Sie Ihren „grünen Daumen“?

Den habe ich wohl als Kind mitbekommen. Aufgewachsen am Ortsrand im Mühlviertel, habe ich mich immer schon gerne im Bauerngarten herumgetrieben und als Schuljunge meinen ersten Teich angelegt. Die Gartenbauschule in Schönbrunn zu absolvieren, war für mich die logische Folge.

Welcher Platz hier bringt Sie persönlich ins Schwärmen?

Sehr imposant ist die zentrale Mittelachse mit Blick auf das Stift und den zwei alten Eiben am Ende – die sind knapp 300 Jahre alt. Das ist schon sehr beeindruckend.

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