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Lifestyle | 20.05.2015

Lust auf mehr Privatsphäre? Wir schenken euch Mailaccounts!

Gewinnspiel PLUS: Fünf Mythen über das Internet und die besten Passwörter

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Hier erfährst du, wie du deine Privatssphäre schützt (© Shutterstock)

Passwörter über Passwörter – reicht das wirklich aus, um die Privatssphäre im Internet zu schützen? Die zwei Expertinnen Brigitte Schüch (www.sternenstaub.at) und Sue Holl (www.sue-holl.at) räumen mit ein paar Fallen und Mythen im www auf –

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Mythos Nummer eins: Meine Fotos sehen nur die, denen ich es erlaube

Das Gute vorweg: Prinzipiell bieten Social Media-Netzwerke stets eine Liste an Einstellungen an, sodass der einzelne User auswählen kann, welche Bilder und Infos etwa nur seine Freunde sehen können, und was öffentlich ist. Mit diesen Privatsphäre-Einstellungen sollte man sich gut auseinandersetzen. Aber: In Stein gemeißelt sind diese nicht, weil sich im Internet neben klassischen Hackern noch viele andere unehrenwerte Menschen herumtreiben. Das für Expertin Brigitte Schüch traurigste Beispiel aus ihrem Bekanntenkreis: „Ein Vater erzählte mir vor Kurzem, dass ihn die belgische Polizei kontaktiert hatte, weil ein Bild seines kleinen Sohnes auf einer einschlägigen Kinderpornoseite sichergestellt wurde.“ Wie konnte das passieren? Das Bild war legal über eine Social Media-Plattform ins Internet gelangt – und über illegale Wege auf die Kinderporno-Seite. Die Polizei konnte die Familie des Burschen über die Bild(upload)daten ausforschen. Das Positive daran: Dass nicht nur wir, klassisch kontaktfreudige User, Spuren hinterlassen, sondern auch Verbrecher.

Mythos Nummer zwei: Das Fake-Profil

Mit einem Fake-Profil, also einem erfundenen Profil in welchem Social Media-Netzwerk auch immer, versteckt man sich nur vor den „klassischen“ Usern. „Über die Metadaten wird automatisch jeder Klick, den man im Internet macht, dir als Nutzer zugeordnet“, erklärt Brigitte Schüch. Das heißt: Im Hintergrund laufen alle Fäden inklusive IP-Adresse und User-ID zusammen und werden – vereinfacht gesagt – in riesigen Datenbanken gespeichert. Der bunte Strauß beinhaltet dann etwa die Foren, an denen du dich beteiligst, die Links, die du auf Websites anklickst oder die Themen, die du via Suchmaschinen recherchierst. Es ist freilich kein Zufall, dass dir auf verschiedenen Seiten diverse Werbebanner Lackpumps in Grün anbieten, wenn du zuvor nach solchen gesucht hast.

Mythos Nummer drei: Gratis-Mailaccounts

Natürlich leben die Anbieter von Gratis-Mailaccounts und Suchmaschinen nicht von Luft und Liebe; sie verkaufen beispielsweise Suchanfragen, natürlich auch Werbeflächen auf ihren Seiten und gespeichert wird sowieso jedes getippte Wort. Und wo das dann hinkommt...? Ein Beispiel aus der Praxis: „Ich ließ mir von einem dieser Anbieter die über mich gesammelten Kontoaktivitäten zusenden. Alle meine Klicks und Suchanfragen ließen sich bis zum Jahr 2005 auf den Tag genau zurückverfolgen“, beschreibt die Fachfrau Brigitte Schüch.

Mythos Nummer vier: Über den heimischen Datenschutz fährt die Eisenbahn drüber

Global gesehen waren die Anschläge von 9/11 ein Knackpunkt für das Thema Datenschutz. In den USA wurde bald darauf das Bundesgesetz „Patriot Act“ verabschiedet, das auch die Internetüberwachung als Kontrollinstanz ermöglicht. „Und ich kenne keinen Gratis-Mailaccount-Anbieter, dessen Hauptsitz nicht in den USA ist, wo eben der Patriot Act Gültigkeit hat“, betont Sue Holl. Das gilt auch für zahlreiche Suchmaschinen. „Viele User sagen, sie hätten nichts zu verbergen. Aber, was wenn eines Tages Versicherungsgesellschaften mein Nutzerprofil kaufen können und ich plötzlich Risikoklientin bin, weil ich intensiv über eine Krankheit recherchiert habe?“, wagt Sue Holl einen kritischen Blick in die Zukunft. Sie schwört eben deswegen auf das Unternehmen, das sie vertritt: „Auf StartPage.com kann ich über einen eigenen Link meine Suchergebnisse anonym öffnen.“

Mythos Nummer fünf: Mein Passwort knackt niemand

Passwörter werden für gewöhnlich nicht von einzelnen Menschen, sondern von eigens dafür entwickelten Programmen geknackt. Und die sind irre schlau. Riet man noch vor kurzem zu Zahlen-Buchstaben-Kombinationen, empfehlen die Expertinnen möglichst lange Wörter, Wortgruppen oder Sätze als Passwörter zu verwenden (die merken wir uns auch leichter).


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