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Lifestyle | 21.03.2016

Von spukenden Liebespaaren und anderen Geistern

Man kann daran glauben oder nicht, Aufmerksamkeit erregt Gabriele Hasmann in jedem Fall mit ihren Spukgeschichten. Selbst Stefan Raab hatte sie zu seinem ProSieben-„TV total“ geladen. Nun lädt sie zur „Geistertour“ durch Niederösterreich.

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(© Gabriele Hasmann, Ueberreuter Sachbuch)
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Gabriele Hasmann: dem Spuk auch in Melk auf der Spur (© Gabriele Hasmann, Ueberreuter Sachbuch)

Hält man sie für eine Spinnerin, nimmt sie‘s mit Humor: „Mir selbst sind Spinner oft lieber als so manche Doppel-Dok­toren“, sagt Gabriele Hasmann. Ihre Bücher gehen weg wie warme Semmeln. Nach „Spuk in Wien“ und „Die spukenden Habsburger“ bringt die geisteraffine Journalistin, Schrift­stel­­ler­in und Autorenmanagerin „Spuk in Nie­der­österreich“ heraus.

Sie werden oft als Spuk-Jägerin bezeichnet – wie kommt man zu so einer Passion?

Eigentlich mag ich die Bezeichnung nicht; ich jage nicht, ich suche – vor allem gute Geschichten über Geister. Ich habe mich immer für das Thema interessiert. Ein einschneidendes Erlebnis hatte ich mit Mitte 20: Meine Freundin erzählte mir von einer älteren Frau, einer Erscheinung, die sie oft begleiten würde. Eines Tages, wir waren beim Fortgehen gerade auf der Toilette, schaue ich in den Spiegel und sehe tatsächlich diese Frau. Ich hab‘ das anfangs gar nicht zugegeben.

Sie schreiben: Um Geister wahrzunehmen, brauche es ein „flexibles Bewusstsein“?

Mir tun Menschen leid, die sich stocksteif auf eine Meinung kaprizieren und all das als Blödsinn abtun. Es gibt ja keine Beweise gegen die Existenz von Geistern. Warum also nicht offen sein dafür?

Wo liegt Ihr Lieblingsspukort in NÖ?

In Baden, wo ich seit 47 Jahren lebe. Ich arbeite gerade an einem Baden-Buch („Stadtgeheimnisse – Geschichten hinter der Geschichte“ erscheint im Sommer im Kral Verlag, Anm.). Ich hab‘ hier ein Lieblingspärchen, eine Romeo und Julia-Geschichte, die sich im 16. Jahrhundert abgespielt hat. Sie war ein Kräuterfräulein, wurde als Hexe beschimpft, er war ein Bader (früher: Betreiber einer Badestube, Anm.); ihre Eltern waren gegen die Beziehung, die beiden sahen keinen Ausweg und nahmen sich das Leben. Eine Frau hört dort, wo das geschah, regel­mäßig Stimmen, die sagen: „Ich werde dich immer lieben“ und „Wir müssen es tun“ …

Warum kehren Personen zurück?

Geister tauchen nicht zwingend auf, weil sie keine Ruhe finden. Das Liebespaar will ermahnen, dass andere die Schuld an ihrem Tod hatten. Der heilige Benedikt kommt vermutlich nur immer wieder in Melk nachschauen, ob mit seinem Kloster alles passt. Dort gibt es noch eine andere sehr präsente geisterhafte Erscheinung: den heiligen Koloman. Man sieht oft  einen verzweifelten Geist mit einer Schlinge um den Hals. Ihn macht vielleicht bis heute fertig, dass man ihn 1012 fälschlicherweise für einen Spion hielt.

Ist Ihr Buch auch für Nicht-Geisteraffine geeignet?

Auf jeden Fall! Ich stelle viele interessante Orte mit spannender Geschichte vor. 

Konnten Sie schon Skeptiker überzeugen?

Das will ich gar nicht! Ich bin selbst skeptisch (lacht). Man fragt mich oft, warum ich mich als Journalistin für dieses Geis­terthema „hergebe“. Weil es mir Spaß macht! Und ich erlebe ja viel Ungewöhnliches. So verbrachte ich mit Uschi Hepp (Obfrau der „Austrian Paranormal Inves­tigators“ eine Nacht in der Burg Lockenhaus. Wir ließen uns dort einsperren. Das war gruselig und lustig – und wie sonst hätte ich schon die Möglichkeit, in dieser Burg zu übernachten?

GEWINNSPIEL:

Gabriele Hasmann, „Spuk in Niederösterreich. Mysteriöse Orte und Begegnungen“, Ueberreuter Verlag (ISBN 978-3-8000-7643-7; € 12,99). Infos: www.ueberreuter-sachbuch.at, www.wunschtext.at

Die NIEDERÖSTERREICHERIN verlost drei Exemplare „Spuk in Niederösterreich“. Das Gewinnspiel finden Sie auf www.niederoesterreicherin.at. Teilnahmeschluss ist der 28. März 2016.

Das Gewinnspiel findet Ihr hier. 

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(© Gabriele Hasmann, Ueberreuter Sachbuch)
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