Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 22.03.2016

Was tun gegen Allergien?

Über die letzten Jahrzehnte haben sich Allergien in ihren vielfältigsten Ausprägungen zu einer Art Volkskrankheit ausgeweitet. Welche alternativen Methoden es zur rein medikamentösen Behandlung gibt, dazu befragten wir Trainer und Bestseller-Autor Roman Braun.

Bild shutterstock_113796595.jpg
(© Shutterstock)

Warum sind Allergien im Vormarsch?

Das verstärkte Aufkommen von Allergien ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen, hat aber immer mit dem Immunsystem zu tun. Unter anderem wurde etwa ein Zusammenhang zwischen dem (Nicht-)Stillen von Babys und Allergien festgestellt. Eine kürzere oder gar keine Stillzeit erhöht das Risiko von Allergien. Umgekehrt mindert es das Risiko, wenn Kinder mit der sprichwörtlichen „gesunden Portion Dreck“ aufwachsen. Die vermeintlich sterile Welt, die manche Eltern ihren Kindern bieten wollen, ist demnach völlig kontraproduktiv. Eine andere Ursache können auch Antibiotika sein, aber auch Stresssituation sind Auslöser für Allergien. Die Anlässe und Gründe für Al­lergien und allergische Reaktionen sind multifaktoriell und sind durch die vielen gleichzeitigen Veränderungen bedingt.

Welche alternativen Möglichkeiten zu Medikamenten gibt es, um allergische Symptome zu mindern?

Die Wirksamkeit von alternativen Behandlungsverfahren ist bereits durch zahlreiche Studien belegt und die Angst vor Neben- und Langzeitwirkungen von Medikamenten der Schulmedizin lässt die Nachfrage nach alternativen Heilmethoden stetig steigen. Mittlerweile haben sich viele verschiedene alternativmedizinische Arten etabliert, die je nach Allergie Anwendung finden. Zu den wirksamsten zählen bis heute die Klimatherapie, wie Klimawechsel ins Hochgebirge oder ans Meer, die Wasserfall-Therapie, wie bei den Krimmler Wasserfällen, homöopathische Mittel, wie beispielsweise der „Kleine Goldregen“ gegen Heuschnupfen, sowie Atem- und Entspannungsübungen, wie sie Psychotherapeuten und Coaches anbieten.

Welchen Einfluss nimmt der psychische Zustand auf die Allergie und deren Symptome?

Kurz: einen enormen. „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“ Das, was bereits die Römer wussten, kann heute wissenschaftlich belegt werden. Die Neuropsychoimmunologie bestätigt und erklärt die bedeutende Rolle der Psyche auf unseren körperlichen Zustand. Die Erkenntnisse spiegeln sich mittlerweile in zahlreichen Studienergebnissen wider. Daher blicken immer mehr Mediziner über den physiologischen Tellerrand und betrachten sowie behandeln den Menschen und seine Genesung ganzheitlich. Neben Behandlungsmethoden für Körper und Psyche steht dabei die Förderung der Selbstheilungsprozesse im Vordergrund. Jede, jeder kann zur Linderung von allergischen Reaktionen und Beschwerden durch ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung beitragen und diese durch Meditation unterstützen. Gerade Meditation stärkt die Muskeln, das Herz und das Immunsystem. So gesehen können AllergikerInnen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung selbst leisten. Das sind gute Neuigkeiten, oder?

Die vier Schritte der Vipassana-Meditation

 

Sich Zeit nehmen und in einen ungestörten Raum begeben. 

Sich entspannt hinsetzen.

Bewusst ein- und ausatmen. Besonders AnfängerInnen hilft es, beim Einatmen gedanklich „und“ zu sagen sowie beim Ausatmen zu zählen. Also, beispielswiese: „UND“ (einatmen) „EINS“ (ausatmen), „UND“ (einatmen) „ZWEI“ (ausatmen) … Ziel ist es, keine Gedanken, außer dem Zählen, zu haben.

Hat man das bewusste Ein- und Ausatmen verinnerlicht und es geschafft, bis etwa „UND 20“ nicht in Gedanken abzuschweifen, probiert man das bewusste Atmen nun ohne Zählen. Auch hier ist es das Ziel, gedankenlos und bewusst zu atmen. Bemerkt man ein Abschweifen, wird wieder mitgezählt.

Welche mentalen Techniken gibt es, um Symptome zu mindern?

Um eine Allergie zu therapieren, braucht es einen fachkundigen Arzt. Am besten, wie gesagt, einen, der Körper und Psyche ganzheitlich und in Verbindung stehend wahrnimmt. Jedoch kann man ganz im Sinne der Neuropsychoimmunologie entscheidend zu einer Besserung beitragen und mentale Übungen wie z.B. Achtsamkeitsübungen erlernen. Dabei sind – wie bei so vielen Dingen im Leben – Wiederholung und Kontinuität von zentraler Bedeutung. Atem- und Achtsamkeitsübungen brauchen Übung und Zeit, um sie zu erlernen und sie gezielt einzusetzen. Dann aber helfen sie nicht nur gegen Allergie, sondern auch in vielen anderen Bereichen des Lebens. Übergeordnetes Ziel ist ja nicht nur die Minderung der allergischen Reaktionen, sondern die Verbesserung des psychischen Zustands – kurz: des persönlichen Wohlbefindens und Glücks. Eine einfache und hilfreiche Übung ist beispielsweise die Vipassana-Meditation, die in vier Schritten abläuft.

Über Roman Braun:

Bild 01_Roman Braun_C_TrinergyInternational.jpg
(© Trinergy International)

Roman Braun M.Ed. ist Geschäftsführer von Trinergy International, Master-Coach der ICF (International Coach Federation), offizieller Rhetorik-Coach der österreichischen Olympia-Sportler und Bestseller-Autor. Er leitet akademische Coaching-Ausbildungen und zu seinen Klienten zählen Weltmeister, Top-Führungskräfte und Spitzenpolitiker.

Diskutiere mit uns und deinen Freundinnen diesen Beitrag:
powered by Disqus