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People | 10.06.2016

Von Papatag und Väterkarenz

Carl Aigner & Serena – der Museumsdirektor übers Papasein und eine ganz besondere Beziehung

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(© Peter Korrak)

"Papa flocht die Zöpfe, Mama half beim Holzmachen"

Carl Aigner, 61, Direktor Landesmuseum Niederösterreich, Serena, 6

Das Wort Emanzipation hatte Carl Aigner in den 70ern vor ein Mysterium gestellt. Denn in seinem Elternhaus war gleichberechtigtes Teamwork selbstverständlich: Papa kochte, flocht der Tochter die Zöpfe, Mama half beim Holzmachen. Klare Sache: Der Carl Aigner war in Väterkarenz – „und zwar zu einem magischen Moment, als Serena zu gehen und sprechen begann.“

 

Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrer Tochter?

Sehr liebevoll und intensiv.

Welche Werte geben Sie Ihr mit auf den Weg?

Ethische Werte, Achtung der Welt und anderen Menschen gegenüber, und Selbstständigkeit. Um einen selbstständigen Menschen muss man sich keine Sorgen machen; er wird sein Leben immer meistern.

Was mögen Sie an Ihrem Kind besonders?

Wenn sie sagt, ich hab’ den tollsten Papa (lacht). Im Ernst: Wie sie lacht, wie sie mit der Sprache umgeht, ihre Kreativität. Einmal musste ich sie zu einem Vortrag mitnehmen, da war sie zwei. Ich hatte dabei um die Aufmerksamkeit des Publikums zu ringen, weil es von Serenas einstündiger Performance mit einem Schal so fasziniert war.

Was eher weniger?

Wenn sie nicht bei mir sein kann.

Was machen Sie gerne zusammen?

Gedichte lernen! Aber auch herumtollen (lacht).

Wie werden Sie den Vatertag zelebrieren?

Das bestimmt meine Tochter! Damit sie schon früh lernt, sich zu entscheiden, darf sie beim Einkaufen mit mir seit Jahren mitentscheiden. Anfangs durfte sie sich drei Dinge aussuchen, dann zwei, jetzt eines. Aber: Wenn Schönwetter ist, wird am Vatertag baden gegangen – das wird sie sicher so entscheiden wollen (schmunzelt).

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