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People | 15.09.2015

"Dream Couple" der Gourmet-Branche ganz privat

Wir besuchten Martina & Karl Hohenlohe auf ihrem Hof im pittoresken Weinviertel

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Der Hohenlohe-Hof, im pittoresken Weinviertel in der Nähe von Guntersdorf gelegen (© Freya Martin)

Das kongeniale „dream couple der Gourmet-Branche, Karl und Martina Hohenlohe, ist über die Grenzen Österreichs ein Begriff und als Herausgeber des Gault Millau der Parameter für die gehobene Cuisine und „Essenskunst“. Bereits in ihrer Vergangenheit haben sich die Gourmet-Master­minds in der Medienlandschaft als Journalisten einen Namen gemacht, Karl Hohenlohe nicht zuletzt als ORF-Moderatorenliebling von Sendungen wie „Aus dem Rahmen“ und „Was schätzen Sie?“ oder als pointierter Co-Kommentator des Wiener Opernballs in der Doppel-Conférence mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Seit mittlerweile 2005 zeichnen sich Hohenlohe & Hohenlohe für die Österreich-Ausgabe des Gault Millau verantwortlich, und seit einigen Monaten ist man auch alleiniger Eigentümer des „Neuen Testaments der Gourmetküche“. Die Pläne und Ziele für die Zukunft sind gut gesteckt: Hohenlohes wollen Gault Millau ins digitale Medienzeitalter transferieren. Eine große Herausforderung insofern, als Gault Millau ein internationales Label und Marke ist, gepaart mit einem starken, nationalen Auftritt. Auch eine internationale Vereinheitlichung ist im Plan. Neue Länder, wie Japan, USA oder Russland stehen in der Warteschleife. Generell sind Essen und Kochen ein Riesenmarkt, so die Hohenlohes. Vor allem in den letzten Jahren hat sich die Branche immens verändert und ist noch immer stark expandierend. Man isst gesünder, nachhaltiger – nicht nur im gehobenen Koch-Segment, auch in der breiten Masse.

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Kongeniales Duo Martina und Karl Hohenlohe sind bereits seit 2004 verheiratet und leben mit ihren vier Kindern samt Hund als fröhliche Patchwork-Familie in Wien und Niederösterreich (© Freya Martin)

Wir essen eigentlich ständig!

Die Gretchen-Frage, die sich dabei stellt: Wie und was isst man eigentlich beim Chef-Couple des bedeutendsten Restaurantführers des Landes? Prinzipiell sind die Hohenlohes Allesesser. Von der Vier-Hauben- bis hin zur einfachen Wirtshaus-Küche. Wichtig ist dabei einzig, dass es gut gemacht ist und vor allem mit Liebe zubereitet wird! Martina Hohenlohe kocht zwei bis drei Mal am Tag und immer frisch-regional, da einerseits die vier Hohenlohe‘schen Kinder, obwohl kulinarisch komplett synchron erzogen, die unterschiedlichsten Geschmäcker und Vorlieben in puncto Essen entwickelt haben und andererseits Martina Hohenlohe einfach gerne Neues ausprobiert. Karl Hohenlohe schwärmt von der Küche seiner Frau: „In der Familie Hohenlohe isst man eigentlich ständig und gerne, aber nie schlecht.“ Das Kochen beginnt bei Hohenlohes bereits beim Einkauf: nach Definition Karl Hohenlohes ist seine Frau „die größte Bio-Vertreterin der Welt“. Im Alltag isst man natürlich nicht immer auf Hauben-Niveau, jedoch ist man bezüglich Qualität selbstredend sehr anspruchsvoll, auch bei einfachen Gerichten. Versucht Martina Hohenlohe die gesamte Familie, mit den Kindern von 25 bis sechs Jahren, speisentechnisch auf
einen Nenner zu bringen, kommt natürlich auch bei Hohenlohes das klassische Kindergericht Pasta Asciutta auf den Tisch. Nur: Das Bio-Rindfleisch ist dann drei Stunden geschmort und mit ausgesuchten Zutaten und Gewürzen gekocht. Man will einfach nicht schlecht essen.

 

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(© Freya Martin)

Brokkoli-Challenge ohne Hüftgold

Die in Spittal an der Drau geborene Martina Hohenlohe hat nach Selbstdefinition eine „Form der Besessenheit“ in puncto Kochen entwickelt. Will sie sich entspannen, liest sie ein Kochbuch oder sieht am Abend im Bett am Laptop eine Kochsendung über eine „Brokkoli-Challenge“ an. Eine 24/7-Leidenschaft quasi. Bereits im Alter von zwölf Jahren begann ihr Enthusiasmus für Essen. Selbstverständlich hat man auch zu Hause gut gekocht, allerdings: Woher diese eklatante Passion des Kochens kommt, stellt auch ihre Eltern vor ein Rätsel. Nun sollte man meinen, dass sich die Begeisterung für das Kulinarische und Lukullische auch gewichtstechnisch niederschlagen würde. Mitnichten: Frau und Herr Hohenlohe sind äußerst wohlgeraten und „very in shape“! Das Geheimnis liegt wohl darin – so das Resumée von Martina Hohenlohe –, dass, wenn man gerne und mit Leidenschaft  isst, Essen nicht auf die Hüften geht! 

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Hofeigene Kapelle mit "ausrangierten" Kirchenbänken aus der steirischen Familiengruft (© Freya Martin)

Der „Hohenlohe-Hof“: Liebe auf den ersten Blick

Nicht nur beim Thema „Essen“ ziehen die Hohenlohes sowohl beruflich als auch privat an einem Strang – man teilt sich eine weitere Leidenschaft: Vor knapp 15 Jahren konnte im Weinviertel, in berufsbedingter „pendelbarer“ Distanz von Wien, eine Liegenschaft erworben werden. Mit dem mittlerweile als „Hohenlohe-Hof“ bezeichneten Objekt wurde die gesuchte Einsamkeit und Ruhe in einem Umkreisradius von einer Stunde um Wien herum gefunden. Sehr viele Objekte wurden besichtigt und beim „Hohenlohe-Hof“ wussten beide: Das ist es! Die sanfte hügelige Weinviertler Landschaft, die unendliche Weite der Felder ringsum, man findet Ruhe und nochmals Ruhe. Eine Ruheoase par excellence für den arbeits- und terminintensiven Alltag. 

Auch Karl Hohenlohes lebenslange Sammelleidenschaft kam beim Hohenlohe-Hof geglückt zur Verwendung. Alte Baumaterialien, wie Stiegen, Fenster, Türen, Einfassungen etc., mit persönlichem Bezug und Familiengeschichte, wurden baulich verarbeitet. Eine eigene Kapelle am Areal ist etwa mit ausrangierten und „entsorgten“ Kirchenbänken der Hohen­lohe‘schen Familiengruft aus der Steiermark bestückt – ein jahrelanges Bau-Großprojekt, denn zu Beginn gab es weder Wasser noch Strom. 

Die Gästeräume sind den unterschiedlichen Familienzweigen und Ahnen der Hohenlohes gewidmet: So gibt es beispielsweise ein Hamilton- und Windisch-Grätz-Zimmer oder das Monaco-Zimmer. Die insgesamt acht Zimmer sind mit Andenken der Familie, persönlichen Dingen oder Erinnerungsstücken gestaltet und bestückt. So war z.B. eine Großmutter Karl Hohenlohes mit dem Fürsten von Monaco verheiratet, ergo war Karl Hohenlohes Vater Tassilo der Cousin des monegassischen Fürsten Rainier. Insofern waren sie auch im Mai 1956 zu einer der wohl medienwirksamsten Hochzeiten des 20. Jahrhunderts – Rainiers mit dem US-Filmstar Grace Kelly – eingeladen. Und eben diese Hochzeitseinladung versehen mit einer originalen Jean Cocteau-Zeichnung schmückt das Monaco-Zimmer des Weinviertler Hohen­lohe‘schen Hofes. Wichtig dabei: Die familiäre Privatsphäre atmet intensiv und präsentiert die Geschichte und Patina des Adelshauses der Hohenlohes. 

Der Hohenlohe-Hof ist für Veranstaltungen wie Hochzeiten, (Koch)-Seminare, Meetings und Incentives, Weinverkostungen, private Einmietungen für das verlängerte Wochenende oder länger mietbar. Für jede Variante der Einmietung ist man offen. Diskretion ist dabei obligatorisch, denn: Noblesse oblige! 
Info: 01/712 43 84 oder [email protected]

Text: Freya Martin

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