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People | 27.03.2017

Königin gesucht!

„Wir wollten ein Klischee loswerden“, sagt die Weinkönigin Christina Hugl. Mit ihren Innovationen sorgten die Weinviertlerin und ihre Kolleginnen für ganz schön viel Furore. Nun stehen die Hoheiten vor der „Zepterübergabe“, die Bewerbungsfrist läuft.

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HOHEITEN. Weinprinzessin Melanie Moser, Vize-Weinkönigin Dagmar Kohl, Weinkönigin Christina Hugl, Vize-Weinkönigin Victoria Gottschuly und Weinprinzessin Natascha Hollergschwandtner (© Robert Herbst)

 

"Das ist keine Miss-Wahl"

Gutes Aussehen war noch nie ein Nachteil, „aber eine Miss-Wahl ist das nicht“, betont Christina Hugl. „Es braucht vor allem Ausstrahlung und ein offenes, vielleicht sogar ein bisschen freches Auftreten“, findet sie. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist die Österreichische Weinkönigin Christina I. gerade dabei, Abschied von der Zeit ihrer „Regentschaft“ zu nehmen.

Während die Suche nach der Nachfolge auf Hochtouren läuft, zieht die noch amtierende Königin stolz Bilanz: „Wir haben das Gemeinsame, das Teamwork in den Vordergrund gestellt“, beschreibt die Weinviertlerin. Sie und ihre Vize-Weinköniginnen und Wein-Prinzessinnen aus NÖ haben nämlich gleich zu Beginn mit gemeinsamen Werbe- und Marketingstrategien aufhorchen lassen. So schnürten sie ein Weinköniginnen-Paket mit den edlen Tropfen aus ihren Familienbetrieben, dem sich bald auch die Kolleginnen aus den anderen Bundesländern angeschlossen hatten, und vermarkteten es – etwa bei eigenen Degustationen – geschickt. „Wir wollten zeigen, dass wir mehr können, als mit einer Krone am Kopf und einem Weinglas in der Hand lächeln. Wir wollten dieses Klischee loswerden“, erklärt die 25-Jährige. Auch konzipierten und realisierten die taffen Ladys die Website www.noeweinkoenigin.at sowie ihren Facebook-Auftritt, um stets über Veranstaltungen auf dem Laufenden zu halten (nächste Royal Wines 4.0-Verkostung: 31. März, Weinbaugebiet Carnuntum). „All diese Auftritte, so viele Menschen kennenlernen zu dürfen, das werde ich vermissen.“

 

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IN DIE WIEGE GELEGT. In vierter Generation widmet sich Christina Hugl dem Weinbau – mit der Weinviertler Sektmanufaktur (© Robert Herbst)

Zukunftsmusik

Christina Hugl will sich nun erneut verstärkt auf den Familienbetrieb konzentrieren. Ihre Eltern, ihr Bruder Daniel und sie – sie haben außerdem noch zwei Geschwister – betreiben die Weinviertler Sektmanufaktur in Stützenhofen in dritter bzw. vierter Generation. Dass die sympathische Frau für den Weinbau entflammt, das war trotz „erblicher Vorbelastung“ alles andere als selbstverständlich. Wenngleich sie schon von Kindesbeinen an eifrig bei der Lese mithalf und sich stets den ersten, natürlich noch alkoholfreien, Most schmecken ließ, nach der Matura an der Retzer Tourismusfachschule packte sie erst einmal ihre sieben Sachen. „Vier Jahre lang arbeitete und lebte ich in den Niederlanden“, verrät sie. Just als sie das Heimweh packte, erreichte sie die Bewerbungsinfo zur Weinkönigin. Also wagte sie einen Versuch – und überzeugte die 25-köpfige Jury mit ihrer Rede vom Fleck weg. Darin hatte sie sich auf Österreich als internationales Weinland konzentriert; dass sie – laut Eigenbeschreibung – einmal komplett den roten Faden verlor, tat ihrem überzeugenden Auftritt offenbar keinen Abbruch.

Eine Vielzahl an Weintaufen, Kellerfesten und vieles andere mehr liegen nun hinter Christina Hugl. Während sie im ersten Jahr als Niederösterreichische Weinkönigin fungierte, wurde sie im zweiten – das ist mit dem Burgenland so vereinbart – automatisch zur Österreichischen Weinkönigin gekürt. Noch ehe sie sich nun etwa ihrem Diplom als Sommelière widmen will, nimmt die Weinviertlerin Ende April selbst in der Jury zur Wahl der Nachfolgerin Platz.

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TOPGELAUNT BEI JEDEM WETTER. Christina 1. mit Hans Knauß und Narzissenprinzessin Anna Maria Winter bei der Wirtschaftswanderung am Abgrund der „Mausefalle“

Was es für die Bewerbung braucht

Die Bewerbungsfrist zur Nö. Weinkönigin läuft bis zum 5. April 2017. Die Grundvoraussetzung ist eine sehr gute Kenntnis um Wein und Weinbau – entweder durch einen Familienbetrieb oder eine entsprechende Ausbildung. Bewerberinnen sollen zwischen 19 und 25 Jahre alt, noch ohne Kinder und ledig sein (aufgund der Vielzahl an Veranstaltungen). Beinhalten muss die Bewerbung ein Motivationsschreiben, ein Foto und einen Lebenslauf. Die Wahl bzw. die Rede vor der Jury aus ExpertInnen unter anderem aus der (Wein-)Wirtschaft findet Ende April statt. Infos: www.noeweinkoenigin.at

 

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