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People | 16.11.2017

Magische Heimkehr

16 Millionen Menschen vor den Fernsehern, Tausende Zuschauer bei Shows am Broadway oder in Las Vegas und bis zu 400 Auftritte im Jahr: Amélie van Tass und Thommy Ten touren demnächst mit ihrer verblüffenden Show durch ihre Heimat Niederösterreich – wir verlosen Tickets!

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(© Sebastian Konopix)

Der sprachlose Radiomoderator

Robert Kratky ist nicht zum ersten Mal einer von ihnen. Einer von jenen Star-Moderatoren, die fassungslos sind, wenn Amélie van Tass und Thommy Ten ihre Gäste sind. Der Ö3-Mann ist in guter Gesellschaft: Schon Frank Elstner, Stefan Raab und Heidi Klum nahmen das Können des Mentalmagier-Pärchens aus Niederösterreich unter die Lupe. Mit Fachleuten an ihrer Seite, die Amélies Ohren vergebens nach Mikrofonen untersuchten, oder Notaren, die mit Ketten verschlossene Boxen begutachteten.

„Schon erholt?“, fragt die zauberhafte Künstlerin lachend. „Nein. Ich bin noch immer fassungslos. Ich habe keine Ahnung, wie ihr das gemacht habt“, schüttelt der Radiomoderator den Kopf, um im nächsten Moment in jenem Studio zu verschwinden, wo Stunden zuvor die große Enthüllung passierte. Vielleicht sogar nur ein bisschen im Scherz hatten Kratky und Kollegin Sandra König das Duo aus Krems herausgefordert, das Ergebnis der Nationalratswahl „vorauszusagen“. Amélie van Tass und Thommy Ten nahmen die Challenge an – und verblüfften mit den völlig exakten Resultaten (ohne Briefwahl). Verschlossen in einer Holzbox, tagelang via Webcam für jedermann sichtbar …

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STAUNEN IM STUDIO. Sandra König (Mi.) und Robert Kratky sind sprachlos: Das „prophezeite“ Wahlergebnis stimmt (li.: Notar Georg Piskernik). (© Hitradio Ö3)

NIEDERÖSTERREICHERIN: Ihr habt gerade eine unglaubliche Challenge absolviert. Rund 6,4 Millionen Menschen waren wahlberechtigt – und das Ergebnis auf eurem Zettel hat gestimmt. Wie ist das möglich?

Amélie van Tass: Wir haben vergangenes Jahr in allen Bundesländern vor 25.000 Menschen gespielt und Österreich besser kennengelernt. Die Frage kam immer wieder, ob wir nicht das Ergebnis der Nationalratswahl voraussagen können ...

Thommy Ten: ... da haben wir die Herausforderung angenommen! Es war für uns auch eine Weltpremiere und sehr spannend!

Eure Acts basieren auf der Interaktion mit den Zuschauern. Gibt es einen Unterschied zwischen den Reaktionen unterschiedlicher Nationen und Kulturen?

Amélie: Ja! In Amerika sind die Leute von Anfang an voll dabei, wollen auf die Bühne; in Österreich sind sie abwartender, möchten erobert werden. Aber: Irgendwann kommt der Moment, in dem sie Teil der Show werden, in dem sie auftauen – und uns vertrauen. Wir wollen ja auch nichts Böses, sondern nur Gutes in den Menschen auslösen.

Ihr verblüfft die Leute rund um die Welt; erlebt auch ihr Überraschungen?

Amélie: Unsere Überraschungen sind die magischen Momente im Alltag. Die bunte Natur an einem schönen sonnigen Herbsttag oder wenn wir mit unserem Hund Koni spazieren gehen; er verzaubert uns täglich. 

Thommy: Es sind die Kleinigkeiten, die für einen plötzlich ganz groß werden, wenn sie nicht selbstverständlich sind. Wenn man mit dem Tourbus unterwegs ist und ständig auswärts isst, freut man sich darauf, selbst mal kochen zu dürfen.

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EXKLUSIVES SHOOTING. Mit Starfotograf Manfred Baumann (c) Manfred Baumann

Das ist natürlich streng geheim, aber ihr werdet sicher immer wieder gefragt, wie Amélie mit verbundenen Augen wissen kann, was du in Händen hältst, wie Mentalmagie funktioniert. Was antwortet ihr da?

Amélie: Es ist eine Bühnenshow, es soll Entertainment sein. Es ist Bauchgefühl dabei, Intuition und Menschenkenntnis ... Das ist ein Konstrukt von vielen, vielen kleinen Teilen, die zusammenkommen und dafür sorgen, dass es so wirkt, wie es für die Zuseher wirkt.

Wir geben nicht vor, mit Geistern zu kommunizieren oder übernatürliche Fähigkeiten zu haben. Vielleicht haben wir die ja, aber die hat jeder Mensch. Wir alle kennen das Gespür, plötzlich an die beste Freundin zu denken, wenn es ihr nicht gut geht. Diese alltäglichen Wunder passieren und sind auch für uns unerklärlich. Wir nehmen diese Phänomene, machen sie noch ein bisschen unmöglicher und bringen sie auf die Bühne.

Kann da auch etwas schiefgehen?

Thommy: Es ist live, es kann immer etwas passieren! Wir haben jede Chance ergriffen, um Erfahrung zu sammeln; hatten Jahre, in denen wir 400 Auftritte spielten, sogar zwei oder drei am Tag. Aber wir haben immer Zuschauer, die auch mal nicht so agieren können, wie wir uns das vorgestellt haben. Da ist Erfahrung gefragt, mit der Situation umgehen zu können.

... war da auch schon ein richtiges Hoppala dabei?

Thommy: Der Auftritt, bei dem am meisten schiefgegangen ist, war ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft in Rimini 2015 (Das Duo ging dort als Weltmeister in Mentalmagie hervor, Anm.). Ich wurde auf die Bühne geschickt, Amélie sollte von links kommen, kam aber nicht, weil sie von den Technikern zum falschen Ausgang geschickt wurde. Dann kam keine Musik, das Mikrofon ging nicht, das Licht war falsch ... Ich habe trotzdem weitergemacht, bis Amélie kam – und niemand hat etwas bemerkt.

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STRAHLENDE SIEGER. In Rimini holte das Duo 2015 den Weltmeistertitel in Mentalmagie. (© Sebastian Konopix)

Ihr seid auch ein Liebespaar. Ist da Mentalmagie hilfreich oder auch mal im Weg?

Amélie: Privat versuchen wir ganz normal zu leben, zu kochen, den Geschirrspüler ein- und auszuräumen. Aber ich glaube, dass solche Dinge jeder kennt: Dass man dasselbe Lied im selben Moment zu singen anfängt ...

Thommy: ... oder sich die gleiche SMS im gleichen Moment schickt.

Viele Paare, die gemeinsam ein Geschäft betreiben, haben klare Regeln, ab wann sie auf „Privatzeit“ switchen. Wie ist das bei euch?

Thommy: Das ist schwer bei uns, weil WIR es eben sind, die dann auf der Bühne stehen.

Amélie: WIR sind das Geschäft (lacht).

Thommy: Und wir leben nicht nur davon, sondern auch dafür!

Amélie: Im Urlaub gelingt es uns aber schon, auch mal das Handy abzudrehen.

Gemeinsam tragt ihr den Künstlernamen „The Clairvoyants“, also die Hellseher. Wo seht ihr euch in zehn Jahren?

Amélie: Wo sehen wir uns nächstes Jahr (lacht)? Wir sind glücklich, wie es läuft. Wir lieben beides: Die Tournee in Österreich, aber auch die Arbeit in Amerika. Mittlerweile fühlen wir uns auch überall zuhause, weil wir auch überall Freunde haben. Aber natürlich: Wir sind hier aufgewachsen, hier haben wir Familie und es wäre schön, wenn es so weitergeht, dass die Leute ins Theater zu uns kommen. Ob das in zehn Jahren so ist, wissen wir selbst noch nicht.

Thommy: Aber das ist sicher nicht das letzte Programm, das wir spielen.

Die Weltmeisterschaft, die riesige US-Show „America’s Got Talent“, Auftritte am Broadway und in Las Vegas. Ihr habt mit 30 Jahren schon so viel erreicht; macht dieser Erfolg auch Druck und vielleicht sogar Angst?

Thommy: Wir sind dankbar, dass es gerade so passt und wissen aber auch, dass es gar nicht so sein müsste. Wir zerbrechen uns aber nicht den Kopf darüber, was wäre, wenn es nicht so wäre.

Amélie: Sollte sich etwas ändern, dann ist es doch so: Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Das Leben bietet so viele Möglichkeiten!

Hat euer Hund Koni, euer treuer Begleiter seit ein paar Monaten, magische Talente?

Thommy: Er heißt ja „Mr. Koni Hundini“ nach seinem Vorbild Houdini, dem großen Entfesselungskünstler von vor 100 Jahren. Er hat nur genau das andere Talent: Er ist der größte Fesselungskünstler (lacht). In Sekunden fesselt er sich selbst mit der Leine – und überall, wohin wir gehen, fesselt er auch die Menschen. Alle haben sofort ein Lächeln auf den Lippen, wenn sie ihn sehen; das ist sein magisches Talent.

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(© Sebastian Konopix)

Amélie, du bist in der Zauberkunst quasi eine Exotin. Besonders viele Frauen gibt es da nicht, oder?

Amélie: Die Zauberszene an sich ist schon klein, Frauen gibt es sehr wenige. Interessant ist, dass die Frauen vor rund 100 Jahren die Rockstars der Szene waren: mit Entfesselungen oder dem Fangen von Gewehrkugeln zwischen den Zähnen. Irgendwann sind sie verschwunden, kommen jetzt aber wieder. Ich bin stolz, ein Teil davon sein zu dürfen, dieses neue Zeitalter einzuläuten: weg vom reinen Assistentinnendasein, bei dem man im Glitzerkostüm Dinge auf die Bühne trägt. Daran arbeiten wir auch, seit wir gemeinsam auf der Bühne stehen.

Thommy: Amélie war auch DAS Thema in der amerikanischen Presse, als wir am Broadway auftraten: Es gab schon länger keinen weiblichen Headliner am Broadway, einen weiblichen magischen Headliner gab es überhaupt noch nicht.

Bei aller Exotik: Haus bauen, Kinder kriegen, sesshaft werden – eine Option für euch?

Amélie: Ja, definitiv, wir sind Familienmenschen. Man möchte sich auch privat weiterentwickeln. Vielleicht wird es nur nicht so klassisch verlaufen.

... das heißt, du siehst dich eines Tages als Mama?

Amélie: Ja, klar! Das ist mein persönlicher Traum ...

 

GEWINNSPIEL!

Die NIEDERÖSTERREICHERIN verlost jeweils 1 x 2 Tickets für die große „Einfach zauberhaft“-Show von „The Clairvoyants“ Amélie van Tass & Thommy Ten für die Vorstellung am 31. Jänner 2018 im VAZ St. Pölten, am 02. Februar 2018 in Wiener Neustadt sowie am 15. Februar 2018 in Grafenegg. Einfach hier klicken & mitspielen! Teilnahmeschluss ist am 20. November 2017.

Ticket-Vorverkauf für die
Österreich-Tour: www.vaz.at

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