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People | 28.08.2015

Ihre Flucht endete mit dem Schlimmsten

Gedanken zum Drama, das die Vorstellungskraft übersteigt. Vor unserer Haustür.

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Überall die Bilder vom Lkw. Vom Parkplatz. Wir haben uns für einen schwarzen Hintergrund entschieden. Es braucht keine Fotos mehr. Die Ausmaße jener menschlichen Tragödie, die praktisch direkt vor unseren Haustüren stattgefunden hat, übersteigt so und so unsere Vorstellungskraft.

Mehr als 70 Menschen waren in dem luftdichten Kühl-Lkw eingeschlossen. Mehr als 70 Menschen, die ihre Familien und Freunde, ihr Hab und Gut in der Heimat zurückließen. Vielleicht, um ihr Leben zu retten, aber ganz sicher in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wie viel Leid mussten sie erlebt und gefürchtet haben, um solch einen Fluchtweg auf sich zu nehmen? Er endete mit dem Schlimmsten: Sie starben im Lkw.

Ein Asfinag-Mitarbeiter hatte auf den offenbar herrenlosen Lkw hingewiesen. Abgestellt in einer Pannenbucht auf der A 4 im Burgenland. Den schrecklichen Fund machten schließlich zwei Polizisten.

Wie lange diese Menschen um Sauerstoff, um ihr Leben kämpfen mussten, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Politik reagiert mit Entsetzen. Es ist die Rede von einem schwarzen Tag, von verschärften Kontrollen und hartem Vorgehen gegen die Schlepper. Wir hoffen indes, dass es auch noch tiefer greifende Strategien gibt. In einem vereinten Europa voller kluger Köpfe.

Seit Donnerstag finden Mahnwachen in Gedenken an die Opfer dieser Tragödie statt. Kardinal Christoph Schönborn wird am Montag, den 31. August, ab 19 Uhr einen Gedenkgottesdienst abhalten.

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