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Beauty | 12.12.2017

Schönheit schenken

Straffer Busen, Facelift & Co. Zu den Festtagen – über Weihnachten und Neujahr – haben die Schönheitschirurgen Hochsaison. Wir fragen nach, was machbar ist. Ein Gespräch im Wartezimmer.

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(© Michael Vorstandlechner)

Es ist das Recht eines jeden, sich schön fühlen zu wollen. Trägt dieses Gefühl doch zur eigenen Zufriedenheit, zur seelischen Gesundheit wie sogar zur Stärkung des Immunsystems bei. Eine Tatsache, die auch von der WHO unterstützt wird, indem sie „Gesundheit als einen Zustand von seelischem und körperlichem Wohlbefinden“ definiert. Warum dann also nicht mal „Schönheit schenken“? „Grundsätzlich ist dieses Thema schon ein sehr sensibles,“ gibt Dr. Wolfgang Rohrbacher, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und Oberarzt am Universitätsklinikum St. Pölten, zu bedenken, als ich ihn in seiner Ordination in Rassing mit dieser Frage konfrontiere. „Es soll ja niemand beleidigt werden, wenn sich zum Beispiel ein Gutschein zur Brustvergrößerung unter dem Christbaum befindet. Wenn es allerdings ein schon lang gehegter Wunsch ist, dann bieten sich natürlich die Feiertage an, denn man ist danach wieder gesellschaftsfähig.“ Und deshalb hat in dieser Zeit auch Dr. Rohrbacher Hochsaison, was die chirurgischen Eingriffe betrifft. In Bezug auf schnell machbare Effekte, sozusagen die Accessoires, führt er ästhetische Behandlungen an: „Nicht selten kommen Paare zu mir, die sich vor der Hochzeit beide mit Botox behandeln lassen, um die Spuren der anstrengenden Hochzeitsvorbereitungen zu glätten, oder Frauen, die sich vor einem wichtigen Ereignis mit Hyaluron-Unterspritzungen verschönern lassen.“ Wobei ein positiver Nebeneffekt den Run auf Schönheitseingriffe verstärkt: Sie sind nämlich deutlich leistbarer geworden, obwohl die Nebenkosten für Ärzte gestiegen sind.

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Aufwachen im gemütlichen Zimmer (© Michael Vorstandlechner)

Im Warteraum. Als Dr. Rohrbacher zu einem Verbandswechsel gerufen wird, nehme ich im Wartezimmer Platz. Am Tisch liegt die NIEDERÖSTERREICHERIN, und gleich entwickelt sich zwischen den ebenfalls wartenden Damen und mir ein intensives Gespräch. Nachdem ich den Grund meines Besuches erkläre, sind sie gerne bereit, mir ihre eigenen Erfahrungen zu schildern. So ist die bildhübsche, 24-jährige Johanna zur Kontrolluntersuchung hier, drei Wochen nach einer Nasenkorrektur. „Schon mit 16 Jahren wollte ich mich operieren lassen, weil ich unter meiner Hakennase gelitten habe. Ich wurde vertröstet, bis ich ausgewachsen bin; und jetzt, nach Abschluss meines Studiums, habe ich mir endlich diesen Wunsch erfüllt. Ich wurde durch innere Zugangswege, ganz ohne Narben operiert. Vom Eingriff habe ich gar nichts mitbekommen, ich war in einem Dämmerschlaf“, lacht sie, und erzählt, dass sie auch danach absolut schmerzfrei war. Am Tag nach der Operation wurde ihr ambulant die Tamponade entfernt, eine Woche lang hatte sie eine fixe Schiene, die restliche Zeit klebte sie diese nur mehr in der Nacht. „Ein unerwarteter Nebeneffekt ist auch, dass ich plötzlich viel mehr Luft bekomme! Offensichtlich hatte ich mir als Kind einmal die Nase gebrochen, was ich gar nicht wusste.“ Jedenfalls passt jetzt die Nase in ihrer Proportion optimal zu ihrem Gesicht, die blauen Flecken sind vollends verschwunden, und Johanna ist rundum glücklich. „Ich freue mich so sehr auf meine ersten Profilfotos, denn bis jetzt habe ich die nämlich immer gehasst!“
Auch die 59-jährige Christa ist zur Kontrolle. Ihr Facelift ist nun zwei Monate her, und auch sie ist begeistert vom Resultat. „Ich war immer sehr sportlich und mit meiner Figur zufrieden, fühle mich gesund und deutlich jünger als mein Alter im Pass“, erzählt sie. „Nur das Gesicht passte nicht mehr zu mir. Die Wangen waren irgendwie abgesunken, was mich immer müde wirken ließ, obwohl ich das gar nicht war. Mit einem Facelift wurde nun die Wangenpartie angehoben und wieder in die richtige Position gebracht. Ich glaube, mindestens zehn Jahre gewonnen zu haben und wirke jetzt viel frischer“, freut sie sich; auch darüber, dass sie keine Schwellungen oder Blutergüsse hatte, und nach drei Wochen wieder an ihrem Arbeitsplatz war. Komplimente wie zum Beispiel „Schaust du gut erholt aus, warst du auf Urlaub?“ hörte sie oftmals. „Ich kann ein Facelift nur empfehlen, denn mit keiner Creme der Welt erreichst du diesen nachhaltigen Effekt.“ Immerhin beginnt ab nun ihr natürlicher Alterungsprozess, um  viele Jahre zeitverzögert.

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Setzt auf Beratung und persönliche Betreuung: Der plastische Chirurg OA Dr. Wolfgang Rohrbacher, www.rohrbacher.at (© Michael Vorstandlechner)

Einander vertrauen. „An oberster Stelle steht immer die Zufriedenheit meiner Patienten“, freut sich auch Dr. Rohrbacher, als ich ihm wieder gegenüber sitze. Diese Zufriedenheit beginnt bereits beim ersten Beratungsgespräch, bei der die Erwartungshaltung der Patienten abgeklärt wird, und führt über die Behandlung bis hin zur persönlichen Nachbetreuung. Spezialisiert ist der Chirurg auf  Nasenoperationen und Facelift, wofür er bei den besten Professoren weltweit – darunter in den USA und Brasilien – ausgebildet wurde. „Bei einem SMAS-Facelift, zum Beispiel, wollen wir ja nichts Künstliches schaffen. Es ist sozusagen eine Antischwerkraft-Operation, bei der wir das Rad um bis zu 15 Jahre zurückdrehen können. Dabei entsteht durch die innere Vernarbung eine Anreicherung der Bindegewebsfasern, um das Nachlassen der Gesichtszüge anzuhalten. Das Ergebnis schaut dann natürlich und nicht operiert aus.“ Aber auch Lidplastik, Körperformung wie Fett­absaugung oder Bauchdeckenstraffung, bis hin zur Mikrochirurgie stehen am OP-Programm in seinen Ordinationen in Niederösterreich und Wien-Hietzing (www.rohrbacher.at). Dazu zeigt er mir beeindruckende Vorher-Nachher-Fotos seiner Patienten, darunter eine überaus attraktive Dame, die sich mit nahezu 80 Jahren noch liften ließ. Als ich im gemütlichen Warteraum noch eine Tasse Tee genieße, gesellt sich eine sympathische Mitdreißigerin zu mir. Sie hat heute die Vorbesprechung zu einer Bruststraffung. „Meine beiden Schwangerschaften haben mich Form und Fülle gekostet“, vertraut sie mir an. „Jetzt ist es soweit. Am Donnerstag werde ich operiert und am Dienstag darauf bin ich zurück im Büro.“ „Sehen Sie“, lächelt Dr. Rohrbacher, „um auf Ihre Frage zurückzukommen. Auch über Weihnachten ist vieles möglich!“ Also dann, warum nicht?