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Beauty | 04.08.2020

Natural Bodyfit

Mit den heißen Temperaturen schenken wir unserer Figur und unserem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit. Dass es bei der Körperpflege auch ohne Chemie, Plastikflut und Kosmetikindustrie geht, zeigt Bloggerin und Kräuterpädagogin Valerie Jarolim. Uns hat sie Rezepte zum Selberrühren aus ihrem neuen Buch „Nachhaltig schön – Naturkosmetik-Rezepte von Kopf bis Fuß“ verraten.

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(© Shutterstock)
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After-Sun-Creme mit Lavendel (© Valerie Jarolim)

After-Sun-Creme mit Lavendel

 

Die feuchtigkeitsspendende After-Sun-Creme wirkt erfrischend, lindernd und regenerierend bei Sonnenbrand. Die Zutaten beruhigen die Haut und sorgen für einen kühlenden Effekt. Diese Creme wird am besten im Kühlschrank gelagert und kühl auf die Haut aufgetragen.

ZUTATEN 

für ca. 70 ml (= 2 kleine Tiegel)

15 g Jojobaöl

10 g Lavendel-Ölauszug (mit Sesamöl)

3 g Bienenwachs

9 g Lanolin

25 g Lavendel-Hydrolat

5 Tropfen Lavendel-Tinktur

8 Tropfen ätherisches Lavendelöl

2 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl

ZUBEREITUNG

Die Zutaten genau abwiegen. Tiegel und Arbeitsgeräte mit einem alkoholgetränkten Tuch/Küchenrolle desinfizieren. Bienenwachs und Lanolin in einem hitzefesten Gefäß im heißen Wasserbad (ca. 60 °C) schmelzen. Gleichzeitig in einem zweiten Wasserbad in einem hitzefesten Gefäß das Lavendel-Hydrolat auf ca. 55 °C erwärmen. 

Sind das Bienenwachs und Lanolin geschmolzen, werden das Jojobaöl und der Lavendel-Ölauszug untergerührt. Haben die Fett- und Wasserphase jeweils knapp 55 °C erreicht, wird das Lavendel-Hydrolat langsam und unter ständigem Rühren/Mixen in die Fettphase gegossen, während diese noch im warmen Wasserbad steht. Danach wird die Mischung aus dem Wasserbad genommen und kalt gerührt, bis eine puddingartige Konsistenz entsteht. Abschließend werden das ätherische Lavendelöl, das ätherische Pfefferminzöl und das Lavendel-Hydrolat sowie die Lavendel-Tinktur eingerührt. Alles noch einmal gut durchrühren. Die Creme wird in Tiegel gefüllt und mit Inhalt und Datum beschriftet.

Um zu vermeiden, dass sich Lufteinschlüsse in der Creme bilden, die die Haltbarkeit beeinträchtigen können, klopft man den Tiegel ein paarmal gut gegen die Arbeitsfläche.

Man kann den Tiegel mit einem Stück Küchenrolle abdecken und eine halbe Stunde offen stehen lassen. Erst danach wird der Tiegel verschlossen.

HALTBARKEIT UND LAGERUNG

Die selbst gerührte Creme ist bei Zimmertemperatur etwa zwei Monate haltbar.

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Fruchtig-frisches-Zitronendeo (© Valerie Jarolim)

Fruchtig frisches Zitronendeo

Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach unbedingt Limonade daraus – aber auch Deos! Das Zitronendeo sorgt mit seinem fruchtigen Duft für gute Stimmung und hemmt unangenehme Gerüche. 

Vor allem in den Schalen der Zitronen sind große Mengen ätherischer Öle enthalten, die keimhemmend wirken und die Vermehrung von Schweißbakterien reduzieren.

ZUTATEN 

für eine Sprayflasche (100 ml)

Abrieb einer Biozitrone

3 TL Zitronensaft

etwa 100 ml Wasser

1/2 TL Natron

DAUER

15 Minuten + Abkühlzeit + 1 Stunde Ziehzeit

ZUBEREITUNG

Das Wasser mit dem Natron in einem Topf auf etwa 40 °C erwärmen und warten, bis sich das Natron vollständig aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen. Dann den Abrieb der Zitronenschale und den Zitronensaft hinzufügen – achtung, es kann schäumen! Das Ganze etwa eine Stunde ziehen lassen. Danach durch ein feines Sieb abseihen und in eine Sprayflasche füllen. Mit Inhalt und Datum beschriften – und fertig ist das Zitronendeo.

ANWENDUNG

Vor Gebrauch gut schütteln und wie gewohnt unter den Achseln aufsprühen. Das Zitronendeo ist nicht für sensible Haut geeignet.

HALTBARKEIT UND LAGERUNG

Bei Zimmertemperatur ist das Zitronendeo etwa zwei Wochen haltbar.

TIPP: NOCH FRUCHTIGER

Für eine Extraportion Zitrusduft kann man bei der Zubereitung des Zitronendeos nach dem Abkühlen noch fünf Tropfen ätherisches Zitronen- oder Orangenöl dazugeben. 

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Straffendes Efeu-Peeling (© Valerie Jarolim)

Straffendes Efeu-Peeling

Das Efeu-Peeling regt die Hautdurchblutung an, wirkt straffend und gleichzeitig feuchtigkeitsspendend. Die Wirkung wird durch gewebestärkendes ätherisches Orangen- und Rosmarinöl unterstützt. Nach dem Sammeln werden die frischen Blätter gewaschen und mit einem Tuch trocken getupft. Man muss allerdings beachten, dass Efeu Giftstoffe enthält, die bei innerlicher Einnahme Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Äußerlich, bei intakter Haut, ist eine Anwendung der Pflanze unbedenklich.

ZUTATEN FÜR EIN KLEINES GLAS

5 EL feines Natursalz, z. B. Meersalz

3 EL Efeu-Ölauszug (Auszugsöl z. B. Olivenöl, frische oder getrocknete Kräuter nach Wahl)

8 Tropfen ätherisches Orangenöl

2 Tropfen ätherisches Rosmarinöl

DAUER

10 Minuten + 30 Minuten für den Ölauszug

Zubereitung 

Efeu-Ölauszug: Das Pflanzenöl und die gut zerkleinerten Pflanzenteile werden in ein hitzefestes Gefäß gefüllt und im Wasserbad mindestens 30 Minuten bis zu mehrere Stunden lang sanft erwärmt. Das Wasserbad sollte dabei keinesfalls kochen, sondern Temperaturen um maximal 50 bis 60 °C erreichen. Gelegentliches Umrühren unterstützt das Lösen der Inhaltsstoffe. Nach der Ziehzeit wird das Öl abgeseiht. 

Peeling: Hat man den Auszug abgeseiht, wird dieser mit dem Natursalz und den beiden ätherischen Ölen in einer Schüssel vermischt – fertig! Das Peeling wird in ein Glas gefüllt und mit Inhalt und Datum beschriftet.

ANWENDUNG

Das Peeling wird ein bis zwei Mal pro Woche in der Dusche sanft und mit kreisenden Bewegungen in die feuchte Haut einmassiert. Das Gesicht sollte beim Efeu-Peeling ausgespart werden. An Oberschenkeln, Beinen und Po darf allerdings ruhig etwas fester geschrubbt werden. Danach wird das Peeling abgespült und die Haut mit einem Handtuch trocken getupft (nicht reiben). Es ist kein Eincremen mehr notwendig.

HALTBARKEIT UND LAGERUNG

Bei Zimmertemperatur und dunkel gelagert ist das Peeling etwa drei Monate haltbar.

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Nachhaltig schön

Naturkosmetik-Rezepte von Kopf bis Fuß.

Valerie Jarolim, Ennsthaler Verlag, 

ISBN 978-3-7095-0105-4, € 22