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Beauty | 11.05.2022

Grünes Licht

So gestaltest du deine Clean-Beauty-Routine.

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(© Shutterstock)

Vorab: Nein, Sie müssen nicht Gwyneth Paltrow heißen und pulverisierte Kräuter­extrakte in Ihrem Badezimmerschrank horten, um Ihre Hautpflegeroutine „clean“ zu gestalten. Sie müssen auch nicht gleich alle konventionellen Produkte panisch entsorgen. Aber was macht gute, saubere Kosmetik eigentlich aus – und worauf können Sie selbst achten?

Frisch bleiben. Ein wichtiger Faktor bei Clean-Beauty-Produkten sind die Inhaltsstoffe. Problematisch sind etwa Parabene – eine Gruppe von Chemikalien, welche das Wachstum von Bakterien verhindern und so die Haltbarkeit der jeweiligen Produkte verlängern soll. Das Problem: Parabene sind zwar grundsätzlich legal, wirken jedoch hormonell und stehen im Verdacht, sich im Körper anzureichern und unter anderem das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen. Um diese ungewollten Nebenwirkungen zu verhindern, werden in naturkosmetischen Produkten etwa ätherische Öle als Alternative zu synthetischen Konservierungsstoffen genutzt.

Umweltsünder Silikon. Weniger für die Haut, jedoch vielmehr für die Umwelt problematisch sind Silikone. Sie sorgen dafür, dass sich eine Creme beim Auftragen angenehm anfühlt und ein geschmeidiges Finish hinterlässt – abgesehen davon, sind sie gut verträglich und lösen kaum allergische Reaktionen aus. Doch die positiven Effekte haben einen hohen Preis: Für die Herstellung von Silikonen im Labor wird nämlich meist Erdöl verwendet, zudem sind sie nicht biologisch abbaubar. Beim Haare­waschen oder Abschminken werden sie also direkt ins Abwasser und somit in die Umwelt gespült. Eine cleane Alternative zu Silikon ist beispielsweise Squalan: Das pflanzliche Öl sorgt ebenfalls für ein seidiges Gefühl und ist zudem gut verträglich, da es ein natürlicher Bestandteil unserer Haut ist.

 

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(© Shutterstock)

Tierfreundlich. Auch der Begriff „vegan“ ist immer häufiger auf Kosmetikprodukten zu finden. In diesen sind nämlich oftmals mehr tierische Überreste enthalten, als man im ersten Moment vermuten würde. Wussten Sie, dass beispielsweise in rotem Lippenstift oft die Panzer von Schildläusen verarbeitet sind, Nagellacke manchmal das aus Fischschuppen gewonnene Guanin enthalten und Anti-Aging-Cremes mit tierischem Kollagen angereichert sind? Grund genug also, um auch in der Auswahl von Hautpflege und Co. auf tierfreundliche Erzeugnisse zu achten.

Geprüfte Qualität. Natürlich wäre es viel verlangt, die Inhaltsstoffliste Ihres Drogerieproduktes vor Ort auf Herz und Nieren zu prüfen – zumal der Begriff „Naturkosmetik“ nicht rechtlich geschützt ist. Das bedeutet: Nur, weil „mit natürlichen Extrakten“ auf der Verpackung steht, muss es sich noch lange nicht um ein naturkosmetisches Produkt handeln. Naturkosmetiksiegel wie NATRUE, ECOCERT, Demeter oder COSMOS/BDIH helfen Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei, die Produkte auf einen Blick einzuordnen. Sie regeln beispielsweise den Anteil aus kontrolliert biologischen Inhaltsstoffen oder die Produktionsbedingungen.