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Editor's Mind Angelica Pral-Haidbauers Kolumne

Editor's Mind | 06.07.2020

Dieser Sommer wird anders sein …

… aber wir können ihn mit Abstand zu einem der besten machen.

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Wie sehr ich mich auf diesen Sommer freue!

Die Kinder haben nämlich angekündigt, die Ferien mit ihren Familien wieder mal im Elternhaus zu verbringen. Und weil unsere Stammfamilie mittlerweile genau 20 Personen zählt, sehe ich vor meinem inneren Auge bereits eine Zeltstadt rund ums Haus entstehen. Was für mich heißt, schön langsam das große Saubermachen zu starten, nachdem sämtliche Vogelarten der Region unser Zuhause zum Epizentrum ihrer Nestbauaktionen erklärt haben. Keine Chance mit Besen und Wasser! Also ran an unseren glanzversprechenden Hochdruckreiniger, der alljährlich mein enormes Django-Potenzial weckt. Und ich sage Ihnen: Mein mit 200 bar Wasserdruck verlängerter Arm kennt kein Erbarmen. Das hat Klasse. Alles neu. Schmutz weg – wie so manch anderes dann allerdings auch ... 

Ich darf Euch daher aus Erfahrung einige Tipps verraten

1. Wenn sich die drei Schläuche (Stromkabel, Wasser- und Düsenschlauch) total ineinander verwickeln, sollte man nicht in der Mitte stehen. Der Entwirrungsprozess dauert länger und geht mit Gleichgewichtsverlust einher, besser gesagt, man liegt verschnürt wie eine Mumie im Gras. 2. Türen und Fenster sollten geschlossen sein, vor allem wenn man weiße Sofas hat. 3. In Gartenlauben fliegen nicht nur Hortensienköpfe, sondern auch der Lack weg, was eine Jahrhundert-Patina entstehen lässt. 4. Nicht jeder Fassadenputz hält und auch Lärchenschindeln sind nicht für die Ewigkeit. 5. Wenn alles sauber ist, dann nicht die Beine unter den Hochdruck halten – es tut verdammt weh, Bandagen sollten in Griffweite sein.
 Zu guter Letzt die Aufräumarbeiten: um den versprengten Kies aus den umliegenden Gärten einzusammeln, benötigt man eine Scheibtruhe, um den Beckenboden des Pools von versenktem Unrat zu befreien, empfiehlt sich eine professionelle Taucherausrüstung. Aber dann blitzt alles wie neu – und die Kinderschar kann kommen.

Sollte ich jedoch einmal meinem meist lautstarken wie ewig hungrigen Familienglück entfliehen wollen, dann finden Sie mich bei einer der zahlreichen Produktionen des Kultursommers, oder ich heuere gleich als Bühnenpflegerin beim Lastkrafttheater an. Bei meiner Ehre würde ich aber dem fahrenden Künstlervolk  versprechen: nur mit Kübel und Wischmop!

Mit guten Wünschen und sonnigen Grüßen,

Eure Angelica Pral-Haidbauer
Chefredakteurin Niederösterreicherin