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My Dream. My Life. My Reality.by Carina Sara

My Dream. My Life. My Reality. | 20.03.2020

Corona mit Kind #2

Thank God It´s Friday.

Auf den Boden der Tatsachen.

Ich gebe zu, Tag X ist nicht ganz so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Realität hat uns mit voller Breitseite getroffen. Homeoffice und homeschooling gleichzeitig ist dann doch eine Herausforderung, vor allem für meine Nerven. Die erste Woche haben wir nun geschafft und ich kann das Wort schon nicht mehr hören: „Mama.“ Zu Beginn hab ich noch brav reagiert, mit steigender Häufigkeit dann immer weniger. Allerdings ist meine Tochter eine Meisterin im Durchhalten. „Mama.“ „Maamaaaa.“ „Maaamaaaaaaa.“ Irgendwann gebe ich auf. „Was willst du?“ Sie: „Ach, nix.“ Neulich war ich wieder eine Runde laufen, habe mein Handy mit – ausdrücklich nur für Notfälle. Den gab es anscheinend zwei Mal. „Was ist denn so wichtig?“ „Ich wollte nur fragen, ob du wieder heimkommst.“ Bin ich jemals vom laufen nicht zurückgekommen, frage ich mich im Endspurt nach hause.

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#homeschooling

Ordnung ist das halbe Leben.

Mein Mann hat mich im Laufe der Woche etwas aus der Schusslinie genommen. Sie und ich harmonieren in der Freizeit hervorragend, im Alltag anscheinend etwas weniger friedlich. Die beiden haben sich ins Kinderzimmer zurückgezogen, einen Stundenplan ausgearbeitet. Von neun bis zehn Schule. Pause. Gitarre bis zum Mittagessen, dann eine Sporteinheit. Hört sich in der Theorie ganz gut an, klappt in der Praxis weniger gut. Nicht bedacht wurde, dass wir Frühaufsteher sind. Was mache ich mit ihr von sechs bis neun? Laufen die Teletubbies eigentlich noch? Kasperletheater? Und was soll diese Sporteinheit nach dem Mittagessen? Er ist doch der Fußballer in der Familie. Jetzt steh ich im Tor, von 13 bis 14 Uhr. „Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.“ Danke, Hans Krankl, jetzt verstehe ich das!

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#klopapierchallange

Ein Lichtblick.

In meinem Job bin ich ja eigentlich ganz gut. Planen, organisieren, diplomatisch verhandeln. Müsste doch daheim auch machbar sein. Also hab ich das Ruder wieder übernommen und was soll ich sagen, wir haben uns eingegroovt.  Der Stundenplan ist jetzt der bitteren Realität angepasst. Lustig ist das Zigeunerleben in der Früh. In der Unterhose auf der Couch frühstücken ist in Zeiten Coronas bereits liebgewonnene Gepflogenheit. Den Gitarrenunterricht hat dank WhatsApp Videotelefonie wieder der Gitarrenlehrer übernommen und unsere sportlichen Aktivitäten haben wir meinen Vorlieben angepasst. Ich sag nur, Inline Skaten wird wieder modern! Mein absolutes Highlight der Woche: Ich war heute im Supermarkt. Noch nie hab ich mich so sehr darauf gefreut. Noch nie hab ich mich so sehr darauf vorbereitet. Man (Frau) soll ja nur gehen, wenn es absolut nötig und wichtig ist. Nicht wegen jeder Kleinigkeit losrennen. Und es war wichtig, wirklich. #DERWEINWARLEER Thank God, it´s friday.

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#gitarrenunterricht dank WhatsApp