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Events | 03.03.2015

Was wünschst Du Dir zum Frauentag?

Pfeif auf die Fee, die nur einen einzigen freien Wunsch gewährt! Beim Thema Gleichberechtigung sind weltweit noch zahlreiche Wünsche offen. Die Niederösterreicherin fragte bei den Musical Mamis nach.

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Monika Ballwein, Sängerin und Vocalcoach, Mama eines Sohnes: In erster Linie wünsch ich mir, dass es den expliziten Frauentag eigentlich nicht mehr geben müsste! Denn das würde heißen, dass es keine Ungerechtigkeiten mehr gibt. Alleine immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen die gleichen Chancen haben sollten, die gleichen Gehälter oder ähnliches, zeigt dass es noch ein weiter Weg dahin ist. Aber die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass es zumindest ein steter, wenn auch langsamer Weg in die richtige Richtung ist. Meine Aufmerksamkeit gilt – weil ich auch selber davon betroffen bin – speziell den selbstständigen Müttern. Dieser Spagat zwischen Kinderbetreuung und Arbeitsmarkt ist nur mit einem guten privaten Netzwerk zu bewältigen.(© Matematika)

Es waren Frauen in den USA, die Anfang des 20. Jahrhunderts für das Wahlrecht auf die Barrikaden stiegen. Die Initiative schwappte rasant auf Europa über – bis heute wird weltweit am 8. März der Frauentag begangen. Ein Feiertag im klassischen Sinne ist er freilich nicht; er ist gewissermaßen ein „friedlicher Kampftag“ gegen jede Diskriminierung von Frauen und Mädchen – unter anderem gegen Kinderheirat, gegen weibliche Genitalverstümmelung oder gegen ungleiche Entlohnung.

Frauen, die sich für andere Frauen stark machen, sind auch die „Musical Mamis“. Unter diesem Titel wird seit einem Jahrzehnt eine besondere Benefizgala zelebriert. Viele Stars, die selbst Kinder haben, darunter auch die Niederösterreicherinnen Monika Ballwein und Caroline Vasicek-Pfeifer, engagieren sich dabei für jugendliche Schwangere, die Hilfe brauchen. Heuer gehen „Die Musical Mamis“ im Wiener Metropol mit einem Mix aus Musical-Highlights, Anekdoten und Kabarett-Einlagen über bzw. auf die Bühne. Moderiert von den beiden Vätern Manuel Rubey und Gerald Votava werden etwa Eva Maria Marold, die Kernölamazonen, Lilian Klebow sowie Adriana Zartl auftreten.

Der Erlös kommt der Einrichtung „Young Mum“ zugute, die schwangere Jugendliche und junge Mamis mit ihren Kindern professionell betreut. Die „Musical Mamis“ treten am 9. März, einen Tag nach dem Internationalen Frauentag auf – wir fragten die Stars, was sie sich für eine bessere Frauenwelt bzw. zum Frauentag wünschen...

 

Das wünschen wir uns zum Frauentag
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Lilian Klebow, Schauspielerin und Umweltaktivistin: Ich wünsche mir, dass wir Frauen "outside the box" denken, besser networken, unser Potenzial nutzen ohne uns von den immer noch männlich dominierten Gesellschaftsstrukturen entmutigen zu lassen. Wir haben große Kraft, meistern doch viele von uns Kinder, Haushalt, Karriere und Leben gleichzeitig. Vielleicht ist das ja so "scary" an uns Frauen, dass wir so viel Kraft haben und immer alles irgendwie möglich machen? ;-)) (© feelimage, felicitas matern)
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Tania Golden, Schauspielerin und Sängerin, Mami eines Sohnes: Was wünsche ich mir zum Frauentag... ...dass wir alle erkennen, was daran nicht stimmt, dass wir so einen Tag brauchen... ...dass wir (alle) Mitgefühl mit den Frauen haben, die noch lange nicht so frei und selbstbestimmt leben können, wie sie es sich wünschen würden... ...dass gerechte Bedingungen für Frauen selbstverständlich sind.... ...dass wir das Frausein weiter entwickeln und zu erfüllten, selbstbewussten Menschen werden... Leider klingt mir John Lennons Song immer in den Ohren zu dem Thema: "Woman is the Nigger of the World". Und ich fürchte, der Song stimmt immer noch... Also: Es gibt immer noch Arbeit zu verrichten beim Thema Feminismus... Jede Vernetzung, Solidarisierung und Unterstützung mit und von Frauen wird weiterhin gebraucht... (© Andrea Peller)
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Manuel Rubey, Schauspieler, Vater zweier Töchter: Ich wünsche mir zum Frauentag, dass meine Töchter in ein paar Jahren diesen nur noch symbolisch begehen müssen, weil tatsächliche Gleichstellung herrscht und mensch sich nur noch wundert, dass es tatsächlich bis weit ins 21. Jahrhundert hinein gedauert hat bis völlig Logisches auch selbstverständlich wurde. (© Arnold Pöschl)

Viele weitere Musical Mamis und ihre Visionen findest du in der März-Ausgabe der Niederösterreicherin.

Hier noch die Infos zur Benefizgala:

Die Musical Mamis 2015

Montag, 9. März, 20 Uhr

Wiener Metropol, 1170 Wien, Hernalser Hauptstraße 55.

Eintritt: 30 €, Ticket-Hotline: 01/407 77 407.