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Events | 01.02.2019

Filmpreis für Inge Maux aus Artstetten

Der Österreichische Filmpreis 2019: Eine Gala mit unzählbar vielen bewegenden Momenten.

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"Beste Hauptrolle" Ingrid Burkhard, "Beste Nebenrolle" Inge Maux (© Viktória Kery-Erdélyi)

Aufstehen gegen Hass und Hetze – das hatten viele Reden an dem Abend zum Inhalt. Und dann stand Inge Maux auf der Bühne. Die 74 Jahre junge Mimin kam, um ihren Preis als Beste Nebendarstellerin (Beste Nebenrolle: Anton Noori) entgegenzunehmen. Sichtlich gerührt stand Inge Maux im Rampenlicht. Herzzerreißend echt hatte sie Schmerz und Wut einer Jüdin in "Murer – Anatomie eines Prozesses" gespielt. Sie bedankte sich für den Preis. "Keine Rede", sagte sie, "aber ich singe euch ein jiddisches Lied." Hunderte Kreative im prachtvollen Wiener Rathaus, eine singende auf der Bühne – das war einer der vielen besonderen Momente bei der Gala des Österreichischen Filmpreises. Nicht weniger berührend war der Auftritt der 87-jährigen Ingrid Burkhard, die für "Die Einsiedler" als Beste weibliche Hauptrolle geehrt wurde. "Ich freue mich, in einem Saal voll aufmüpfiger Individualisten zu sein, aber wir wissen ja, dass wir einer Meinung sind. Ihr müsst auch mit den anderen reden", sagte sie. als Bester männlicher Schauspieler nahm Laurence Rupp ("Cops") die von Valie Export gestaltete Trophäe entgegen. Bester Spielfilm ist "Murer – Anatomie eines Prozesses", Bester Dokumentarfilm wurde "Waldheims Walzer" und als Bester Kurzfilm wurde "Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin" gewürdigt.

 

Momentaufnahmen der Gala im Wiener Rathaus
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"Bester Schauspieler" Laurence Rupp, Ursula Strauss, Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films (© Robert Newald)
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Die Preisträger: Österreichischer Filmpreis 2019 (© Julia Sternthal)
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Peter Simonischek verlas Martin Pollacks Rede (in voller Länge nachzulesen auf der Website der Akademie des Österreichischen Films)
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Mnozil Brass, Ursula Strauss, Regisseur Michael Sturminger (© Viktória Kery-Erdélyi)
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Prominente Gäste: Franziska Weisz, Maddalena Hirschal, Hilde Dalik (© eSeL/Lorenz Seidler)

Die Schauspielerin Caroline Peters führte gemeinsam mit ihrem Kollegen Nicholaus Ofczarek charmant und entspannt pointiert durch einen Abend, der einen winzigen Einblick in das riesig vielfältige Repertoire filmischer Arbeiten in Österreich bot. Wenngleich diese Filme im Vorjahr in den Kinos (an)liefen, so wurde in den Reden einmal mehr vor Augen geführt, wie viel Engagement und Durchhaltevermögen das Realisieren der Projekte abverlangt. Bis zu einem Jahrzehnt haben manche Ideen oder Bücher auf dem Buckel. An Aktualität büßten sie nichts ein. Im Gegenteil. Wie beispielsweise "Styx", der die Geschichte der Notärztin Rike erzählt, deren Segelurlaub jäh eine Wende erfährt, als sie mitten auf hoher See einem maroden, mit Menschen völlig überladenen Fischerboot begegnet …

16 Preise wurden an dem Abend verliehen, den Michael Sturminger, ebenso Intendant der Sommerspiele Pertchtoldsdorf, inszenierte. Den festlichen musikalischen Rahmen steuerte die Bläsercombo Mnozil Brass bei, als Szenenbildner wirkte Hubert Klausner.

Die Gala der Akademie des Österreichischen Films richtete das Scheinwerferlicht ebenso auf viele Menschen, die dieses im Wortsinn nicht gewohnt sind. Mit charmant zusammengekniffenen Augen dankten Kreative aus den Departments –

Regie (Wolfgang Fischer: "Styx")
Drehbuch (Wolfgang Fischer, Ika Kürzel: "Styx"),
Kamera (Klemens Hufnagl: "Die Einsiedler"),
Kostüme (Tanja Hauser: "Angelo"),
Maske (Anette Keiser: "Angelo"),
Musik (Bernhard Fleischmann: "L'Animale"),
Schnitt (Monika Willi: "Styx"),
Szenenbild (Andreas Sobotka, Martin Reiter: "Angelo"),
Tongestaltung (Claus Benischke-Lang, Thomas Pötz, Sebastian Watzinger: "Cops") –

für die Würdigung als jeweils Beste des Jahres.

http://www.oesterreichische-filmakademie.at

Fotorechte:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/