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Events | 16.09.2019 Entgeltliche Einschaltung

Spionage! 39 Fälle

Seit Anfang September beleuchtet eine Sonderausstellung im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich die geheimnisumwitterte Welt der Verräter, Spitzel und Agenten.

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Mata Hari (1876-1917). Exotik und Erotik waren die Markenzeichen der holländischen Künstlerin und Doppelagentin. Während des Ersten Weltkriegs spionierte sie für Deutschland und Frankreich. 1917 wurde sie hingerichtet. (© Shutterstock)

Sie agieren im Schatten: der Offizier, der sich von der Gegenseite kaufen lässt, die spionierende Tänzerin, der Whistle­blower, die Fallschirm­agentin. Sie tun es aus Überzeugung, für Geld oder ohne es zu wissen.  Sie bewegen sich zwischen Geheimnis und Tarnung, Verrat und Heldentum.

Von der Antike bis zur Gegenwart. Ja, James Bond kommt auch vor. Ihm wäre das Los des Pilgers Koloman erspart geblieben. Denn jener konnte sich hierzulande nicht verständigen und sah fremd aus. Spionageverdacht! Er endete als  Märtyrer, wurde heiliggesprochen und Landespatron.  
Immer wieder hatte man alle Hände voll zu tun mit Geheimbünden, Illuminaten, Verschwörern, Staatsfeinden. Zu fragwürdiger Berühmtheit brachte es der Nachrichtendienst der Staatskanzlei Metternich mit einem System aus Polizei, Spitzeln und Zensur. Ein Jahrhundert später sammelte die Stasi Geruchsproben von Dissidenten. Legendär wurde die Chiffriermaschine der Nazis, die Enigma. Aber schon gut 250 Jahre davor entwarf der Universalgelehrte Leibnitz sein Verschlüsselungsmeisterwerk. Vor fünf Jahren wurde es nach seinen Plänen auch gebaut.

Weitere Fallbeispiele: der Abschuss eines Spionageflugzeugs, die Versenkung eines Greenpeace-Schiffs, Computerspionage, Enthüllungen über Geheimdienstaktivitäten …

39 Spionage-Fälle werden insgesamt dargestellt, illustriert durch internationale und Landesleihgaben. 39? Das ist ein verdeckter Hinweis auf eine Hitchcock-Verfilmung von 1935 nach einem Agentenroman von 1915.

Spionage-Akademie. Für junge Menschen im Museum bietet die Akademie knifflige Rätsel, verschlüsselte Botschaften und eine Menge spannender Aufträge.

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(© HNF Heinz Nixdorf MuseumsForum)

„Datenklo“ (1984).
Der deutsche Hacker Karl Koch belieferte den KGB. Es war der erste Fall von Computerspionage. Mit diesem selbstgebauten Modem hackte er Computernetzwerke.

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(© BMI, SIAK, Foto: Christoph Fuchs)

Chiffriermaschine Enigma (nach 1935).
Sie diente der Wehrmacht zur Verschlüsselung ihrer Funksprüche. Britische Wissenschaftlerinnen  und Wissenschaftler konnten den Code knacken, was zum Sieg der Alliierten beitrug.

30 Jahre Öffnung Eiserner Vorhang

Mehr als ein Symbol des Kalten Kriegs war der Eiserne Vorhang: Mit einer Vielzahl von Ausstellungen und Veranstaltungen wird landauf, landab des historischen Ereignisses gedacht. Mehr dazu unter: www.noel.gv.at/gedenkjahr2019

 

Museum NÖ

Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/908 090 998
6. September 2019 bis 19. Jänner 2020, Di. bis So. und Feiertage von 09 bis 17 Uhr
www.museumnoe.at