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Fashion | 29.10.2019

Meine Heimat, meine Tiere, meine Kränze

Niki Osl, die Designerin mit niederösterreichischen Wurzeln, hat die Jahrhunderte alte Tradition der Blumenkränze zum Trend erhoben. Am Tiroler Schindlhof zeigt uns die bezaubernde Marie Haim-Swarovski die neueste Kollektion von „miss lillys hats“ – und erzählt uns, welch große Bedeutung ihre Kindheitserrinnerungen an Niederösterreich für ihre Zukunft haben.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider)

Das bin ich

Ich bin inmitten der Tiroler Bergwelt aufgewachsen und gleich nach meinem 18. Geburtstag nach London gezogen. Schon mein Leben lang war ich von der Modebranche fasziniert und durfte meine ersten Erfahrungen in diesem Bereich im Londoner Büro meiner Cousine Nadja Swarovski erwerben, wo ich nach meiner Matura ein Jahr gearbeitet habe. Anschließend habe ich auch mein Bachelorstudium in Management sowieso mein Masterstudium in Marketing in London absolviert. Nach meinem Studium hat es mich in die Ferne gezogen und ich habe ein Jahr bei Modedesignern in New York, Los Angeles, Hongkong und Shanghai gearbeitet. Nachdem ich zwei Jahre für den Tiroler Designer Peter Pilotto in London gearbeitet hatte, habe ich mich entschlossen, mich als Marketingberaterin selbstständig zu machen. Nun unterstütze ich Jungdesigner im Bereich Marketing und PR. Im Moment pendle ich zwischen meiner Heimat Tirol und London. Durch die lange Zeit im Ausland weiß ich Tirol noch mehr zu schätzen – für mich ist es das Paradies – und auch wegen der Liebe zu meinen Pferden verbringe ich wieder die meiste Zeit in meiner Heimat.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider) "Nicht nur die Tierliebe habe ich vererbt bekommen, sondern auch meine Leidenschaft für Mode und Schmuck"

Meine Familie

Die Liebe zu den Tieren und zur Natur habe ich von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Meine Mutter Evelyn reitet seit ihrem siebten Lebensjahr. Bereits mit zwölf hat sie eigene Pferde bekommen, mein Vater Klaus stammt aus einer Bauernfamilie. Nicht nur die Tierliebe habe ich vererbt bekommen, sondern auch meine Leidenschaft für Mode und Schmuck. Durch unser Familienunternehmen war ich von Kindheit an mit diesem Thema beschäftigt und meine Großmutter Hilde war immer meine „Stilikone“. Als kleines Mädchen habe ich viele Nachmittage in unserem internen Swarovski-Schmuckverkauf verbracht und bin dann „gut behangen“ nach Hause gekommen. Für mich kommt meine Familie – besonders meine Eltern und mein Bruder Maximilian – immer an erster Stelle. Auch mit meiner erweiterten Familie habe ich sein sehr großes Glück. Einige meiner Cousinen und Cousins zählen zu meinem engsten Freundeskreis.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider)

Unsere Tiere

Ich bin am Schindlhof inmitten von unzähligen Tieren aufgewachsen und könnte mir ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen. An ihnen schätze ich ihre Treue, ihre ehrliche Zuneigung und ihre Fähigkeit, die Befindlichkeit des Menschen sofort zu erkennen. Als ich im Ausland gelebt habe, habe ich am meisten meine Pferde vermisst. Eines der schönsten Gefühle für mich ist es, nach Hause zu kommen und zu spüren, wie sich auch die Tiere über meine Heimkehr freuen. Derzeit leben bei uns 60 Pferde, darunter die beiden Zebras Helmut und Franco, zwei weitere Esel, vier Schweine, 17 Schafe, eine Ziege, acht Katzen und vier Hunde. Eine besondere Freude ist es, dass unsere Freundin Niki Osl die Patentante unserer Poitou-Eselstute Dolores ist, deren Rasse vom Aussterben bedroht ist. Und es ist so berührend, dass Dolores genauso gerne „singt“ wie die Niki. Irgendwann singen die beiden bei unserem jährlichen, internationalen „Manfred & Hilde Swarovski Gedächtnisturnier“ im Duett.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider)

Meine Stute

Meine Mutter setzte mich schon mit zwei Jahren das erste Mal aufs Pferd – die Liebe zu den Pferden hab‘ ich von ihr! Als ich mit 18 Jahren nach London gezogen bin, habe ich aufgehört, an Turnieren teilzunehmen. Nach meinem Jahr in Asien und Amerika wollte ich vor drei Jahren noch eine letzte Turniersaison machen – bevor ich einen fixen Job in London annehme. Es war geplant, dass ich danach das Thema Reitsport abschließe. Doch dann war die Turniersaison so erfolgreich und ich hatte ich so viel Freude an der Arbeit mit den Pferden, dass ich beschloss, meinen Lebensmittelpunkt wieder mehr nach Tirol zu verlegen und mich wieder mehr aufs Reiten zu konzentrieren. Letztes Jahr hat mir meine Mutter das größte Geschenk gemacht: Sie hat mir ihre Grand Prix Stute Dorina übergeben. Ich bin meiner Mutter so dankbar dafür und auch, dass sie mich beim täglichen Training unterstützt. Mein Vater, der mich immer auf die Turniere begleitet, ist mein bester Glücksbringer. Wenn ich anfange von Dorina zu sprechen, komme ich aus dem Schwärmen nicht heraus. Dorina hat so eine besondere Ausstrahlung, ist bei jedem Training bemüht und das Allerschönste: Ich kann ihr immer zu 100 Prozent vertrauen.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider) "Für mich ist Niederösterreich ein ganz besonderer Ort, mit dem ich wunderschöne Kindheitserinnerungen verbinde.“

Mein Niederösterreich

Schon als Kleinkind hat mich meine Mutter auf Dressurturnier nach Niederösterreich mitgenommen. Wir haben unzählige Turnierwochenenden in Kreuttal, Kottingbrunn, Süßenbrunn, Weikersdorf, Breitenfurt, Ebreichsdorf und am Kronberghof verbracht. Für meine Familie und mich war diese Zeit in Niederösterreich immer wie Urlaub. Ich bin immer sehr gerne nach Niederösterreich mitgefahren und durch die vielen Turnierbesuche bin ich auf den Geschmack gekommen – sie waren mit ausschlaggebend für meinen Kindheitstraum, selbst einmal Dressurreiterin zu werden. Mein erster Start bei einem niederösterreichischen Dressurturnier ist für das Frühjahr 2020 geplant. Es wird für mich ein ganz wichtiges Turnier sein, denn es geht um die Qualifikation für internationale Turniere. Auch aus diesem Grund darf unser jährlicher Familienausflug in die malerische Wachau – einer unserer absoluten Lieblingsplätze in Österreich – nicht fehlen.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider) "Niki Osls Kränze sind echte Eyecatcher und verwandeln jedes Outfit in etwas Besonderes!"

Meine Dirndl, meine Kränze

Für mich ist Mode Freude – die Freude etwas zu tragen, mit dem man sich selbstbewusst und schön fühlt! Und am meisten Selbstbewusstsein bekomme ich, wenn ich ein Dirndl trage. Als Tirolerin zählt es natürlich zu meinen Lieblingsoutfits, denn kaum ein anderes Kleidungsstück betont die femininen Vorzüge so perfekt wie ein Dirndl. Am liebsten trage ich meine Dirndl natürlich mit einem Blumenkranz von Miss Lillys Hats. Es macht mich sehr stolz, von so einem schönen Produkt Markenbotschafterin zu sein, denn Nikis Kreationen sind weltweit einzigartig! Ich kenne keinen anderen Designer,  der solche Blumenkränze herstellt. Alle Stücke sind sehr aufwendig gearbeitet. Niki verwendet hauptsächlich Vintage-Blumen von 1850 bis 1970, die alle restauriert und dann in Handarbeit zum Kopfschmuck verarbeitet werden. Diese Liebe zum Detail und zur Qualität sieht man dann auch im Endprodukt.

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(© TIERLICHT/Clemens Schneider)

Mein soziales Engagement

Mein Herzensprojekt ist der Verein „Tugende Together“. 2014 wurde der Verein mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in Uganda auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, von meinem engen Freund Manuel Lackmaier gegründet. Seit meinem ersten Besuch in Uganda im Herbst 2016 bin ich selbst Mitglied im Verein (www.tu-to.org) und bin für Eventorganisation zuständig. Auch in Zusammenarbeit mit anderen Events lukriere ich Gelder, um den Bau der eigenen Schule und des Kindergartens zu ermöglichen. Wenn man selbst vor Ort in Uganda war und sieht, wie es den Menschen dort geht, ist es fast unmöglich, nicht mit dem Wunsch nach Hause zu kommen, helfen zu wollen. Der Bau des Kindergartens hat im Herbst 2018 begonnen und die Eröffnung ist schon für November 2019 geplant. Aktuell unterstützt der Verein 104 Patenkinder.

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