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Fashion | 06.04.2020

Clean Chic

Seit 25 Jahren begeistert Michel Mayer aus Niederösterreich mit schlichtem, zeitlosem Design aus feinen, auserlesenen Stoffen in ihren saisonal wechselnden Ready-to-wear-Kollektionen. Ihre außergewöhnlichen Couture-Kreationen erregen sogar bei den Golden Globes Aufsehen. Wir werfen einen Blick in ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2020.

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Schlammfarbenes Mantelkleid € 480. Himbeerfarbener Netzbody € 180 (© Jürgen Hammerschmid)

"Das Material selbst verlangt nach einer Bewegung und wenn man dieser Folge leistet, so ergibt sich wie selbstverständlich eine neue Form, die viel Raum lässt und der Trägerin ein Gefühl von Komfort und Freiheit vermittelt."

Michel Mayer zu ihrer neuen Kollektion

 

Neue Kollektion
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Wickelkleid mit drapierten 3/4-Ärmeln um € 390

(c) Jürgen Hammerschmid

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Cremefarbenes Netzshirt um € 160, nudefarbene Bluse um € 220, Bundfaltenhose um € 320

(c) Jürgen Hammerschmid

Michel Mayer im Fashiontalk

Ihre Mode ist unmissverständlich: klare Linien mit geometrischen Schnitten, die nicht von der Trägerin ablenken, sondern vielmehr ihre Silhouette meisterhaft betonen – dafür starke Farben mit kleinen, effektvollen Details. Kurz: ein Design, das nicht nach Aufmerksamkeit schreit, sondern mit dem überzeugt, was es ist.

 

 

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(© Maria Tsakiri)

NIEDERÖSTERREICHERIN: Michel, Sie zählen seit nunmehr 25 Jahren zu den Top-Designerinnen unseres Landes. Woher nehmen Sie immer wieder neue Inspirationen?  

Michel Mayer: Schlicht aus dem Alltäglichen! Ich gehe viel zu Fuß und nehme die Umwelt wahrscheinlich berufsbedingt anders wahr, da kann schon mal eine Farbzusammenstellung eines Passanten zur Inspirationsquelle werden. Darüber hinaus beginnt bei mir der Designprozess mit dem Material, das ich so lange drapiere, bis es die richtige Form erhält.

Welches sind für Sie die Trends dieses Sommers?

In unserer aktuellen Kollektion sind es einerseits weich fließende Kleider in starken grafischen Mustern und andererseits wiederum strenge Hosenanzüge sowie Wickelkleider im Ton-in-Ton Look.

Ihre Couture-Modelle sorgen auch auf internationalem Parkett für Furore wie etwa bei den Golden Globes. Wie fühlt man sich da als Designerin?

Natürlich ist es eine große Auszeichnung für einen Designer, dass international anerkannte Schauspielerinnen meine Kleider für den roten Teppich wählen und man dadurch eine wesentlich größere Präsenz erzielt. Aktuell arbeite ich gerade an einer Anfertigung für die Schauspielerin Susanne Wuest. Dies ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da durch diese Zusammenarbeit im Laufe der Jahre auch eine starke Verbundenheit entstanden ist.

Große Themen sind auch faire Produktion und Nachhaltigkeit ...

Wir haben den großen Vorteil, dass unsere Kollektion zu 95 Prozent im Haus produziert wird und dies für unsere Kundinnen sichtbar ist bzw. sie in diesen Entstehungsprozess teilweise eingebunden werden. Die Materialien beziehen wir ausschließlich aus der EU, teilweise sogar aus Österreich. 

„Mode ist Avantgarde und zugleich ein Spiegel der Zeit“ hieß es bei der Eröffnung des großen „SHOW OFF.Austrian Fashion Design“ im MAK Museum Wien, wo auch Ihre Mode noch bis Juni vertreten ist. Welche Bedeutung hat für Sie diese Ausstellung?

Ich fühle mich natürlich sehr geehrt, ein Teil dieser Ausstellung zu sein. Nach mittlerweile fast 25 Jahren im Fashion­business war dies auch ein schöner Anlass, alte Kollektionen Revue passieren zu lassen und geeignete Modelle für diese Ausstellung zusammen zu stellen.

 

Neue Kollektion
Bild 2004_N_Modeshooting-7.jpg

Blazer und Mantel aus Meshmaterial. Blazer um € 320, Mantel um € 460, schmal geschnittene Satinhose um € 290

(c) Jürgen Hammerschmid

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Spaghettiträgerkleid rückenfrei um € 520

(c) Jürgen Hammerschmid


MICHEL MAYER www.michelmayer.at

Shooting: Jürgen Hammerschmid
Model: Viola Stingl    
Haare & Make-up: Patricia Lehner