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Fashion | 31.08.2018

Motorsport...

macht Mode

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© https://pixabay.com/en/f1-car-mclaren-f1-formula-car-3243401/

Leder, Logos, auffallende grafische Muster und leuchtende Farben – die berufsbedingten Zutaten für die Kleidung von Rennfahrern, Motocross-Sportlern und Motorradfahrern sind auf den ersten Blick wie gemacht für den Laufsteg. Doch außer der klassischen Bikerjacke aus schwarzem Leder, die seit den Zeiten von Marlon Brando und James Dean jedem Trend standgehalten hat, sind im Laufe der Jahrzehnte erstaunlich wenige Kollektionen deutlich vom Motorsport beeinflusst worden.

Das ändert sich allerdings inzwischen, und zwar kräftig. Die Marke Puma produziert seit 2012 Kollektionen für Mercedes-Benz und BMW. Mitentscheidend für das Design sind dabei branchentypische neue Technologien, die in die Bekleidung für die Rennstrecke einfließen müssen, um diese so sicher und bequem wie möglich zu machen.

Was die Sportidole auf der Piste tragen, ist auch für Nichtathleten auf der Straße interessant. Abgewandelte Interpretationen halten deshalb ebenfalls in normalen Kollektionen Einzug.

Wo andere Modehäuser dezente Anleihen machen, gibt der amerikanische Designer Tommy Hilfiger Vollgas in Sachen Motorsport und Mode. Seit diesem Jahr sponsert er das Formel-1-Team von Mercedes, und seine Frühjahr-Sommer-Kollektion spiegelte das wieder. In fast jedem Stück der „Tommy x Gigi“ Minikollektion für Damen, die in Zusammenarbeit mit Supermodel Gigi Hadid entstanden ist, war auf dem Laufsteg schwarz-weißes Karo zu sehen – angelehnt an die Startflagge bei Autorennen. Das reichte von kleinen Details bis hin zu engen, karierten Shorts in schwarz und weiß. Der Laufsteg selbst war in Mailand einer Rennpiste nachgebildet, und die vorgeführten Kleidungsstücke standen bei „Boxenstopps“ während der Show zum Verkauf - schnelle Rennen, schnelle Mode.

Der vierfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, der bei der Show in der ersten Reihe saß, ist inzwischen sogar das Gesicht von Tommy Hilfiger Man. Der Brite, der seit 2007 auch modisch zu den Superstars der Rennbranche gehört, repräsentiert eine Mischung aus sportlicher Lässigkeit und zeitlosem Stil.

Wo Hilfiger den Motorsport zum zentralen Thema gemacht hat, gehen andere Modedesigner subtiler an das Subjekt heran. Das Berliner Modekollektiv GmbH verwandelt ausgediente Artikel in neue Modelle und verleiht ihnen so ein zweites Leben. In der Herbst/Winter-Kollektion 2018 waren so unter anderem Motocross-Handschuhe und Hosen aus PVC zu sehen, deren Schnitt an den typischen Formel-1-Rennanzug angelehnt war.

Auch Motorradhelme haben längst das Designer-Auge auf sich gezogen. Die Marke Supreme hat bereits 2016 in Zusammenarbeit mit Simpson den klassischen Kopfschutz überarbeitet und veredelt. Die Kollektion war binnen kurzem ausverkauft.

Vom Rennsport inspirierte Damenmode sagt nicht nur Gigi Hadid zu. Die neue BMW-Motorsport-Kollektion richtet sich mit Jacken, Hoodies und T-Shirts immer stärker auch an die Frauen. Schließlich lieben auch die es schnell und attraktiv.

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