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Fashion | 19.05.2022

Die modischen Ausfälle beim ESC

Man sollte meinen, beim Eurovison Song Contest drehe sich alles um die Musik. Allerdings zeigt ein Blick in die Geschichte des Wettbewerbs, dass eine denkwürdige Performance und entsprechende Outfits ebenso dazugehören. Von skurill und schräg bis edel und glamourös ist alles dabei. Von 1997 bis 2021 wurde für das langweiligste Kostüm sogar der Barbara Dex Award vergeben. Wir wollen uns heute allerdings eher auf die ausgefallenen Outfits konzentrieren. Vom Rüschenhemd über die Uniform bis hin zum Glitzergewand. Hier sind die modischen Besonderheiten des ESC.

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pixabay.com

Guildo Horn im Rüschenhemd

In den 1990er Jahren haftete dem Grand Prix de la Chanson d’Eurovision ein etwas angestaubtes Image an. Stefan Raab alias Alf Igel und Guildo Horn traten 1998 in Birmingham an, um das zu ändern. Mit türkisem Samt-Sakko, Rüschenhemd und lichter Mähne rockte der Sänger mit seinem Hit Guildo hat euch lieb über die Bühne. In Rockstar-Manier kletterte er natürlich auch eine Bühnen-Deko hoch und wagte einen Ausflug ins Publikum. Trotz seines eher fragwürdigen Outfits erreichte Guildo Horn einen respektablen 7. Platz für Deutschland– und natürlich den Barbara Dex Award.

Stefan Raab im Disco-Look

Zwei Jahre später schickte Deutschland abermals einen Beitrag von Stefan Raab ins Rennen. Dieses Mal gab sich der Grand-Prix-Narr selbst die Ehre und groovte sich mit seinem Ohrwurm „Wadde Hadde Dudde Da?“ auf einen starken 5. Platz. Nicht nur der Song kam im funky Disco-Sound daher, sondern auch die Performance. Mit Cowboy-Hut und Disco-Anzug in Weißgold waren Raab und seine Band auf jeden Fall ein absoluter Hingucker in Stockholm.

Die Ukraine vom anderen Stern

Mit ihrem Erfolg vor wenigen Tagen in Turin sicherte sich die Ukraine zum dritten Mal den ersten Platz beim Eurovision Song Contest. So extravagant wie 2007 zeigte sich das osteuropäische Land allerdings nicht. Damals trat Verka Serduchka im wilden Space-Oufit an und stürmte auf den zweiten Platz. Generell gehört die Ukraine zu den erfolgreicheren Ländern in der Geschichte des ESC. Wie Betway Casino in einer interaktiven Karte zum ESC zeigt, gab es seit der ersten Teilnahme im Jahr 2003 drei Siege, zwei zweite Plätze und einen dritten Platz. Nach dem Erfolg von Kalush Orchestra vor wenigen Tagen wird der ESC 2023 also zum dritten Mal in der Ukraine ausgetragen.

Das waren die verrücktesten Auftritte 2022

Während der Siegerbeitrag von 2022 vor allem musikalisch überzeugte und am Ende auch ein politisches Statement für den Frieden setzte, waren dieses Jahr natürlich auch wieder ein paar skurrile Performances dabei. Da wären beispielsweise die Norweger von Subwoolfer, die nur mit Wolfsmasken aufgetreten sind. Besonders interessant war auch der Auftritt der Serbin Konstrakta. Die von der Presse als „serbische Lady Gaga“ gefeierte Künstlerin überraschte mit einer vielsagenden Händewasch-Performance. Weniger subtil, dafür nicht weniger lustig, war der Beitrag aus Moldau. Die Folk-Rock-Nummer erinnerte ein wenig an das osteuropäische Pendant der Beastie Boys. Stefan Raab wäre ob dieser verrückten Performance sicher stolz gewesen.

Auch im kommenden Jahr können sich die Fans sicher sein, dass es wieder ein paar sehenswerte Auftritte geben wird. Immerhin haben Gran Prix Sieger wie Lordi oder Conchita Wurst schon vor Jahren bewiesen, dass eine ungewöhnliche Performance kein Hindernis auf dem Weg zum Sieg sein muss.