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Fashion | 15.01.2018

Schmerzfreier Höhenflug

Topmodel Kerstin Lechner (35) ist bereits für Labels wie Prada, Miu Miu und D&G vor der Kamera gestanden. Jetzt zieht es die modeaffine Niederösterreicherin, die in L.A. lebt, wieder vermehrt in die Heimat zurück, wo sie für das Schuhlabel „softHeels“ die hollywoodreife und vor allem schmerzfreie „Rodeo Drive Collection by Kerstin Lechner“ in Szene setzt.

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© Heli Mayr

Gerade aus ihrer Wahlheimat Los Angeles eingeflogen, treffen wir Model und Schauspielerin Kerstin Lechner im Studio von Heli Mayr in Linz. Begeistert führt sie uns die frisch aus Mailand eingetroffene „Rode Drive Collection by Kerstin Lechner“ von softHeels vor. Rein optisch können es die glamourösen Modelle locker mit Louboutain oder Jimmy Choo aufnehmen. Das Besondere an den softHeels  ist allerdings, dass sie schmerzfrei sind. Die Idee zu dieser bahnbrechenden Entwicklung hatte übrigens ein Mann. Eine Kollegin brachte den gelernten Wiener Werber Roman Haidinger auf die Idee, schmerzfreie High Heels zu entwickeln. Und mit softHeels ist es ihm gelungen, Frauen beim perfekten Auftritt zu unterstützen. Nun holte er sich mit Kerstin Lechner eine Frau ins Boot, die in der Modewelt zu Hause ist.  Im Interview erzählt die schöne Niederösterreicherin, was ihre erste Kollektion auszeichnet und warum sie mit ihrem Namen hinter softHeels steht.

 

Frau Lechner, Sie haben die Modeschule Krems absolviert, waren und sind international als Model und Schauspielerin äußerst erfolgreich und beglücken uns nun mit High Heels, die schmerzfrei sind. Wie das?

Dazu muss ich gleich einmal vorwegnehmen, dass ich die Modeschule nicht fertig gemacht habe. Nach dem vierten Jahr habe ich mich dazu entschlossen, meine Schullaufbahn zu beenden. Damals habe ich in Wien einen Modelcontest gewonnen und bin gleich danach nach Mailand gegangen, wo meine Karriere voll losgestartet ist. Prada und Miu Miu waren zum Beispiel Kunden, die mich von Anfang an als Model regelmäßig gebucht haben. Schon damals habe ich gemerkt, dass mich Mode, Design und Accessoires extrem faszinieren. Und jetzt sind es halt High Heels (lacht).

 

Dabei handelt es sich aber nicht um herkömmliche High Heels, sondern um welche, die schmerzfrei sind. Ein Traum für uns Frauen – aber wie ist das möglich?

Ein spezieller Polster im Fersen- und Zehenbett erleichtert es uns Ladys, auch im Alltag in hohen Schuhen bequem und schmerzfrei durchs Leben gehen zu können. Als ich softHeels das erste Mal probiert habe, kannte ich das Konzept überhaupt nicht. Mir haben das Design und der Schnitt der Schuhe extrem gut gefallen. Nach mehrmaligem Tragen war ich vom Komfort vollauf begeistert.

 

Wie kam es dazu, dass Sie eine eigene Kollektion entworfen haben?

Von Berufs wegen und auch privat liebe ich High Heels. Da mich softHeels von Anfang an überzeugt haben, hat mich CEO Roman Haidinger ins Boot geholt und wir haben uns entschlossen, eine Limited Edition namens „Rodeo Drive“ auf den Markt zu bringen.

 

Was ist das Besondere an der „Rodeo Drive Collection“? Und warum der Name?

Rodeo Drive ist Kalifornien, Hollywood, Glam und Glitzer. Am Rodeo Drive trifft man auch untertags Frauen, die total gestylt und glamourös sind. Und genau dieses Feeling wollte ich mit der neuen Kollektion, die als Limited Edition bis April 2018 erhältlich sein wird, vermitteln. Der klassische softHeels-Schuh ist sehr businesslike und vor allem in den Farben Schwarz, Navyblue und Rot sowie in Grün- und Brauntönen erhältlich. Bei der „Rodeo Drive Collection“ tragen wir so richtig dick auf. Silber, viel Glitzer, ein traumhaft schönes Weiß und natürlich Gold machen die Schuhe zum absoluten Hingucker mit Star-Appeal. Drei ex­­tra­vagante Modelle tragen sogar die Namen von berühmten Hollywood-Schauspielerinnen und heißen Keira, Jennifer und Blake.

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Bequem in High Fashion: Für die „Rodeo Drive Collection by Kerstin Lechner“ ließ sich die attraktive Niederösterreicherin vom Glamour und Glitzer Hollywoods inspirieren. (© Heli Mayr)

Und ein Modell ist nach Ihnen benannt ...

Ja genau, meine Lieblingsfarbe ist Nude – passt überall perfekt dazu und macht ein unglaublich schönes Bein. Das Modell „Kerstin“ hat auch ein Riemchen um die Fesseln. Das liebe ich, weil es sexy aussieht und zum Cocktail-Event genauso wie ins Büro getragen werden kann.

 

Warum haben Sie sich für eine Limited Edition entschieden?

Die softHeels in Gold, Silber mit Glitzer oder aber auch in Weiß sind Schuhe, die man vor allem zu ganz besonderen Anlässen trägt. Jetzt ist die Zeit der Bälle, Feste und Feiern, Weihnachten steht an und im Frühling wird auch wieder geheiratet. Da passen unsere schmerzfreien glamourösen High Heels besonders gut. Außerdem wollten wir etwas ganz Spezielles haben.

 

Welcher Schuh ist der Bestseller?

In unserer gängigen Kollektion gibt es auch Business-softHeels mit einer Absatzhöhe von sieben Zentimetern. Diese Modelle kommen am besten an und sind mit Sicherheit die Bestseller. Vor allem Frauen ab 50 stehen darauf.

 

Mit fast 400 Euro Verkaufspreis sind softHeels nicht gerade billig ...

Unsere softHeels werden ausschließlich in Mailand produziert und zwar in derselben Factory, in der auch das Schuhlabel „Luciano Padovan“ fertigen lässt. Außerdem bieten wir einen qualitativ hochwertigen Schuh an, der obendrein nicht weh tut. Hohe Qualität und edles Design stehen bei uns an erster Stelle. Das ist auch der Grund, warum unsere Schuhe hochpreisiger sind. Man muss nicht zu Jimmy Choo oder Louboutain gehen, sondern kann ein österreichisches Produkt kaufen, das noch dazu schmerzfrei ist.

 

Wie schaut eure Zielgruppe aus?

Wir wollen uns nicht auf einen gewissen Typ spezialisieren. Jede Frau, die gerne High Heels trägt, egal ob Celebrity oder nicht, soll mit softHeels unbeschwert durchs Leben gehen. Ich habe einen Typ wie Moderatorin Barbara Karlich vor Augen. Eine Frau, die unabhängig ihr Leben meistert, ihr eigenes Geld verdient, bodenständig und zugleich elegant ist.

 

Was muss ein Produkt haben, damit Sie mit Ihrem Namen dahinterstehen?

Ich muss vom Produkt zu hundert Prozent überzeugt sein, dafür muss es natürlich eine Top-Qualität haben.

 

Wird schon an der nächsten Kollektion gearbeitet?

Es ist alles in Planung, aber das ist natürlich noch topsecret.

Funktionieren softHeels auch in Amerika?

Das herauszufinden, ist jetzt meine Aufgabe. In Kalifornien hat man sicher mehr Spielraum und wird auch mit Riemchenschuhen oder Peeptoes Erfolg haben. Alleine schon deshalb, weil man an 365 Tagen schönes Wetter hat.

 

Gibt es softHeels in Österreich nur online oder sind sie auch in Boutiquen erhältlich?

Wir spezialisieren uns rein auf das Online-Geschäft. Die maximale Lieferzeit  beträgt 14 Tage, und man kann die Schuhe 14 Tage nach Erhalt wieder retournieren.

 

Noch ein paar Fragen zu Ihrem spannenden Leben: Haben Sie es jemals bereut, nach Amerika gegangen zu sein?

Nein, ich habe das nie bereut. Ich musste einfach raus, wollte Sprachen und andere Lebensweisen kennenlernen. Modeln und Schauspielen sind mir mehr oder weniger in den Schoß gefallen. Jetzt schließt sich langsam der Kreis und ich weiß, dass Mode mein Ding ist.

 

Sie sind auch Schauspielerin. Wie ist es dazu gekommen?

Ich habe die New York Film Academy abgeschlossen. Dabei ist mir schnell klar geworden, dass ich nicht singen kann und auch nicht die beste Tänzerin bin. Mit dem Broadway hat es also nicht funktioniert (lacht). 2011 hatte ich die große Ehre, bei der Oscar-Nacht auf der Bühne dabei zu sein. Und auch mit Heidi Klum habe ich eine TV-Show gemacht.

 

Sie sind eine Wirtstochter aus Aggsbach-Dorf in Niederösterreich. Wie oft kommen Sie noch nach Hause?

Eigentlich immer, wenn ich in Österreich bin. Meinem Vater interessiert die Model- und Schauspielszene null, und wenn viel los ist, ziehe ich die Schürze an und helfe mit.

 

Können Sie sich vorstellen, wieder einmal ganz zurück nach Österreich zu gehen?

Ja, auf jeden Fall. Alleine schon wegen meiner Familie.