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Lifestyle | 03.06.2015

Lachend überleben Eltern besser

Pointiert und schonungslos beschreiben Birgit und Helmut Moser-Kadlac aus Achau die Zeit, als ihre Welt aus den Fugen geriet. Ein Kraft-Tank-Buch für übernächtigte Menschen und solche, die es noch werden wollen.

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TEAMWORK. Eltern und Autorenpaar Birgit und Helmut Moser-Kadlac (© Jürgen Hammerschmid)

„Bauchpanik & Männerwehen... und die ganz, ganz große Liebe“ (Verlag Berger) entstand im Teamwork: Sie und Ihr Mann schildern abwechselnd die turbulente Zeit des Schwanger- und Elternseins. Wie kam es zu der Idee?
Birgit Moser-Kadlac: Wir wurden von Buchautorin und Herausgeberin Gabriele Hasmann angesprochen und waren sofort begeistert, unseren persönlichen Seiltanz zwischen Bauchpanik und Männerwehen auf Papier zu bringen. Wichtig war uns, dass wir unsere Geschichte schonungslos und ehrlich erzählen dürfen. Der Titel stand schnell fest und beschreibt perfekt, was sich bei Mann und Frau in dieser Ausnahmezeit tut und worin es schlussendlich gipfelt: in der ganz, ganz großen Liebe.

Wie überstehen Sie schlaflose Nächte?
Birgit Moser-Kadlac: Was den Schlafrhythmus unseres Sohnes betrifft, wandeln wir von Phase zu Phase. Ich klopfe auf Holz und sage leise: „Ja, momentan schläft der kleine Mann durch. Aber lasst es uns nicht verschreien!“ Oft ist es nach einer schlaflosen Nacht extrem schwer, die Augen offen zu halten. Noch dazu, wenn man wie ich täglich im Job steht. Aber da wir uns als Paar unterstützen, schaffen mein Mann und ich diese hangover-ähnlichen Tage, wo wir wie Zombies herumlaufen, ganz gut. Irgendwann gibt’s die Rache frei Haus – spätestens wenn Tristan nach einer harten Partynacht mit 18 so richtig ausschlafen möchte.

Es kursiert der Spruch „Wer keine Kinder hat, kennt seine Grenzen nicht“ – Was treibt Sie zur Weißglut?
Birgit Moser-Kadlac: Ich bin von Haus aus ungeduldig und mein Sohn reizt das gerne aus. Mit Kindern wird man zum absoluten Grenzgänger! Zur Weißglut treibt mich, wenn Tristan zum vierzigsten Mal „Mama“ ruft und dann am Ende keinen wirklich Grund dafür vorweisen kann. Mein Kleiner und ich testen quasi gleichzeitig, wo unsere Grenzen liegen.

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FAMILIENGLÜCK. Mit Tristan (© Privat)

Wie überleben Sie paarweise – ist Ihnen Zeit zu zweit wichtig?
Birgit Moser-Kadlac: Absolut! Mein Mann und ich haben uns gerade mal ein Jahr gekannt, als Tristan zur Welt kam, daher gab es weder Alltag noch gemeinsame Urlaube. Wir sind mit unserem Sohn zur Familie und als Paar gewachsen und gereift. Umso stärker achten wir darauf, dass wir nicht nur Mama und Papa sind, sondern auch das Liebespaar Birgit und Helmut. Wir haben das Glück, dass meine Eltern und motivierte Babysitter uns hierbei zur Seite stehen und uns Paarauszeiten ermöglichen.

Haben Sie sich verändert, seit Sie Eltern sind?
Birgit Moser-Kadlac: Ich habe tatsächlich vom unsterblichen, sorglosen Highlander-Status ohne Verantwortung zum Muttertier mutiert, dass tausend Fragezeichen im Kopf hat, überall Gefahren sieht und bei sentimentalen Gedanken nahe am Wasser gebaut ist. Und auch wenn es Männer nicht gerne zugeben, bei meinem Mann ist es ebenso. Lustig wird es, wenn man Züge der eigenen Eltern bei sich erkennt. Als ich das erste Mal zu Tristan gesagt habe „Nein heißt nein!“, hatte ich meine Mutter vor Augen und musste lächeln. Ich merke außerdem, dass ich konservativer bin, als ich je geglaubt hätte, aber ich steh‘ dazu.

Zum Schluss des Buches grübeln Sie über ein Geschwisterchen für Tristan...
Birgit Moser-Kadlac: Das Schicksal hat es gut mit uns gemeint, denn wir waren gerade in den letzten Zügen zum Buch als mein Schwangerschaftstest positiv war. Tristan wird im Spätsommer vier Jahre alt und ein großer Bruder. Ob das Buch fortgesetzt wird, steht in den Sternen. Nur eines weiß ich ganz bestimmt: „Beim zweiten Kind ist alles anders.“

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Bild Bauchpanik & Männerwehen Cover (c)Verlag Berger.jpg
(© Verlag Berger)