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Lifestyle | 05.08.2015

Seerosenbrücke goes Seufzerbrücke

Zauberhafte Touristenattraktion in Tulln: Vielleicht geht auch dein Wunsch in Erfüllung!

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Häkeln für den guten Zweck: Birgit Geissler (© Fotografie Hoch 2 / Richarda Schmeißer)

Sie war die starke Frau an seiner Seite. Die Frau, die das Organisatorische, die Presse- und Kommunikationsarbeit übernahm, damit sich der Tullner Anton Floh ganz auf seine Mission konzentrieren konnte: Birgit Geissler stärkte jenem Mann den Rücken, der vergangenes Jahr als erster Österreicher den Ärmelkanal durchschwamm. Dabei schöpfte auch sie Inspiration für eine besondere Initiative: "Wir warteten viele Wochen auf das ideale Wetter, verbrachten sehr viel Zeit in Dover und Folkestone. Ebendort habe ich eine Sehenswürdigkeit entdeckt, in die ich mich sofort verliebte: ein langes Geländer übersät mit gehäkelten roten Mohnblumen zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges", schildert Birgit Geissler. Das zauberhafte Pendant hat sie mittlerweile in Tulln verwirklicht – und zwar in Hunderten Stunden ehrenamtlicher Arbeit und für einen guten Zweck.

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Mehr als 2000 Seerosen brachte sie schon zur Brücke (© Fotografie Hoch 2 / Richarda Schmeißer)

Ihre Idee: "Für eine Spende von mindestens 1 Euro kann man aus dem Spender eine gehäkelte Seerose entnehmen und sie auf der Seerosenbrücke festmachen – dabei denkt man vielleicht an den größten Wunsch, an eine geliebte Person oder daran, wofür man dankbar ist", beschreibt Birgit Geissler. Gestartet wurde das zauberhafte Projekt am 8. Mai 2015 – zum Gedenken an den 70. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs sponserte die Stadtgemeinde Tulln prompt 300 Seerosen. Viele Hunderte Blumen wurden seither an der Seerosenbrücke angebunden; einige warten noch auf Paten. "Auch Firmen können sich gerne beteiligen – als Dankeschön transportieren wir ihre Namen etwa via Facebook", sagt Birgit Geissler.

 

Seerosenbrücke Tulln
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Zauberhafte Touristenattraktion in Tulln
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...begeistert schon die Kleinsten ;-)
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Viele Hunderte Stunden ihrer Freizeit investiert Birgit Geissler in das Projekt (© Fotografie Hoch 2 / Richarda Schmeißer)

Knapp 3000 Seerosen wurden bisher gehäkelt; seit einiger Zeit unterstützen sie dabei ihre Freundinnen Barbara Bauer,
Helga Trabelsi und Susanne Trautenberg. Seit dem Start des Projekts pilgern Birgit Geissler oder ihr Lebensgefährte Anton Floh praktisch jeden Tag zum kleinen Spender an der Brücke, um ihn mit frischen Blumen aufzufüllen und um die Spenden gewissenhaft zu entleeren. Eingezahlt wird jeder Cent an ein von der Oberbank zur Verfügung gestelltes Projektkonto. Genau ein Jahr nach Beginn, also am 8. Mai 2016, will sie das gesammelte Geld entweder einer Familie, die einen plötzlichen Schicksalsschlag erfahren musste, oder einem schwer kranken Kind für seinen Herzenswunsch überreichen. Übrigens: Nicht nur Paten & Spender sind willkommen, auch im Projektteam wäre Birgit Geissler für zuverlässige Unterstützung dankbar (Email an: [email protected]).