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Lifestyle | 09.06.2015

Essen to go

Fürs Büro, fürs Picknick – Gastrosophin Martina Schurich verrät uns köstliche Rezepte

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Sandwich-Kunst by Martina Schurich (© Martina Schurich)

Gastrosophin Martina Schurich genießt ihr Essen, wo immer Sie is(s)t. Ständig auf Achse zwischen Österreich und England, wo sie seit drei Jahren mit einem Farmer und zwei Kindern zwischen London und Cambridge lebt, weiß sie über die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Möglichkeiten, Mittag zu essen, gut Bescheid. Hierüber erschienen ihre Bücher „Essen to go“ und „Suppen machen glücklich“ mit wunderbar einfachen und köstlichen Rezepten, die zum Selbermachen anregen.

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(© Martina Schurich)

Was hat dich zu deinem Buch „Essen to go“ bewogen?
In England nimmt sich fast jeder sein Mittagessen von zu Hause mit, während ich hier die Erfahrung gemacht habe, dass viele unsicher sind, wie sie sich zu Mittag gut, gesund und ausgewogen ernähren sollen. Offensichtlich ist das Bedürfnis nämlich ein anderes als die obligaten Angebote beim Metzger oder das Wurstsemmerl an der Theke des Supermarktes. Es macht sich aber kaum jemand die Mühe, seine Reste vom Vorabend einzupacken …

Du hast daher ein fünfmonatiges Projekt gestartet, und dich in die Küche gestellt ...
Genau. Ich wollte herausfinden, was man hierzulande zu Mittag braucht – im Unterschied zu den Engländern. Also habe ich meine Küche geöffnet und täglich für 15 bis 30 Personen gekocht. Da ging‘s recht turbulent zu! Am Ende habe ich von meiner Familie, Freunden und Bekannten dann ein Feedback erhalten. So konnte ich ihre Bedürfnisse herausfinden, wie sie gut gesättigt über den Nachmittag im Beruf kommen, ohne eine Müdigkeits- oder Heißhungerattacke auf Süßes zu bekommen. Daraus haben sich dann Rezepte für eine frische, mit vielen Kräutern verfeinerte Küche für Fleischliebhaber wie auch für vegane Anhänger ergeben, die zugleich aber alle Sinne befriedigt – denn das ist ganz wichtig. 

Worauf ist bei einem Essen für unterwegs besonders zu achten?
Auf die Verpackung. Es darf nichts auslaufen. In jedem Haushalt gibt es viele Materialen, mit denen man ganz schnell, spontan und sicher Essen einpacken kann, wie Folien, Backpapier, Schraubflaschen oder auch große Honiggläser. Ich persönlich bin kein Freund von Tupperware, denn ich schmecke immer das Plastik, besonders je öfter sie im Geschirrspüler waren. Außerdem sollte man überhaupt ein bisserl lässiger sein; oft reicht ein Korb, in den man Dinge gut stellen kann. Also, Fantasie und Nonchalance sind gefragt. (Lacht)

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Essen to go, Mehr als 80 Rezepte je nach Angeboten der Jahreszeit. ISBN 978-3-86362-021-9

Pikanter Gerstensalat – mit Spargel & Mozzarella

 

 

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(© Martina Schurich)

Für 2-3 Portionen

75 g Gerste

30 g Hirse

3 kleine Frühlingszwiebeln

eine halbe Zitrone

1 Chilischote

150 g weißer oder grüner Spargel

7 EL Olivenöl

125 g Mozzarella

Salz

Pfeffer aus der Mühle

2 EL frisch gehackte Petersilie

1 EL frisch gehackter Dill

einige Blättchen Basilikum

Zubereitung

Gerste und Hirse in einem Sieb unter fließendem Wasser waschen, getrennt oder zusammen in kochendem Wasser nach Packungsanleitung weich garen. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und fein hacken. Die Zitrone halbieren und mit einem scharfen Messer schälen. Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Chili waschen, längs halbieren, vom Stiel befreien, nach Wunsch entkernen und in feine Ringe schneiden. Je nach Verwendung den grünen Spargel waschen oder den weißen Spargel schälen, die holzigen Enden jeweils abscheiden. Etwa 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstangen mit dem Chili bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten, bis der Spargel noch bissfest, aber weich ist. Dabei mehrmals wenden und zuletzt etwas salzen.

Gerste und Hirse abgießen, in eine Schüssel geben und zum Abkühlen gelegentlich durchrühren.

Den Mozzarella in Scheiben oder Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln und das Fruchtfleisch der Zitrone mit dem Chili aus der Pfanne und etwas Salz unter die Gerste-Hirse-Mischung rühren.

Auf einen Teller oder in einen Behälter geben, darauf den Mozzarella verteilen und obenauf den Spargel legen. 4 EL Olivenöl mit Salz, Pfeffer, Petersilie, Dill und Basilikum verrühren und das Dressing über den Spargel träufeln.

 

Gazpacho – mit Wassermelone (vegetarisch)

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(© Martina Schurich)

Für 2 Portionen

250 g Wassermelone

(Fruchtfleisch)

1 kleine Zwiebel

1 kleiner roter Paprika

eine viertel Salatgurke

1 große Tomate

1 EL Weiß- oder

Rotweinessig

Salz

1-2 EL Olivenöl

2 Stängel frischer

Basilikum, Petersilie

oder Koriander

2 Stück Ciabatta

Zubereitung

Das Fruchtfleisch der Wassermelone aus der Schale schneiden, entkernen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Paprika waschen, von Strunk, weißen Trennwänden und Kernen befreien und ebenfalls klein schneiden. Die Gurke schälen und in Stücke schneiden. Die Tomate mit kochendem Wasser überbrühen, schälen, vom Strunk befreien und klein schneiden. Melone, Zwiebel, Gurke und Tomate zu jeweils zwei Dritteln in einen Mixer füllen. Essig, Salz und Olivenöl dazugeben. Die Suppe fein pürieren und abschmecken. Die restlichen Gemüsestücke bei Bedarf feiner schneiden und mit der pürierten Suppe vermischen, dabei einige Stückchen für die Garnitur verwenden. Die Kräuter waschen, trocken tupfen, fein hacken und darüber streuen. Das Ciabatta dazu reichen.

Sandwich mit Knusperspeck und Avocadopüree

Für 1 Sandwich

4 Scheiben Bauchspeck

1 reife Avocado

1 EL Quark

1 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 Tomate

2 Scheiben Sandwich- oder Kastenbrot

Zubereitung

In einer Pfanne den Bauchspeck ohne weitere Fettzugabe bei mittlerer Hitze langsam braten, bis das Fett geschmolzen ist und der Speck kross wird. Die Avocado längs halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mithilfe eines Löffels aus der Schale lösen. In einer kleinen Schüssel mithilfe einer Gabel zerdrücken und mit Quark, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Die Tomate waschen und in Scheiben schneiden. Beide Brotscheiben mit dem Avocadopüree bestreichen. Ein Brot zuerst mit den Tomatenscheiben, dann mit dem Speck belegen. Die zweite Brothälfte daraufsetzen und das Sandwich mit einem scharfen Messer in zwei oder mehrere Teile schneiden.

Noch mehr Rezepte verraten wir euch in der Juni-Ausgabe der NIEDERÖSTERREICHERIN – in Deiner Trafik!