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Lifestyle | 15.12.2014

Kein Stress – Mut zur Katastrophe!

Perfektionismus adé! Expertinnen aus NÖ verraten,

    wie du die Feiertage gut über die Runden bringst.

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Die Uhr tickt... Doch wer sagt, dass frau alles allein machen muss? (© Thinkstock)

Gelassenheit und gute Organisation sind die halbe Miete – was Du noch tun kannst, damit die Feiertage möglichst stressfrei über die Bühne gehen, verraten Expertinnen der Frauenberatungsstellen in Niederösterreich. Ab und an mit einem Augenzwinkern.

  • Wenn du nicht nach drei Weihnachtstagen erschöpfter als zuvor sein willst, koordiniere die Termine effektiv: Den Cousin trifft man bei der Oma, die Großtante wird nach den Feiertagen besucht und dem Stiefonkel wünscht man höflich am Telefon „Frohe Weihnachten“.

  • Benenne deine Bedürfnisse klar, deutlich und zeitgerecht – dass Männer die Wünsche von den Augen Ihrer Partnerinnen ablesen können ist ein Mythos.

  • Für Alleinerziehende: Verbringt Weihnachten mit Freunden. Mach Dinge, die dir in der Vergangenheit schon große Freude bereitet haben z.B. geh rodeln und verbring nicht den ganzen Tag in der Küche. Die Kids schlingen auch Pizza runter, bevor sie sich auf die Geschenke stürzen.
  • Tu irgendjemanden, den du nicht kennst etwas Gutes – das wärmt von innen.
  • Wenn der Abend gut läuft, nimm dir ein wenig Zeit, um tief durchzuatmen und dich selbst zu loben.
    Wenn der Abend daneben geht, sieh die Verantwortung bei den anderen.
    Wenn der Abend völlig daneben geht, ruf eine gute Freundin an und geh noch eine Runde mit ihr spazieren.
    Wenn das letzte Weihnachtsfest völlig in die Hose gegangen ist, zieh ernsthaft in Erwägung, Weihnachten gleich mit Freundinnen zu verbringen.

  • Die Firma, der Sportverein, der Chor, ... – alle wollen vor Weihnachten Weihnachten feiern. Da kann man das eine oder andere ruhig streichen. Oder: Zelebriert lieber nach den Feiertagen einen gemütlichen Neujahrsbrunch!
  • Deine Kinder sind schon erwachsen und kommen mit PartnerInnen? Überleg dir, was dich an deinen Schwiegereltern gestört hat – und mach es besser!
  • Werden das ganze Jahr über Konflikte unter den Tisch gekehrt, staut es sich gerade da, wenn alle zusammen sind. Schraube deine Erwartungshaltung über den Weihnachtsfrieden herunter!

  • Überlass nichts dem Zufall. Rechne stets mit dem Schlimmsten. Stimm dich sich schon in der Adventzeit entsprechend ein, in dem du ein kleines Familienspiel spielst: „Worüber werden wir am Heiligen Abend streiten?“ Sei möglichst fantasievoll, greif auf den Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre zurück und plane zusätzliche Ärgernisse ein. („Heuer laden wir deine ganze Verwandtschaft ein – nicht nur deine Eltern!“) Somit sind die schlimmsten Befürchtungen schon im Weihnachtsprogramm inbegriffen – und du kannst nur mehr angenehm überrascht sein, wenn es nicht so schlimm kommt wie vereinbart.

  • Horche in dich hinein, analysiere deine eigenen Bedürfnisse – und kommuniziere sie. Im Idealfall kann sich die Familie vor Weihnachten zusammen setzen, und eine für alle beteiligten gute Strategie für die Feiertage besprechen.

  • Integriere sämtliche Beteiligten in die Vorbereitungen. Du musst definitiv nicht alleine den Laden schupfen.

  • Hab Geduld – manchmal kommt die Gelassenheit, große Familienfeste gut über die Bühne zu bringen mit dem Alter.

  • Mach nichts irgendjemand anderem zuliebe – dadurch entsteht ein Erwartungsdruck (der andere müsse sich doch irgendwann einmal erkenntlich zeigen – tut er aber nicht), der unerfüllt bleibt. Lade die Schwiegermutter nur ein, wenn du sie tatsächlich sehen möchtest.

  • Gestalte dein Leben generell und das Weihnachtsfest im Speziellen nach deinen Wünschen – so wird zumindest eine zufrieden sein.

  • Erwarte keinen Dank von deinen Kindern für Geschenke UND erspar Dir aufwendige Verpackungsdekorationen – die Kleinen fetzen sowieso alles runter, was zwischen ihnen und ihrer Playstation ist.

  • (Besonders) Für Alleinerziehende: Der Winter ist die hohe Strom- und Heizkostenzeit. Übertreiben Sie es nicht bei den Geschenken! Sie haben das Gefühl, Ihre Kinder müssen ohnehin schon zu viel verzichten? Horchen Sie in sich hinein: Welche Erinnerungen sind Ihre schönsten aus Kindertagen? Meistens sind dies gemeinsame Abende, Bastel- und Spielenachmittage, Eislaufen am zugefrorenen See – schenken Sie Ihren Kindern gemeinsame Zeit, gemeinsame Erlebnisse! Eben das kommt immer zu kurz. Und: Sie können dafür Gutscheine basteln, es muss auch nicht alles an drei Weihnachtstagen nachgeholt werden.

  • Verabschiede dich von zwölf verschiedenen Bäckereien, einem fünfgängigen Menü und einem picobello geputzten Haus. Die Devise lautet: Kein Stress! Mut zur Katastrophe!

 

Das Harmoniebedürfnis mag noch so groß sein, Probleme, die sich über das ganze Jahraufstauen, lösen sich zu Weihnachten nicht in Luft auf. In Krisen helfen Expertinnen im ganzen Land.

NÖ Krisentelefon – rund um die Uhr unter: 0800/20 20 16

Frauenhäuser: 02622/88066 (Wr. Neustadt), 07472/66 500 (Amstetten), 02572/5088 (Mistelbach), 02635/68971 oder 0676/5392790 (Neunkirchen), 02742/366514 (St. Pölten)

Verein wendepunkt, Neunkirchnerstraße 65a, Wr. Neustadt, Tel.: 02622/82 5 96, www.wendepunkt.or.at

Frauenberatung Mostviertel, Hauptplatz 21, Amstetten – Scheibbs, Tel.: 07472/63297, www.frauenberatung.co.at

Frauen für Frauen, Hollabrunn – Mistelbach – Stockerau, Tel.: 02952/2182, www.frauenfuerfrauen.at

Frauen- und Familienberatungsstelle, Kassandra, Klostergasse 9/Top 3, Mödling, Tel.: 02236/42035, http://www.frauenberatung-kassandra.at

Frauenberatungsstelle Freiraum, Werkstraße 4/Top 5, Ternitz, Tel.: 02630/3474790, www.frauenberatung-freiraum.at

Frauenberatung Waldviertel, Zwettl – Gmünd – Waidhofen an der Thaya –Horn, Tel.: 02822/52271, www.fbwv.at

Frauenforum, Hans-Kudlichgasse 11/1/1, Gänserndorf, Tel.: 02282/2638, www.frauenforum-gsdf.at

Frauenzentrum St. Pölten, Linzer Straße 16, St. Pölten, Tel.: 0676/30 94 773, www.frauen-zentrum.at

Lilith Frauenberatung, Hafnerplatz 12, Krems, Tel.: 02732/85555, www.lilith-frauenberatung-krems.at

Beratungsstelle Klosterneuburg, Hundskehle 21/5, Klosterneuburg, Tel.:02243/38 118 oder 0699/815 697 96, www.beratungsstelleklosterneuburg.net

Frauenberatungsstelle und Frauenwohngemeinschaft Undine, Tel.: 02252/255036, www.undine.at

Verein menschen.leben, Baden, Tel.: 02252/508 248, www.menschen-leben.at

NÖ Frauentelefon: 0800/800 810 (psychosoziale und rechtliche Beratung auf Deutsch, Tschetschenisch, Russisch, Türkisch und Serbokroatisch). Das Hilfswerk NÖ (Tel.: 02742/249 oder www.noe.hilfswerk.at) betreibt zudem zwölf Familien- und Beratungszentren in NÖ (Amstetten, St. Pölten, Korneuburg, Gänserndorf, Krems, Melk, Waldviertel, Mödling, Baden, Wr. Neustadt, Tulln, Schwechat).

Caritas Rat und Hilfe, Beratung für Familie, Paare und Einzelpersonen in St. Pölten, Amstetten, Gmünd, Horn, Krems, Lilienfeld, Melk, Mank, Neulengbach, Scheibbs, Seitenstetten, Tulln, Waidhofen/Thaya, Waidhofen/Ybbs, Zwettl, www.ratundhilfe.net