Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 14.12.2017

Verenas süße Seite

Sie arbeitet in der Mobilitätsforschung, als sie der Duft von Mamas Keksen wieder einholt: Verena Pelikan sattelt um, studiert wieder – und startet erfolgreich ihren Foodblog „Sweets & Lifestyle“. Nun veröffentlicht die Weinviertlerin ihr erstes Buch. Wir haben eine Kostprobe für Euch.

Bild 1712_N_Genuss_Bloggerin Peli2.jpg
(© Karin & Joe Fotografie)

Die Hoheit in der Küche hatte ganz klar Mama. Doch wenn sich der Duft von Kuchen und Keksen verbreitete, waren Verena Pelikans Finger von klein auf im Spiel. Als Erwachsene und nunmehr im eigenen Haus schrieb sie die süßen Gesetze neu. Während daheim jeden Samstag das Backrohr frische Naschereien beherbergte, kühlt dieses bei der 31-Jährigen kaum aus. „Einen Tag Pause pro Woche brauche ich, damit ich nie den Spaß daran verliere“, lacht Verena Pelikan.
Gemeint ist die Freude am Kreieren von stets neuen Köstlichkeiten – für ihren Foodblog „sweetsandlifestyle.com“. Das bedeutet: Während sich ihr Freund Roman Kraus, seines Zeichens Schnapsbrenner, und Familie über den süßen Output freuen, sitzt die Weinviertlerin schon am Laptop, um frischgebackene Rezepte und Fotos online zu stellen.

Durchbruch mit Kindereis. Den Sprung in die komplette Selbstständigkeit wagte Verena Pelikan Anfang 2017. Seit Kurzem ist ihr Blog „Sweets & Lifestyle“ sogar ein eingetragener Markenname, womit die Ein-Frau-Unternehmerin auch Pionierarbeit hierzulande leistet.
Dabei kommt sie eigentlich aus einer ganz anderen Ecke. Inspiriert durch den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern und den Geografie-Unterricht, studierte sie zunächst Logistik und Transportmanagement. Jahrelang beschäftigte sie sich tagsüber mit Mobilitätsforschung, abends kreierte sie spektakuläre Motivtorten. „Ich habe meine Arbeit geliebt, gebacken habe ich zur Entspannung“, erzählt sie. Im Freundeskreis sind ihre Rezepte längst heiß begehrt, als sie 2010 im Internet auf Foodblogs aus den USA stößt. Wenig später unternimmt sie ihre ersten Gehversuche im Bloggen; 2014 bestärkt sie der „AMA Foodblog-Award“, bei dem sie mit einem Kindereis-Rezept punktet.
„Da wollte ich alles besser, schöner, professioneller machen“, sagt sie und beginnt an der  FH Burgenland berufsbegleitend das Studium „Information, Medien und Kommunikation“. Parallel dazu wechselt sie in eine Online-Agentur und arbeitet stets an ihrem Blog weiter. „Eine anstrengende Zeit, in der ich oft nicht mehr als drei, vier Stunden geschlafen habe.“ Ihre Masterarbeit schreibt sie freilich nicht zufällig über Foodblogs.

Bild 1712_N_Genuss_Bloggerin Peli1.jpg
(© frechverlag / TOPP)

Geling-Garantie. Marillensirupspritzer und bester Schnee von Omas Eiern bis zum Küchenplafond sind die Zeugen ihrer Experimente, während sie unermüdlich an ihrem „sweetsandlifestyle.com“ feilt. Ihr Facebook-Auftritt lockt jede Woche mit bis zu sechs Rezepten zu einem saisonalen Thema, einmal wöchentlich versendet sie einen Newsletter. Ihr Credo bleibt unverändert: „Meine Rezepte sollen für alle nachmachbar und gelingsicher sein.“ Die Zahl der Klicks wächst stetig, ebenso wie die Aufträge von Unternehmen zur Rezept­entwicklung mit ihren Produkten. Da flattert im Winter vergangenen Jahres eine Verlagsanfrage bei ihr ins Haus: für ein Buch über Wintergetränke. „Das war für mich das schönste Weihnachtsgeschenk“, schwärmt Verena Pelikan, die nunmehr stolz ihr kulinarisches Erstlingswerk „Punsch, Glögg & heißer Kakao“ (Topp/frechverlag Stuttgart, 12,99 Euro) in Händen hält. Uns gewährt die raffinierte Rezeptentwicklerin auf den Folgeseiten eine Kostprobe.


www.sweetsandlifestyle.com

Bild 1712_N_Genuss_Bloggerin .8-94.jpg
Gingerbread-Hot-Chocolate (© frechverlag / TOPP)

Gingerbread-Hot-Chocolate

Für 4 Tassen

Zutaten:
750 ml Milch
250 g Sahne
30 g ungesüßtes Kakaopulver
2 EL Zucker
65 g Honig
20 g Lebkuchengewürz

Dekoration:
150 g Sahne
1 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung:
1. Zuerst für die Dekoration die Sahne steif schlagen und kühl stellen. 2. Nun die Gingerbread-Hot-Chocolate zubereiten. Dafür die Milch und die Sahne mit dem Kakao, dem Lebkuchengewürz sowie Honig und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen. Sobald sich Honig und Zucker vollständig aufgelöst haben, das heiße Getränk in die Tassen füllen. 3. Die steif geschlagene Sahne auf die Gingerbread- Hot-Chocolate spritzen oder löffeln. Die Sahne mit dem Lebkuchengewürz bestreuen.
Tipp: Für selbstgemachtes Lebkuchengewürz einfach 15 g gemahlenen Zimt, 1 g gemahlene Nelken, 2 g gemahlenen Kardamom, 1 g gemahlenes Piment, 1 g gemahlenen Koriander, 1 g gemahlenen Ingwer und 1 Msp. gemahlene Muskatnuss gut vermischen.

Bild 1712_N_Genuss_Bloggeri.48-493.jpg
Wintersangria (© frechverlag / TOPP)

Wintersangria

Für 4 Gläser

Zutaten:
750 ml Weißwein
(z. B. Chardonnay)
80 ml Apfelsaft
2 Bio-Orangen
100 ml Apfelbrand
(z. B. Calvados)
1 roter Apfel
2 Gewürznelken
4 EL Zucker
1 Granatapfel
100 g frische Cranberries

Dekoration:
20 g Cranberries und
4 Rosmarinzweig

Zubereitung:
1. Orangen und Apfel heiß waschen und abtrocknen. Den Apfel vierteln, entkernen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden. Die (ungeschälte) Orange ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Granatapfelkerne auslösen (siehe Tipp). 2. Apfel- und Orangenstücke sowie die Granatapfelkerne und die Cranberries in eine Schüssel geben. Den Zucker und die Gewürznelken hinzufügen. 3. Den Apfelsaft, den Apfelbrand und den Weißwein dazugießen. Den Schlüsselinhalt mit einem langen Löffel durchrühren. Anschließend die Sangria an einem kühlen Ort 4 bis 5 Stunden durchziehen lassen. 4. Vor dem Servieren die Gewürznelken herausnehmen. Die Sangria in gekühlte Gläser füllen und jede Portion mit einem Rosmarinzweig und Cranberries garnieren.
Tipp: Um Granatapfelkerne herauszulösen, eine Schüssel mit Wasser füllen, den Granatapfel längs halbieren oder vierteln und unter Wasser die Kerne mit den Fingern aus den Kammern pulen. Die Kerne sinken zu Boden und die bitteren weißen Häutchen steigen an die Wasseroberfläche, von der man sie leicht abheben kann. Danach das Wasser abgießen – die Granatapfelkerne bleiben unten in der Schüssel zurück.

Bild 1712_N_Genuss_Bloggerin .com5.jpg
Rezept vom Blog: Cranberry-Pistazien-Kastenkuchen (© sweetsandlifestyle.com)

Cranberry-Pistazien-Kastenkuchen

Rezept vom Blog sweetsandlifestyle.com

Zutaten:
für 15 Portionen
3 Eier
250 g Staubzucker
1 Prise Salz
2 EL Rum
200 g Joghurt
50 g Sauerrahm
125 ml Öl
400 g Mehl
1 Pkg. Backpulver
150 g Cranberries
30 g Feinkristallzucker
50 g gehackte Pistazien

Glasur:
100 g weiße Kuvertüre
25 g gehackte Pistazien

Zubereitung:
1. Die Kastenkuchenform fetten und mit Mehl bestäuben. Das Backrohr auf
180 Grad vorheizen. Eier, Staubzucker und Salz schaumig rühren. 2. Den Rum, das Öl, das Joghurt und den Sauerrahm dazugeben und das Mehl-Backpulver-Gemisch unterheben. 3. Die Cranberries waschen, trocknen und halbieren. 4. Den Feinkristallzucker zu den Cranberries geben und umrühren. 5. Anschließend die gezuckerten Cranberries und die Pistazien vorsichtig unter den Teig heben. 6. Die Masse in die Kastenkuchenform füllen und ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen! 7. Den Cranberry-Pistazien-Kastenkuchen auf einem Gitter kurz abkühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen.

Glasur:
1. Die weiße Kuvertüre hacken. 2. Zwei Drittel der gehackten Kuvertüre über dem Wasserbad langsam schmelzen. 3. Das letzte Drittel der gehackten Kuvertüre zur geschmolzenen Kuvertüre geben und schmelzen lassen. 4. Die geschmolzene Kuvertüre mithilfe eines Löffels über dem Cranberry-Pistazien-Kastenkuchen verteilen. 5. Die gehackten Pistazien auf der Glasur verteilen.