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Lifestyle | 05.09.2018

Applaus, Applaus

Was war das für ein Theaterfest! Landauf, landab begeisterten uns grandiose Premieren. Ob Oper, Musical, Drama oder unbeschwertes Theater – allerorts gab es Standing Ovations für die vielfältigen Produktionen. Fazit dieses Theatersommers: Besucher-Rekorde und ein Dacapo 2019!

Bella Quijote
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(© Fabian Steppan)
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(© Fabian Steppan)

Bella Quijote.

Text: Angelica Pral-Haidbauer

Da fragt man sich: Wo endet der Traum, wo beginnt das wirkliche Leben? Die bezaubernde Arabella ist in vollkommener Isolation in einem Landschloss aufgewachsen und erwartet nun ähnlich romantische Abenteuer zu erleben wie die Heldinnen ihrer geliebten Romane. Auch heuer stand der Verein „ergo arte“ mit seinem neuesten Theaterprojekt wieder auf der einzigartigen Bühne im Schloss Artstetten und brachte mit der wunderbaren Komödie „BELLA QUIJOTE – Ein Luftschloss für eine Lady und zwei Tausendsassas“ den berührend witzigen Text von Charlotte Lennox, nach einer freien Bearbeitung des Don Quijote-Themas aus dem Jahre 1752, zum Publikum. Dieser Theaterabend, fragil und humorvoll, strapaziert die Lachmuskeln und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Voller Leichtigkeit und Neugier wechseln die drei Schauspieler ihre Rollen im Minutentakt und stellen die vielen Figuren der Geschichte dar. In der kongenialen Regie von Peter Pausz spielen David Czifer, Max Mayerhofer und Tina Pilgerstorfer.

Noch zu sehen bis zum 15. September!
Vorstellungen: Jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag, 19 Uhr, im Schloss Artstetten,
Infos: www.ergoarte.com,
www.schloss-artstetten.com

Musical Pur auf der Felsenbühne
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ÜBERZEUGEND. Cassandra Schütt (Éponine), Lukas Weinberger (Marius) (© Rolf Bock)
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Darius Merstein-Macleod (Valjean), Steffi Regner (Cosette), Werner Auer (Javert) (© Harald Schillhammer)
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KLEINE ROLLE, GROSSE LEISTUNG. Nils Bolt als Gavroche (© Harald Schillhammer)

Musical Pur auf der Felsenbühne

Text: Viktória Kery-Erdélyi

Reduziertes Bühnenbild, wenig Requisiten und Spezialeffekte. Durchaus wohltuend: Von Effekthascherei konnte bei der diesjährigen Produktion für die Felsenbühne Staatz kaum die Rede sein. Vielmehr schien man bei „Les Misérables“ die Energien für Musik, Gesang und Darstellung zu bündeln; das Publikum durfte eine bis zum Schluss fesselnde Inszenierung – Regie führte Intendant Werner Auer – mit einem großartigen Ensemble erleben. Besonders stachen dabei Cassandra Schütt als Éponine und der erst zwölf Jahre alte Wolkersdorfer Nils Bolt als Gavroche hervor. Alle Vorstellungen waren ausverkauft, sogar ein Zusatztermin wurde eingeschoben.
2019 steht eine österreichische Erstaufführung auf dem Programm: „Der Graf von Monte Christo“, ein Musical von Frank Wildhorn und Jack Murphy.

www.felsenbuehne-staatz.at

Packende Psychogramme
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MIT WITZ UND TIEFGANG. Petra Staduan (l.), Doina Weber, Daniel F. Kamen in „Am Vorabend“ (© Barbara Palffy)
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PACKENDES SOLO. Doina Weber in „Das tägliche Leben“ (© Barbara Palffy)
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IN „TIEFER ALS DER TAG“. Petra Gstrein, Martin Schwanda (© Christian Mair)

Packende Psychogramme

Text: Viktória Kery-Erdélyi

Mutter, Ehefrau, Tochter – eingebettet in eine Großfamilie, unglücklich unter den Ihren. Bis das Schlimmste passiert: Vor dem 50. Hochzeitstag nimmt sie sich das Leben. In Marie von Ebner-Eschenbachs packender Novelle „Das tägliche Leben“ seziert eine Freundin die Beziehungen der Toten auf der Suche nach Antworten. Intendantin Anna Maria Krassnigg und Jérôme Junod inszenierten für „Thalhof Wortwiege“ in Reichenau die packende Konstruktion des Psychogramms – und stellen sie einem zeitgenössischen Einakter gegenüber: „Am Vorabend“, einem Werk von Jungdramatikerin Theodora Bauer. Fazit: fesselnd, tiefgründig im ersten Teil, zusätzlich auch mit klugen Pointen ausgestattet im zweiten. Ebendiesem Konzept folgte die Intendantin bei einer weiteren Produktion im Sommer: Ebner-Eschenbachs „Maslans Frau“ begegnete Anna Polonis „Tiefer als der Tag“. Das mit Diskussionen gespickte Festival in Reichenau an der Rax hörte heuer auf den leichtfüßigen Namen „Avanti Marie!“.

www.thalhof-wortwiege.at