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Lifestyle | 16.10.2018

Sehende Hände

"Discovering Hands": Blinde und sehbehinderte Frauen sollen bei der Brustkrebsfrüherkennung helfen.

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Eine Behinderung wird zur Begabung: Über die "Discovering Hands"-Studie zur Brustkrebsfrüherkennung. (© Discovering Hands)

„Discovering hands“ heißt jenes Sozialunternehmen, das den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen zur Brustkrebsfrüherkennung einsetzt. Hierfür werden sehbehinderte Frauen in einer rund einjährigen Ausbildung auf eine standardisierte Methode geschult; als Expertinnen sollen sie sich dann mit viel persönlicher Zuwendung den Patientinnen widmen können, um das gesamte Brustdrüsengewebe gründlich abzutasten. Ein wichtiger Punkt ist dabei der Perspektivenwechsel: Eine Behinderung wird zur Begabung und soll die Gesundheit fördern.

In Österreich ist das Berufsbild der Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) noch nicht anerkannt, in Deutschland hingegen schon. Die Tastuntersuchung wird hierzulande im Rahmen einer großen, vom Gesundheitsministerium genehmigten Studie angeboten. Sie richtet sich an Frauen ab 40, die im Rahmen des Programms der Brustkrebsfrüherkennung einen Mammografie-Termin wahrnehmen. Die Untersuchung kann an Partnerinstituten vor der Mammografie kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Studie zielt darauf ab, eine ergänzende Methode für Früherkennung bzw. ein neues Berufsbild zu etablieren.

In Deutschland soll eine Vorstudie gezeigt haben, dass MTUs mehr und deutlich kleinere Gewebeveränderungen finden als Ärzte bei den üblichen schnellen Vorsorgeuntersuchungen.

www.discovering-hands.at

 

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