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Lifestyle | 04.01.2019

Schutz für Mutter und Kind

Bis heute nicht vollständig geklärt: die Entstehung von Präeklampsie, früher besser bekannt als „Schwangerschaftsvergiftung“. Wie ein Bluttest helfen kann.

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VORZEICHEN VARIIEREN. Eine Blutuntersuchung verschafft Klarheit und ermöglicht gegebenenfalls eine gezielte Behandlung. (© Shutterstock)

So spannend es auch sein mag, ob Bub oder Mädchen: Keine Mutter, kein Vater wünscht sich mehr als ein gesundes Kind. „Um Fragen zu beantworten, Zweifel zu beseitigen, stehen den Eltern Frauenärzte und Hebammen zur Seite. Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen dienen der Feststellung, ob sich das Kind normal entwickelt und der Abklärung, ob schwangerschaftstypische Erkrankungen vorliegen“, erklärt Facharzt Harald Zeisler von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien. Eine davon ist die Präeklampsie, früher bekannt als „Gestose“ oder „Schwangerschaftsvergiftung“.

 

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GEFAHREN MINIMIEREN. Universitätsprofessor Zeisler appelliert für den Bluttest zur Präeklampsie-Diagnose. (© H. Zeisler)

Hierbei handelt es sich um eine gefährliche Erkrankung für Kind und Mutter; sie tritt typischerweise in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf. Die Ursachen für die Entstehung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Auch kann das klinische Bild der Erkrankung sehr unterschiedlich sein. Bleibender hoher Blutdruck, erhöhte Eiweißausscheidung oder Wasseransammlungen im Gewebe, Kopfschmerzen und Sehstörungen können Zeichen dafür sein. Mit den klassischen Hilfsmitteln wie Blutdruckmessen oder Harntest sind weder die Diagnose noch die Vorhersage über den weiteren Verlauf ganz klar. „Eindeutige, zuverlässige Ergebnisse liefert jetzt hingegen eine einfache Blutuntersuchung. Risikopatientinnen können durch die Bestimmung des Quotienten zweier spezieller Proteine identifiziert werden“, betont Zeisler. Wird ein bestimmter Grenzwert überschritten, liegt ein erhöhtes Risiko vor, in den folgenden Wochen zu erkranken und es können zielgerichtete Behandlungen eingeleitet werden. Universitätsprofessor Harald Zeisler: „Es kann damit mehr für den Schutz von Mutter und Kind getan werden. Außerdem können unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden und Ängste verhindert werden.“