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Lifestyle | 18.03.2019

Smart spicing

Leichte Küche tut gut. Damit das Geschmackserlebnis nicht auf der Strecke bleibt, dafür sorgt die bunte Welt an Gewürzen. Nur Mut!

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Gewürzexpertin Elisabeth Voltmer (© Kotányi)

Pfeif auf die Bikinisaison, aber dass grundsätzlich mehr Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung in der Luft liegt, ist Ihnen sicher auch schon aufgefallen? Bei all den Trends scheinen sich die meisten „Ernährungsprediger“ über eine Sache einig: Der Gesundheit zuliebe dürfen Fett und Zucker getrost in den Hintergrund treten. Manege frei für Gemüse in all seinen Variationen!

Die Sache hat oftmals nur einen Haken, wie Ernährungswissenschafterin Elisabeth Voltmer schmunzelnd zugibt: „Leichte Speisen schmecken oft langweilig.“ Nicht ohne Grund wird Fett umgangssprachlich als „Geschmacksträger“ bezeichnet; es bindet viele flüchtige Aromastoffe. Wenngleich Salz freilich auch eine essenzielle Bedeutung für den Körper hat, wer nur damit nach dem geschmacklichen Ausgleich trachtet, erwischt mit ziemlicher Sicherheit zu viel.

Elisabeth Voltmer ist Qualitätsmanagerin und Produktentwicklerin beim Traditionsunternehmen Kotányi in Wolkersdorf, smartes Würzen ist sozusagen ihr tägliches Brot. Auch in ihrer eigenen Küche – sie ist Mutter dreier Kinder – verfolgt sie grundsätzlich zwei Strategien: Einerseits sollen Zutaten und Gewürze harmonieren, andererseits ist Mut zu Neuem angesagt.

Neue Wege

Zu ihren persönlichen Lieblingen zählt etwa Ingwer. „Klein gehackt und zusätzlich mit einer Spur Ingwerpulver wird ein Avocadosalat sehr köstlich.“ Zudem wird dem Ingwer verdauungsfördernde und antibak­terielle Wirkung nachgesagt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Ingwer ohnehin Stammgast, nicht zuletzt wegen seiner wärmenden Wirkung. Bei Erkältungskrankheiten gießt man am besten ein paar Scheiben frischen Ingwer mit heißem Wasser auf, lässt sie ziehen und genießt das leicht scharfe Getränk noch warm.

Viel zu wenig ausgeschöpft ist hierzulande auch das geschmackliche Potenzial von Zimt. Zumeist wird er nur in Süßspeisen verwendet, „dabei macht sich eine Prise in Gemüseeintöpfen, aber selbst zu Fleisch sehr gut“, weiß Gewürzexpertin Elisabeth Voltmer. Ein geschmackliches Experiment ist auch etwa Kardamom in einem Fleischeintopf wert.

Selbst wenn Kinder im Haushalt leben, dürfen „ungewohnte“ Wege beschritten werden, weiß Elisabeth Voltmer aus Erfahrung. Oder gerade deswegen. Es gilt nur zu beachten, dass ihr Geschmacksempfinden viel sensibler ist als jenes der Erwachsenen. „Knoblauch empfinden Kinder schnell als scharf, Muskat und Gewürznelken sollte man generell sparsam einsetzen.“

Timing und Dosis

Mengenmäßig mehr austoben kann man sich etwa bei Basilikum oder Rosmarin. Hier kommt es allerdings auf den richtigen Zeitpunkt an. „Basilikum ist hitzeempfindlich, selbst in getrockneter Form. Darum sollte er erst sehr spät beim Kochen hinzugefügt werden. Rosmarin hingegen gibt man am besten schon am Anfang dazu.“ Um die Experimentierfreudigkeit zu fördern, kreierte Kotányi kürzlich eine Reihe von neuen Gewürzmischungen; sie sollen den Speisen auf den folgenden Seiten zusätzlich eine besondere Note verleihen. Bei „Kotányi Veggy“, so der Name der neuen Linie, verzichtet man bewusst auf Salz; das sollen alle nach Lust und Geschmack selbst hinzufügen.​

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(© Kotányi)

Vegetarischer Flammkuchen

Zutaten für 3–4 Personen:

Für den Teig:
350 g Dinkelmehl

150 ml Wasser

4 EL Olivenöl

Für den Belag:

500 g Sauerrahm

1 Pkg. (20 g) Kotányi VEGGY Classic

2 EL Olivenöl

200 g Käse gerieben

2 rote Zwiebel,

2 Frühlingszwiebel

2 Paprika rot

1 Zucchini

16 Cocktailtomaten

Zubereitung:

Zubereitung in der Küchenmaschine: Mehl mit Wasser, Öl und Salz nach Belieben (empfohlen 1 TL) 4 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Sauerrahm, Kotányi VEGGY Classic und Olivenöl verrühren, etwas durchziehen lassen. Den Flammteig teilen und mit einem Nudelholz dünn ausrollen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Den Teig mit der Sauerrahm-Gewürzmischung bestreichen und Käse gleichmäßig darüber verteilen. Zwiebel, Paprika und Zucchini in Streifen schneiden, Tomaten vierteln. Alles ebenfalls gleichmäßig auf dem Flammkuchen verteilen.

Bei 200 °C Umluft ca. 15-17 Minuten im vorgeheizten Rohr backen. Nach Belieben salzen.

Tipp: 

Mit einem Zweig Rosmarin backen. Beim Anrichten noch mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Schmeckt sowohl warm als auch kalt.

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(© Kotányi)

Exotischer Couscous

Zutaten für 3–4 Personen:

220 g Couscous, 1/2 rote Paprika, 1/2 Stange Lauch,

5 Tomaten, 1/2 Stück Gurke, 4 TL Olivenöl, 1 Pkg. (20 g) Kotányi VEGGY Exotic, 80 g Rosinen, 30 g Pinienkerne, 30 g Sonnenblumenkerne, 25 g frische Minze, 50 g frische Petersilie, Kotányi Pfeffer aus der Mühle

Für das Dressing: 

1 TL Tomatenmark, 3 TL Honig, 1 TL Senf, Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

Couscous nach Anleitung zubereiten, erkalten lassen. Paprika, Lauch, Tomaten und Gurken in etwa 2 x 2 cm große Würfel schneiden und mit dem kalten Couscous mischen. Olivenöl erhitzen und Kotányi VEGGY Exotic kurz anrösten, damit sich der gesamte Geschmack entfalten kann.

Ebenfalls zum Couscous mischen, gut verrühren und mit Pfeffer würzen. Rosinen kurz vorher in Wasser einweichen, dann dem Salat beigeben. Pinienkerne und Sonnenblumenkerne leicht anrösten, dann mit Minze und Petersilie (grob geschnitten) unter den Salat heben.

Für das Dressing, die angegebenen Zutaten verrühren und zum Schluss unter den Salat mischen. Gericht nach Belieben salzen.

Tipp: 

Zum Schluss einen Spritzer Zitronensaft und Olivenöl darauf träufeln. Granatapfelkerne und Feta bereichern das Gericht.

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(© Kotányi)

Gewürz-Dinkel-Porridge mit Chiasamen-Krokant und Früchten

 

Zutaten für 3–4 Personen:

Porridge:

700 ml Hafer-, Mandel- oder Sojamilch, 70 g Dinkelflocken, 70 g Haferflocken, 

30 g Mandeln (gerieben), 80 g Kokosblütensirup,

1 Pkg. (25 g) Kotányi VEGGY Sweet

Chiasamen-Krokant:

50 g Chiasamen, 100 g Rohzucker, 40 ml Wasser

Früchte aus dem Backofen:

400 g Äpfel, 50 g Dörrpflaumen, 35 g Honig, 1 Zimtstange

Zubereitung:

Für den Porridge Milch aufkochen, Dinkel- und Haferflocken, Mandeln sowie Kokosblütensirup zugeben. Unter Rühren bei niedriger Hitze köcheln lassen bis eine schöne sämige Konsistenz entsteht. Kotányi VEGGY Sweet erst kurz vor dem Anrichten unterrühren.

Für die Früchte aus dem Backofen Äpfel entkernen, evtl. schälen, in Spalten schneiden. Dörrpflaumen in Scheiben schneiden. Beides mit Honig mischen, in einer feuerfesten Form verteilen, Zimtstange darauf legen. Im vorgeheizten Backrohr auf 190 °C (Umluft) etwa 10 bis 20 Minuten backen, Wasser nach Bedarf hinzufügen.

Für das Krokant Chiasamen, 70 g Zucker und Wasser in eine Pfanne geben und bei starker Hitze rasch zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren mit einem Kochlöffel nach etwa 2 Minuten den restlichen Zucker einstreuen und weiterrühren, bis der Zucker zu kristallisieren beginnt und wieder eine feste, krümelige Konsistenz entsteht. Weitere
2 Minuten rühren, so dass die Chiasamen eine leicht karamellisierte Kruste erhalten. Auf ein Backpapier streuen und erkalten lassen.

Porridge in eine Schüssel füllen, Chiasamen-Krokant und die Früchte darauf verteilen.