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Lifestyle | 20.05.2019

Plätze an der Sonne

Es muss nicht immer ein Garten für das Outdoor-Wohnglück sein: Balkone und Terrassen sind alles andere als kleinkariert – und kommen jetzt groß raus!

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(© IKEA) Witzige Drucke, bunte Accessoires und viel Individialismus. So kann der Sommer auf dem Balkon einziehen!

Einfach mal entspannt abhängen – oder sich doch lieber tief fallen lassen? Alle Jahre wieder stehen Gartenbesitzer vor der entscheidenden Frage, wie sich die Wohnfühloase auch heuer wieder aufhübschen lässt. Doch nicht nur die: Gerade in Zeiten von Landflucht und Stadtzuzug werden Wohnprojekte verwirklicht, in denen Balkone und Terrassen mehr als nur schöne Nebensache sind und sogar als wichtiges Herzstück konzipiert werden. Genau wie im Garten finden hier gemütliche Sitzecken, Lounge-Areas, Outdoor-Accessoires und vieles mehr Platz. Der einzige Unterschied: Aufgrund des Platzmangels muss ein Balkon oder eine Terrasse noch akkurater geplant werden, Minimalismus und Multifunktionalität sind hier die Zauberworte.

Kleiner Raum, große Wirkung. Auch der kleinste Balkon und die beengendste Terrasse lassen sich mit nur wenigen Handgriffen in gemütliche Ecken verwandeln. Klar, die XL-Lounge ist woanders besser aufgehoben, doch wer gut plant, dem stehen auch auf wenigen Quadratmetern eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Auswahl. Zuerst einmal sollte man sich selbst die Frage stellen: Hat Sonnenbaden auf dem Liegestuhl Priorität, Lesen im gemütlichen Sessel, Gärtnern im urbanen Hochbeet-Garten, Essen an einem Tisch mit der ganzen Familie – oder soll sogar der ganze Freundeskreis Platz finden? Nur wer eine Ahnung von dem hat, was er wirklich will, wird sich mit seinem Konzept am Ende wohlfühlen.

Höchster Chillfaktor!
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(© ANAEI) Sitzsäcke sind wahre Alleskönner und machen selbst auf dem Minibalkon eine gute Figur.
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(© FATBOY) Hier könnte man ganze Tage verbringen!
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(© Shutterstock) So wird der Großstadtlärm einfach ausgesperrt.

"Ein gutes Konzept ist das A und O bei der Balkon- und Terrassenplanung. Auch der kleinste Raum kann zur Chillout-Area mutieren."

Die Lage macht‘s. Norden, Osten, Süden, Westen – jede Himmelsrichtung hat ihre eigenen Vorzüge, aber auch Tücken. Und die gilt es zu beachten! Wer einen schattigen Nordbalkon besitzt, sollte zu hellen Farben greifen, die optisch einfach freundlicher wirken und das dunkle Platzerl aufleben lassen. Der Ostbalkonbesitzer genießt schon beim Frühstück die ersten Sonnenstrahlen, somit wäre er mit einem kleinen Sitzbereich besser beraten als mit einer Sonnenliege. Im Gegenzug freut sich der Besitzer eines Westbalkons über die letzten Sonnenstrahlen und Blicke auf den Sonnenuntergang – und das am besten von der gemütlichen Lounge aus. Der Südbalkon oder die Südterrasse sind die beliebteste Variante für Sonnenanbeter: Hier kann vom Vormittag bis zum späten Nachmittag gebrutzelt werden, was das Zeug hält. Vor allem für die letzte Variante gilt: Achten Sie unbedingt auf UV-beständige Outdoor-Stoffe, wenn Sie lange Freude an Ihren Outdoor-Möbeln und -Accessoires haben wollen. Nachdem sich durch die Sonneneinstrahlung die Möbel stark aufheizen, sollte bei ihnen besser zu Holz gegriffen werden statt zu Metall. Blau- und Grüntöne wirken dem Hitzegefühl gegen.  

Einfach mal abhängen. Schon in den letzten Jahren haben sich die Outdoor-Möbelhersteller einiges einfallen lassen, um einfach mal gepflegt „abhängen“ zu können: Neben der klassischen Hängematte erobern auch wetterfeste Hängesessel und -liegen den Markt, die entweder frei an einem Standbein über dem Boden schweben oder an festen Überhängen positioniert werden. Vorausgesetzt natürlich, der Haken am Mauerwerk hält dieser Belastung stand. 2019 sind es vor allem Hängesessel aus Polyrattan, die alle Augen – und Hinterteile – auf sich ziehen: Wie in einem riesigen Kokon kann man hier die Umwelt aussperren und einfach mal abschalten. Wer lange Freude an seinem Hängemöbel haben möchte, achtet auf leicht zu reinigende und UV-beständige Stoffe und Materialien. Gedeckte Farben in warmen Erd- oder Grautönen fügen sich in so gut wie jeden Wohnstil ein und lassen sich mit farbenfrohen Accessoires schnell und einfach aufpeppen.

Multifunktionale Möbel sind echt Raumwunder!
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(© DEPOT) Florale Muster und Grafiken sind 2019 auf jeder Terrasse zu finden.
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(© Shutterstock) BEIGE, GRAU, NATUR PUR. Wer dem Boho-Chic verfallen ist, darf sich 2019 austoben!
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(© Viadurini in the Garten) ZEITLOS. Die Fast Forest Poltrona Lounge von Viadurini in the Garden.
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(© Living Divani) Pflanzen sind der perfekte Sichtschutz und halten neugierige Blicke fern

Moderner Sichtschutz. Wohnräume im Freien brauchen vor allem eines: Privatsphäre. Denn wenn der nächste Wohnblock gerade eine Straßenbreite entfernt ist und der Nachbar quasi fast auf die Terrasse spucken kann, ist der Wunsch nach einem Sichtschutz groß. Vorbei sind allerdings die Zeiten, als man mit Plastikplanen sein eigenes Outdoor-Reich vor neugierigen Blicken schützte. Heut wird vielmehr darauf Wert gelegt, eine urbane Oase zu schaffen, in der sich die Natur ausbreiten darf. Luftig-leicht wirken Netze, an denen sich Kletterpflanzen „entlanghangeln“ können. Allerdings sollte man darauf achten, dass diese Sichtschutz-Methode nicht zum Urwald ausartet und Licht wegnimmt bzw. den Ausblick ruiniert. Echte „Blick-Blocker“, die sehr wohl auf Balkon und Terrasse, wenn diese groß genug sind, funktionieren, sind und bleiben Sichtschutzwände aus Beton und Holz. Ausstanzungen im Material lassen mehr Licht ins kleine Paradies kommen und sehen hübsch aus.  

Explosiver Farbkick. Wie auch im Garten sorgen Knallfarben 2019 auch auf Balkon und Terrasse für Furore: Tomatenrot, Blau, Grün und Koralle bringen Stimmung ins Betonmeer der (Groß-)Stadt. Besonders schön und absolut im Trend sind Dschungel- und Blumenmuster aller Art, aber auch grafische Streifen geben den Ton an. Wer sich lieber an elegante Zurückhaltung als an bunte Farb­explosionen hält, greift zu klassischen Beige- und Brauntönen, motzt diese aber mit farbenfrohen Outdoor-Accessoires auf. Teppiche, Stehleuchten, überdimensionale Sitzsäcke, witzige LED-Leuchten, Lampions und Sitzpoufs tun ihr Übriges und lassen den kleinen Wohnraum zum großen Freiraum werden.