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Lifestyle | 09.09.2019

Kochfeste on Tour

Für gewöhnlich kommt er zu euch, nun dürft ihr zu ihm: „rent the cook“-Erfinder Roman Klauser zelebriert in sieben Küchenstudios kulinarische Workshops zum Mitmachen.

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Neues Team. Roman Klauser kocht mit David Griessler. (© Lechner Productions)

Schon einmal ein Beef Tatar vom Grill genossen? Sie runzeln die Stirn? Das geht! Die raffinierte Idee entstammt dem quasi frisch gebackenen Duo Roman Klauser und David Griessler: Das Beef Tatar wird von einer Toastbrot-Rolle umhüllt und am Griller kurz knusprig gebraten, sodass das Innere kalt bleibt. Das nur sozusagen als Amuse-Gueule; diese Geschichte dreht sich um die beiden Köche, die ab dem Herbst durchs Land touren.

Roman Klauser ließ schon vor Jahren aufhorchen, als er beschloss, anstatt ein Lokal zu eröffnen, sich selbst „zum Vermieten“ anzubieten (ein Blick in das Video auf der Website lohnt sich). Unsere Lieblingsanekdote seiner „rent the cook“-Laufbahn, über die wir bereits einmal berichten durften: Die Fahrt zum ersten Auftrag, einem edlen Dinner für acht Personen in Wien, absolvierte der 1,96 Meter große Herr inklusive Kochausstattung und Lebensmitteln in einem knackigen Suzuki Swift – mit großem Erfolg.

Seither wird das Portfolio laufend erweitert; in seinem Terminkalender finden sich Geburtstagsfeiern und Hochzeiten, romantische Dinner und Grillkurse. Selbst ein Kochbuch gab Klauser bereits heraus („Kochfest“, Residenz Verlag).
Parallel dazu wuchs nicht nur die Familie – er ist stolzer Papa von zwei Kindern – auch kooperiert er mittlerweile mit dem befreundeten Koch David Griessler regelmäßig. Aufgewachsen in derselben Gemeinde, nämlich in Rabenstein an der Pielach, schwang der 30-Jährige in eleganten Restaurants in Wintersportgebieten den Kochlöffel. „Saisonarbeit wollte ich aber nicht für die Ewigkeit“, meint Griessler, der nun seine Küchenchef-Haube im Sport­hotel Silvretta in Ischgl an den Nagel hängt, um fortan mit „rent the cook“ durchs Land zu ziehen.

Kulinarische Auftritte haben die beiden schon gemeinsam absolviert – etwa auf der Burg Clam, wo sie unter anderem mit „Mostviertler Weckerln“ mit Surschopf aus dem Smoker das Festivalvolk verköstigten. „Wir funktionieren im Team wie ein Uhrwerk“, sagt David Griessler. „Außerdem eröffnen sich durch die Zusammenarbeit neue Fenster, neue Ideen kommen zustande“, ergänzt Klauser.
Mal gemeinsam, mal abwechselnd werden die beiden nun eine Reihe von Küchenstudios mit exklusiven Workshops bereichern: Zu jeder Jahreszeit wird ein individuelles Menü mit entsprechenden saisonalen Produkten zusammengestellt. Uns verriet Roman Klauser Rezepte, die in der Auftaktrunde im Herbst dabei sein könnten.

 

Kochfeste

Die Koch-Workshops finden ab 18. September in folgenden Studios statt:
Haider Wohnen, Feldkirchen an der Donau, Kalmück-Küchen, Krems, Stilarena, Wien, Küchenstudio reginaplaza, Bad Fischau Wohnplan-Klaffenböck, St. Florian
Neuhauser Martin, St. Leonhard am Forst, Einrichtungshaus Penz in Perg

Details unter:
www.rentthecook.at

Saiblingsfilet Erdäpfel-Gurken-Melange
Bild 1909_N_GE_RomanFisch_kochfes.jpg

(© Peter Rauchberger)

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(© Peter Rauchberger)

Saiblingsfilet
Erdäpfel-Gurken-Melange

Für 6 Personen


Zutaten
Saiblingsfilet
12 Saiblingsfilets
Saft von 2 Zitronen, Salz, Öl zum Braten

Erdäpfel-Gurken-Melange
600 g speckige Erdäpfel
Salz
1 Gurke
250 ml Schlagobers
1 Handvoll Dill, gehackt    
Saft von 1 Zitrone
20 g Butter


Zubereitung

Saiblingsfilet
Sofern notwendig, restliche Gräten und Flossen von den Filets entfernen.
Filets mit der Hautseite auf eine Küchenrolle legen und ca. 20 Minuten trocknen lassen. Auf der Fleischseite mit Zitronensaft und Salz würzen. In einer Pfanne auf der Hautseite in etwas Öl ca. 2 Minuten anbraten. Von der Hitze nehmen, Filets umdrehen und ca. 2 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Erdäpfel-Gurken-Melange
Erdäpfel schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser 5 Minuten bissfest kochen und abseihen. Gurke schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Erdäpfel mit 2/3 des Schlagobers ca. 4 bis 5 Minuten einkochen (das Schlagobers dickt durch das Einkochen und die Stärke der Erdäpfel ein).
Gurkenstücke und Dill unterrühren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Restliches Schlagobers schlagen und mit der würfelig geschnittenen Butter unterheben. Die Gurken-Erdäpfel-Melange darf zu diesem Zeitpunkt nicht mehr kochen!

Gebratene Entenbrust
Rotkraut/Hokkaidokürbis

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(© Peter Rauchberger)

Zutaten für 6 Personen


Entenbrust
1,2 kg Entenbrust
Zesten von 1 Orange
2 EL Honig
Pfeffer, Rosmarin, Salz


Rotkraut
800 g Rotkraut
Salz
Saft von 2 Orangen
Saft von 1 Zitrone
1 Zimtstange
Lorbeerblatt
500 ml Rotwein
3 EL Zucker
20 g Ingwer, frisch gerieben
1 Apfel, gerieben


Kürbis
1 Hokkaidokürbis
Salz
Olivenöl
Rosmarin zum Marinieren


Zubereitung

Entenbrust
Entenbrust zuputzen. Das Fett, das dabei abfällt, in einem Topf auslassen. Die Haut der Entenbrust mit Orangenzesten, Honig, Pfeffer und Rosmarin ca. 2 Stunden marinieren. Das Fleisch in einer heißen Pfanne auf der Hautseite ohne Fett anbraten (die Haut der Ente ist fett genug). Auf der Fleischseite salzen und ca. 2 Minuten braten. Achtung, Honig karamellisiert schnell und wird rasch dunkel. Ca. 10 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze im Backrohr braten, anschließend einige Minuten rasten lassen.

Rotkraut
Rotkraut in feine Streifen schneiden und einsalzen. Mit Orangensaft, Zitronensaft, Zimt, Lorbeerblatt und der Hälfte des Rotweins marinieren. Mindestens 2 bis 3 Stunden ziehen lassen, am besten über Nacht. Zucker karamellisieren, Rotkraut hinzufügen, mit dem restlichen Rotwein aufgießen. Ca. 30 Minuten köcheln lassen und mit dem ausgelassenen Entenfett, Salz und Ingwer abschmecken. Mit geriebenem Apfel verfeinern.

Kürbis
Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Auf einem Blech im Backrohr ca. 20 Minuten bei 180 °C Heißluft garen. Wenn der Kürbis schön goldbraun ist, herausnehmen. In einer Schüssel mit Salz, Olivenöl und Rosmarin marinieren.

Überbackene Dirndlpalatschinken
Bild 1909_N_GE_RomanDirndl_kochfe.jpg

(© Peter Rauchberger)

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Saftig-säuerlich.
Die Dirndl gibt es nicht überall, besonders im Pielachtal ist die rote Frucht heimisch, die zu Marmeladen, Schnaps und Co. verarbeitet wird.

(© Mostviertel Tourismus / weinfranz.at)

Überbackene
Dirndlpalatschinken

Zutaten für 6 Personen


500 ml l Milch
4 Eier
Salz
250 g griffiges Mehl
Fett zum Braten
100 g Dirndlmarmelade
(als Alternative: Hagebutte oder Ribisel)
250 g Topfen
Zesten von einer halben Zitrone
1 EL Vanillezucker
50 g Zucker

Zubereitung
Milch und 2 Eier mit Salz verrühren, dann mit einem Schneebesen das Mehl einrühren. Dünne Palatschinken ausbraten. Mit Dirndlmarmelade bestreichen, einrollen und in eine feuerfeste Form geben.
Restliche Eier trennen, Eiweiß zu Schnee schlagen. Topfen mit Dottern, Zitronenzesten, Vanillezucker und Zucker verrühren. Eischnee darunterheben, die Palatschinken mit der Masse bedecken. Bei 220 °C Heißluft ca. 20 Minuten backen.