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Lifestyle | 19.10.2015

Viel Hokuspokus um die große Liebe

Hartnäckige Skeptiker ließen sogar ihre Ohren untersuchen: nichts gefunden. Die schöne Mentalmagierin Amélie van Tass liest die Gedanken ihres Zauberers Thommy Ten. Dafür holte das Paar mittlerweile sogar einen WM-Titel nach Krems.

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(© Sebastian Konopix)

Magisch ist schon die Liebesgeschichte des fantastischen Pärchens aus Krems. Sie wurden im selben Spital geboren, beide exakt vor 28 Jahren. Immer wieder kreuzten sich ihre Wege – und zwar bereits seit Kindertagen. Und dennoch kannten sie einander nicht. Erst die ORF-Talenteshow „Die große Chance“ hatte die Tänzerin und den Zauberer vor rund vier Jahren zusammengeführt. Von dort traten Amélie van Tass und Thommy Ten, privat und beruflich ein Paar, blitzschnell ihren Siegeszug rund um den Erdball an. Und zwar mit solchem Erfolg, dass die Elite der Zauberkunst das Duo erst kürzlich in Rimini zu den Weltmeis­tern der Mentalmagie kürte. „Besonders stolz macht uns, dass dieser Titel bereits seit 30 Jahren nicht verliehen werden konnte“, schwärmt Thommy Ten beim Interview mit der Niederösterreicherin. Alle drei Jahre treffen sich die weltbesten Zauberer für diesen besonderen Wettbewerb. Rund 150 Teilnehmer, in erster Linie Staatsmeister, zählte die WM vergangenen Sommer im italienischen Rimini. Bis zu 3000 staunende Gäste saßen im Publikum, jeweils neun international renommierte Magier bildeten die Jury. Und in eben dieser besonderen Disziplin, nämlich der Mentalmagie, hatte drei Jahrzehnte hindurch kein Bewerber die nötige Punkteanzahl für den WM-Titel erreicht.

Magie im Kopf

Doch was tun Amélie und Thommy – ihre bürgerlichen Namen wollen sie für sich behalten – eigentlich auf der Bühne? Gar nicht viel, um ehrlich zu sein, und doch vollbringen sie Unglaubliches. Die beiden vermögen gar routinierte Medienmenschen wie Ö3-Mann Robert Kratky oder Showmaster-Urgesteine wie Frank Elstner und Stefan Raab zu verblüffen. „Die Magie passiert im Kopf der Zuschauer“, erklärt Thommy Ten. „Wir brauchen keine Requisiten, nur die Interaktion mit dem Publikum.“ Das bedeutet im Klartext: Er spaziert durch die Zuschauerreihen, entlockt den Gästen die skurrilsten Mitbringsel aus ihren Taschen und Hosentaschen und seine Herzdame errät all diese Gegenstände mit verbundenen Augen. Bei besonders hartnäckigen Skeptikern bestimmt sie nicht nur den Gegenstand, sie kann gar das Ablaufdatum beispielsweise eines Führerscheins nennen. Oder das Geburtsdatum des Besitzers. Oder die Seriennummer einer Geldnote. „Das ist natürlich immer unheimlich spannend, weil wir ja nicht wissen, was unser Publikum mitnimmt“, sagt die gebürtige
St. Pöltenerin mit einem Augenzwinkern. „Einmal hat jemand sogar sein Baby Thommy in die Hand gegeben. Lus-tig war es auch, als ich einen Kolben von einem Automotor erraten musste. Ich kenne mich ja nicht gerade aus mit Autos“, lacht sie. „Aber du hast es perfekt beschrieben“, ergänzt Thommy. Viele schräge Dinge erlebte das Duo in seiner jungen Karriere schon. Unvergesslich bleibt ihnen etwa jener Auftritt, der quasi in einem spontanen Heiratsantrag gipfelte. „Ich wollte zeigen, dass selbst Menschen, die einander nicht kennen mental verbunden werden können. Die Dame war schließlich so überwältigt, dass sie den ihr zuvor völlig fremden Mann fragte: ,Wollen sie mich heiraten?’“, erzählt Thommy Ten. Noch größer sei schließlich das Publikumsgelächter gewesen, als dann plötzlich aus einer anderen Ecke des Saales ein lautes, entsetztes „Nein!“ ertönte. „Das war vermutlich ihr Mann“, schmunzelt Amélie van Tass.

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FULMINANTER SIEG. Thommy Ten und Amélie van Tass knackten mit ihrem verblüffenden Act eine magische Durststrecke: 30 Jahre lang gab es zuvor keinen Weltmeister in der Disziplin Mentalmagie. (© Sebastian Konopix)

Kreuzfahrtschiff voller Illusionen

Gelegenheiten für außergewöhnliche Begegnungen gab es schon jede Menge: Seit 2012 bereisen die beiden als professionelle (Gedanken-)Künstler die Welt, heimsten schon mehrere Preise ein. Aufregende sieben Monate verbrachten sie auf einem Kreuzfahrtschiff in den USA. Dabei entführten sie gemeinsam mit einer Handvoll weiteren Zauberern bei rund 350 Vorstellungen mehr als 100.000 Menschen in eine Welt voller packender Illusionen. „Langweilig kann es nie werden, in jeder einzelnen Show passiert etwas Neues. Und wir entwickeln ständig unser Programm weiter“, betont Thommy, der schon als Kind von einer Karriere als Zauberer träumte. Zum ambitionierten Start gab es zunächst die obligatorischen Zauberkästen, denen der junge Mann mit deutschen Wurzeln aber schnell entwachsen war. Schon mit zwölf, 13 ließ er sich kleine Geschichten einfallen, um die er seine magischen Tricks flocht. In eben diesen jungen Jahren zelebrierte er auch bereits seine ersten Auftritte. Parallel machte der ehrgeizige junge Herr seine Matura und schloss ein Studium der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Eventmanagement und Werbung ab. Kreatives Blut pochte auch in Amélies Adern vom Kleinkindalter an. „Seit ich denken kann, tanzte und liebte ich Ballett“, sagt die staatlich geprüfte Bühnentänzerin. Doch auch sie wollte ihren Eltern die Sorgen um eine kreative Zukunft ersparen; also verdiente sie zunächst ihre Brötchen hauptsächlich als Diplomierte Sozialpädagogin.

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RUND UM DEN ERDBALL. Alias „The Clairvoyants“ (Hellseher) treten Amélie und Thommy mit internationalen Größen in der Zaubershow „The Illusionists 1903“ auf. (© Asia Live Network)

Von Krems nach Sydney

Es war eher eine spontane Eingebung bei „Die große Chance“, dass die attraktive Tänzerin dem jungen Zauberer bei seiner Show assistieren soll. Dass die Kooperation zwischen den beiden auf Anhieb klappte, ist wohl ein Hilfsausdruck. Immerhin stieg Amélie somit erst 2011 in die Welt des Zauberns ein und verfeinert ihren Part Stück für Stück mit ihrem tänzerischen Können. Die beiden sorgten mit ihrem Programm so schnell international für Furore, dass sie nunmehr für die spektakuläre Zaubershow „Illusionists 1903“ gebucht wurden. Alias „The Clairvoyants“, also die Hellseher, treten sie mit weiteren Weltklasse-Magiern in den kommenden Monaten etwa in Abu Dhabi, in Dubai und in der Oper von Sydney auf. Zuschauerräume mit Tausenden Plätzen sind da keine Seltenheit. Lampenfieber? Die beiden sehen sich an, lächeln. Vor allem freuen sie sich drauf, betonen sie. „Wir leben von und für die Zauberkunst und erleben gerade unseren Traum“, sagt Thommy stolz. Und dann fügt Amélie noch hinzu: „Ehrlich gesagt, bin ich nervöser, wenn ich vor Menschen auftrete, die ich kenne.“

Die abendfüllende Show „einfach zauberhaft“ mit Thommy Ten & Amélie van Tass in Österreich:

 

30. Oktober 2015, VAZ, St. Pölten

24. November 2015, Sparkasse Langenlois

24. Februar 2016, BlackOX, Murstetten

3. März 2016, Pielachtalhalle, Ober-Grafendorf

5. März 2016, Steinberger, Altlengbach

 

Nähere Infos & Tickets: 

www.thommyten.com

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(© Holzbaum Verlag)

Streng geheim sind freilich alle Tricks der Zauberei. Für ein Buch gelten quasi Ausnahmeregelungen, so schrieb der junge Magier „Zauberkunst lernen mit Thommy Ten“ (erschienen im Holzbaum Verlag, € 16,50).

Die NIEDERÖSTERREICHERIN verlost 3 Exemplare des magischen Werkes. 

Das Gewinnspiel finden Sie hier. 

Teilnahmeschluss ist der 28. Oktober 2015.