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Lifestyle | 10.12.2019

Stilvoll festlich

Dir sind blinkende Elche und Co. suspekt? Wie eleganter Weihnachtszauber geht, zeigt die Schmuckdesignerin Katrin Waach-Köllensperger in ihrem modern verwinkelten Zuhause.

Es werde Licht!

Ganz viel Tageslicht, viel in Weiß, viel Modernes – und dennoch gemütlich. Als das Paar das idyllisch am Wasser gelegene Grundstück im Bezirk Bruck an der Leitha kaufte, hatte es klare Visionen im Kopf.
Das Erdgeschoß, also der Wohnraum, sollte weitgehend offen und dennoch so verwinkelt gestaltet sein, dass es schöne Ecken zum Lesen und aufs Wasserschauen bietet. Und wenn so eine Baustelle freilich nie ein Spaziergang ist – dass hier viele Träume verwirklicht werden konnten, wird beim ersten Schritt ins Haus klar. Das liegt nicht nur daran, dass Katrin Waach-Köllensperger sich aktiv in die Planung einbrachte. Sondern auch am Händchen der „Ohrangerie“-Schmuck-Designerin für Interieur.
Bei ihr steht nicht einfach ein Smeg-Toaster in „cadillacpink“ in der Küche (Kommentar aus der Redaktion: Liebes Christkind, das wünsche ich mir!), wie zufällig findet sich der Farbton im Wasserkessel auf dem Herd und in einer Schüssel mit rosa Zuckerln wieder. Modern und romantisch sind bei ihr eben kein Widerspruch, es gelingt ihr eine harmonische Liaison.
Während man mancherorts vor blinkenden, tanzenden Weihnachtsmännern davonlaufen möchte, konzentriert sich die zweifache Mutter gerade in der Adventzeit auf stilvolle Details: hier ein Sträußchen Mistelzweige mit roter Masche, dort eine alte Etagere mit bunten Christbaumkugeln und für den Adventkalender der Kids – nicht nur hübsch, sondern prima kindertauglich – schlichtete sie jeweils 24 befüllte Stoffsackerln in zwei Körbchen inklusive Fotos der Minis.
Einrichten und Dekorieren sind für die studierte Wirtschaftspädagogin generell keine einmalige Mission beim Einziehen, sondern stets ein genussvoller Prozess. „Ob in Österreich oder im Ausland, ich schaue überall, ob ich etwas finde, das zu uns passt.“ Mal entdeckt sie schöne Lampen auf einem Flohmarkt, ein anderes Mal verliebt sie sich in ein Bild beim Italienurlaub.

Familienerbstücke

Besonders in Ehren hält Katrin Waach-Köllensperger Familien­erb­stücke. Dazu zählen etwa alte Polstersessel von der Großmutter aus Salzburg, die sie neu beziehen ließ oder jene alte Bank und ein Stuhl, auf denen sie als Kind selbst am Küchentisch ihre Aufgaben erledigte. Im Obergeschoß zieht eine elegante Biedermeiervitrine  von der Ururoma aus Wien die Blicke auf sich. Eine schöne Idee: Anstatt sie ausschließlich für Geschirr zu verwenden, genießen dort Erinnerungen von ihrer Hochzeit das Rampenlicht. Das Schlafzimmer gestaltete sie als besondere Ruhe- und Wellnessoase: Im großzügigen, lichtdurchfluteten Raum befinden sich auch die Badewanne sowie die Waschbecken. „Mein Mann und ich waren dienstlich oft in Hotels unterwegs und immer fasziniert davon, was man alles in einem einzigen Zimmer vereinen kann: das Bett, einen Schreibtisch, das Bad – und so einen Raum haben wir uns nun auch geschaffen“, verrät sie.
Im Obergeschoß sind auch die Reiche der Kinder; während die Wohnaccessoires von Nellie in klassischem Rosa gehalten sind, entschied sie sich beim Kinderzimmer von Niki für ein sanftes Grau.
Ein schönes, alles verbindende Element ist der Boden im ganzen Haus: Sämtliche Räume, selbst Küche und Badezimmer, wurden mit weißgeräucherter Eiche gelegt.
Kuschelige Entschleunigungsplätze schuf das Paar auch draußen; damit diese ganzjährig genutzt werden können, sind viele Bereiche der großzügigen Terrasse überdacht.