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Lifestyle | 22.04.2020

#TeamNächstenliebe

Weil WIR größer ist als ICH, ruft die Caritas auf, Menschen in der Nachbarschaft zu unterstützen. Weil wir jetzt ganz besonders aufeinander schau‘n.

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(© Shutterstock)

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus stellen viele Menschen vor die Frage, wie sie ihren Alltag organisieren können. Die Caritas kommt in der aktuellen Krisensituation selbstverständlich ihrer systemerhaltenden Rolle nach, etwa in der Hauskrankenpflege, in ihren Wohnhäusern oder in der akuten Nothilfe für armutsbetroffene Menschen. Es braucht aber noch mehr, nämlich die Solidarität jedes und jeder Einzelnen – insbesondere in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Caritas gründet daher das #TeamNächstenliebe und zählt dabei auf die Unterstützung aller Österreicherinnen und Österreicher – je nach Möglichkeit und die allgemeinen Schutzmaßnahmen beachtend. „Viele von uns können sich gut durch diese Krise navigieren. Wer jung ist und gesund, wer sich sein Leben selbst organisieren kann, wer fit ist in der Online-Welt, für den ist diese Situation zwar enorm schwierig, aber in aller Regel bewältigbar“, so Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten, Hannes Ziselsberger. „Uns als Caritas ist es ein Anliegen, auf jene Menschen zu schauen, die jetzt nicht vor die Tür gehen können, weil sie zu alt oder gebrechlich sind, weil sie krank sind, gepflegt werden müssen oder verängstigt sind. Und nicht zuletzt wollen wir jenen helfen, die sich in dieser Krise besonders einsam fühlen.“
Nicht warten, bis jemand um Hilfe bittet, sondern gleich aktiv zu werden!

•      Braucht jemand in meiner Nähe Unterstützung beim Einkaufen?
•      Kann ich mit dem Hund Gassi gehen?
•      Macht sich jemand besonders viele Sorgen und ist dankbar für beruhigende Worte via Telefon?
•      Freut sich ein Nachbar /eine Nachbarin, wenn ich mitkoche?
•      Braucht jemand Hilfe und Unterstützung beim Einrichten von WhatsApp oder anderen Kommunikationskanälen?
•      Kann ich für jemanden Medikamente besorgen, zur Post gehen, …?
•      Kann ich für jemanden etwas online bestellen bzw. liefern lassen, der sich im Internet nicht orientieren kann?
•  Welche bereits bestehenden Nachbarschaftsinitiativen gibt es in meiner Umgebung und wie kann ich diese unterstützen?

 

Viele dieser Hilfen sind „begegnungslos“ möglich. Denn es geht darum, zu helfen und gleichzeitig soziale sowie persönliche Kontakte zu minimieren. Die hilfswillige Person muss klinisch gesund sein, ohne die geringsten Anzeichen eines grippalen Infektes. Die Hilfestellung sollte außerdem immer durch die gleiche Person erfolgen, und die Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Infos unter: www.teamnächstenliebe.at. Auch bereits bestehende Nachbarschaftsinitiativen wie sie in vielen Gemeinden derzeit wachsen, werden über den Online-Auftritt der Initiative beworben.

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(© Caritas/Daniel Mikkelsen) Michael Schwarz (Mitarbeiter der Caritas Pflege Zuhause Mödling), Inga Kovarovics (BIPA Filialmitarbeiterin), Thomas Lichtblau (BIPA Geschäftsführer), Klaus Schwertner (Generalsekretär Caritas Erzdiözese Wien)

Pflege gehört zum Leben

Caritas und BIPA starteten ein Pilotprojekt, um Betroffene und ihre Angehörigen im Alltag zu unterstützen und zu entlasten.

„Wir alle können pflege- und betreuungsbedürftig werden“, sagte Caritas Wien Generalsekretär Klaus Schwertner beim Pflege-Beratungstag in einer Mödlinger BIPA-Filiale, der mit BIPA-­Geschäftsführer Thomas Lichtblau das Konzept des gemeinsamen Pflege-Beratungstages vor. Die Idee: In ausgewählten BIPA-Filialen erhalten pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen eine rasche und niederschwellige Beratung von Pflege-Experten der Caritas. Die Zahl der zu pflegenden Menschen steigt und damit steigt auch der Bedarf nach entsprechender Unterstützung und Beratung – einerseits für die Betroffenen selbst, aber auch für ihre Angehörigen. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir: Pflegende Angehörige haben oftmals viele Fragen und häufig niemanden, der rasch und unbürokratisch hilft. Welche Hilfsmittel erleichtern den Alltag und wo können sie bezogen werden? Welche Pflege- und Entlastungsangebote gibt es? Und wohin können sich Angehörige wenden? Um diesen Fragen eine Antwort zu geben, wurde die gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Infos: www.caritas-pflege.at, www.bipa.at/gesundheit