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Lifestyle | 29.04.2020

Genussvoll fasten

Auf den Geschmack gekommen: Warum Martina Kraus nach einer Intervallfasten-Woche im idyllischen Bad Schönau auch daheim dem Abendessen Adieu sagen will.

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(© Hannes Dabernig)

Jene am Morgen ist die wichtigste Mahlzeit, frühstücken sollte man wie ein Kaiser … Haben Sie diese alte Weisheit noch im Ohr? Sie gilt heute als überholt, Magenknurren wird zum guten Sound geadelt. Gönnt man dem Körper rund 16 Stunden Pause von jeglicher Kalorienzufuhr, „werden die Zuckerreserven angezapft und der Recyclingprozess in den Zellen angekurbelt“, weiß die Diätologin Anja Hofer (siehe Interview auf
S. 62). Auf den Punkt gebracht: Ob man nun Frühstück oder Abendessen streicht, temporäres Hungern kann gesund sein.
Klingt nach einem langen Tag? „Keineswegs“, strahlt Martina Kraus, die NIEDERÖSTERREICHERIN-Gewinnerin einer Intervallfasten-Woche im Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zum Landsknecht. „Ich bin überrascht, welche Wirkung mit relativ wenig Verzicht möglich ist“, sagt sie. Sie habe viel Energie und das erste Kilo purzelte am dritten Tag. Wie genussvoll die Poysdorferin die Intervallfasten-Woche zelebriert, davon überzeugten wir uns vor Ort.

Gemeinsame Auszeit. Martina Kraus ist Bankangestellte und Mutter eines Sohnes. Der Mann, zu dem sie vor exakt 20 Jahren offiziell ja sagte, überraschte sie zum Valentinstag: Er hatte für sie mit Erfolg beim Gewinnspiel mitgemacht. „Freundinnen haben mir oft von strengen Fastenkuren erzählt. Ich habe immer gewusst: ganz ohne Essen, das ist nicht meins. Aber für das Intervallfasten habe ich mich schon lange interessiert“, schildert Martina Kraus. Die Woche in Bad Schönau wollte sie gerne mit ihrem Mann teilen – und ließ ihn kurzerhand dazu buchen.

Gute Energie
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Die Intervallfasten-Woche inspiriert die NIEDERÖSTERREICHERIN- ­Gewinnerin Martina Kraus zu viel Bewegung

(c) Vanessa Hartmann

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Die Intervallfasten-Woche inspiriert die NIEDERÖSTERREICHERIN- ­Gewinnerin Martina Kraus zu viel Bewegung.

(c) Vanessa Hartmann

Entspannen und Bewegung. Das Paar fand problemlos in den Intervallfasten-Modus hinein. „Ich gehe gern früh schlafen; für uns war schnell klar, dass wir hier einfach jeweils das Abendessen weglassen“, sagt Martina Kraus. Als dann der Wecker nach der ersten Nacht im Gesundheitshotel klingelte, um an die Morgengymnastik zu erinnern, „kostete das zuerst schon Überwindung“, lacht sie. Schließlich empfand sie die Bewegung ab 6:40 Uhr so anregend, dass sie sogleich eine Schwimmeinheit im hauseigenen Wellnessbereich drauflegte.
„Das Schöne ist, dass wir hier entspannen und gleichzeitig ein Programm haben.“ Zu Ernährungsvortrag und -beratung gesellen sich eine Reihe von wohltuenden Therapien – von der Fußreflexzonenmassage bis hin zur Lymphdrainage – und Bewegung je nach individuellem Bedürfnis.
Direktor des kürzlich umgebauten Hauses ist Gerhard Schermann – und zwar seit der Eröffnung vor 25 Jahren. Sein Credo: „Wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, überträgt sich das auf den Gast und er fühlt sich vom ersten Tag an wohl.“ Der Hotellerie im idyllischen Bad Schönau in der Buckligen Welt widmet er sich seit fast 40 Jahren. Fasziniert hat ihn von Beginn an das natürliche Trockengasvorkommen, „das CO2-hältige Wasser erweitert die Venen und Arterien und fördert die Durchblutung“, erklärt Gerhard Schermann. Dass er der Region so viele Jahre die Treue hält, liegt auch an der Herzlichkeit der Menschen, dem pannonischen Klima mit vielen Sonnenstunden und der hügeligen Landschaft. „Wir haben viel Schönes hier; schon allein die Aussichtswarte Hutwisch ist eine Besonderheit: Bei klarem Wetter sieht man bis zum Schneeberg und dem Neusiedler See.“

Keine Versuchung. Martina Kraus und ihr Mann halten während ihrer Intervallfasten-Woche in Bad Schönau ihre Esspause jeweils von 16 bis 8 Uhr morgens. Bis sich der Körper auf das Intervallfasten einstellt, könnte der Kreislauf Probleme machen, hieß es. „Aber bei uns war das gar nicht der Fall. Wir gehen täglich Nordic Walken und ich verspüre auch kein Hungergefühl“, beschreibt Martina Kraus. Besonders wohltuend sei der Schlaf, wenn man auf das Abendessen verzichtet, findet sie.
Wenngleich man in den acht „Essstunden“ freie Wahl hätte, hat sie sich zusätzlich ein paar Regeln auferlegt, verrät sie. „Ich nutze gleich die Gelegenheit, hier zumindest eine Woche auf Fleisch, Wurst und Süßes zu verzichten. Im Arbeitsalltag nasche ich auch schon mal am Vormittag, hier denke ich meist gar nicht daran.“
Das alltagstaugliche Konzept begeistert die Poysdorferin auf Anhieb so sehr, „dass ich beschlossen habe, das Intervallfasten auch daheim zu praktizieren und jeweils von Montag bis Freitag das Abendessen wegzulassen“.

Entspannen
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(c) Vanessa Hartmann

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Entspannen. Bei einer Fango-Behandlung sowie in der Finnischen Sauna

(c) Vanessa Hartmann

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Die Gewinnerin. Mit Direktor Gerhard Schermann

(c) Vanessa Hartmann

Intervallfasten als Energiebooster

Warum Nahrungskarenz so viel bringt,erklärt Diätologin Anja Hofer, BSc.

Schon als Kind interessierte sich Anja Hofer für die duftenden Vorgänge in der Küche. Später wurde es zur Passion, Rezepte so abzuwandeln, „dass die Speisen gut schmecken und trotzdem einen hohen Nährwert haben“, beschreibt die studierte Diätologin im Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zum Landsknecht. Sie hält Vorträge, berät die Gäste auch direkt bei den Mahlzeiten und praktiziert das Intervallfasten auch selbst.

NIEDERÖSTERREICHERIN: Sie wenden im Gesundheitshotel Bad Schönau Zum Landsknecht die 16/8-Methode an. Was bedeutet das konkret?
Beim Intervallfasten gönnen wir dem Körper eine Esspause von 16 Stunden. In den darauffolgenden acht Stunden gibt es zwei Hauptmahlzeiten, bei denen man essen darf, was man möchte und zusätzlich kleine Snacks wie Nüsse oder Obst.

Wie überbrückt man den Hunger in den 16 Stunden?
Es ist wichtig, tatsächlich keine Kalorien während der sogenannten Nahrungskarenz zu sich zu nehmen; der Körper soll komplett entlastet werden. Es macht Sinn, Hunger aufkommen zu lassen, so wird die Fettverbrennung in Gang gesetzt. Trinken sollte man hingegen ausreichend: Wasser, Tee, schwarzen Kaffee, Zitronenwasser.

Wieso Zitronenwasser?
Es kurbelt besonders intensiv den Stoffwechsel an. Auch Ingwerwasser ist ideal, weil es ebenso den Entgiftungsprozess und die Fettverbrennung fördert.

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(© Vanessa Hartmann) Individuelle Beratung. Diätologin Anja Hofer mit Martina Kraus

Spielt es eine Rolle, auf welche Mahlzeit man verzichtet?
Wir alle haben unterschiedliche Biorhythmen; es gibt beispielsweise Morgen- und Abendmenschen. Deswegen empfehle ich individuell zu entscheiden, ob man nun das Frühstück oder das Abendessen weglässt.

Theoretisch darf man in den acht Stunden essen, was man möchte. Sie geben Ihren Gästen auch Rezepte mit und empfehlen freilich ausgewogene Speisen. Welche beispielsweise?
Da gibt es viel: Die Palette reicht von Linseneintopf bis hin zu Spinatquiche, aber auch Nachspeisen wie Kürbiskuchen oder Joghurt-Topfen-Creme sind prima. Das Motto ist generell: weniger Zucker, mehr Vollkornanteil.

Warum sollte die Esspause jeweils 16 Stunden dauern?
Die sogenannte Autophagie, also die Zellreinigung, setzt nach etwa 14 bis 16 Stunden Nahrungskarenz ein.

Für wen eignet sich Intervallfasten?
Für alle Erwachsenen, Kindern rate ich davon ab. Bei Erkrankungen ist es sinnvoll, das Intervallfasten mit einem Arzt abzusprechen. Wir wissen aber, dass es beispielsweise bei Bluthochdruck oder Cholesterin-Problemen hilft.

Was sind die positiven Effekte von Intervallfasten?
Neben der Zellreinigung lässt es die Fettdepots schrumpfen, nicht aber die Muskelmasse. Es ist nicht als Diät konzipiert, führt aber dennoch zur Gewichtsreduktion. Man ist oft vom Essen übersättigt und fühlt sich träge; durch Intervallfasten bekommt man auch mehr Energie. Die Methode ist zudem alltagstauglich, man kann es einfach auch daheim so oft, wie man will, praktizieren.

Warum macht es dennoch Sinn, eine Intervallfasten-Woche im Vivea Gesundheitshotel zu machen?
Man bekommt jederzeit fachliche Beratung, hat hier keine Ablenkungen, keine Versuchungen. Wenn man vom Alltag weg ist, sinkt der Stress ab, inklusive der Therapien ist es auch für den Körper eine Woche Erholung. Unsere Intervallfasten-Gäste haben einen Raum mit exklusiven Snacks für sich. Und was ich bei ihnen allen sehe: Sie sind gut drauf und strahlen.

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(© Vanessa Hartmann) Treue Begleiter. Gesunde Snacks und Gewürze, die den Stoffwechsel anregen.

Intervallfasten im Vivea Gesundheits­hotel Bad Schönau zum Landsknecht

Zellreinigung inklusive Energiekick verspricht die Intervallfasten-Woche im Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zum Landsknecht. Nach Ernährungs- und medizinischer Beratung erwarten die Gäste eigens auf sie abgestimmte Mahlzeiten, Getränke und Snacks nach der 16/8-Methode (acht Stunden Essen, 16 Stunden Pause). Hinzu kommen Behandlungen wie Carbovasal-Therapie und Heuleberwickel sowie sportliche Aktivitäten – von sanft bis dynamisch. „Der Körper bekommt Zeit zu entgiften, zu entschlacken. Unsere Behandlungen und Bewegung treiben diesen Prozess voran“, erklärt Therapieleiterin Veronika Holzer.


Intervallfasten-Woche
• 7 Nächte (Sonntag bis Sonntag) inklusive Vollpension und Wellness
• 1 Arztgespräch, BIA-Messung, Fachvortrag zum Thema „Intervallfasten“
• 5 x Morgengymnastik, Nordic Walking mit Instruktor
• 1 Lymphdrainage, 1 Basenbad, 1 Fußreflexzonenmassage, 1 Carbovasal Intensivtherapie, 1 entgiftender Leberwickel (Heublumenpackung), 1 Detox-Entschlackungsfußbad
• 1 Entspannungstherapie „Traumreise“

Preis: € 793 bis € 953

Ganzjährig buchbar! 

Vivea Gesundheitshotel Bad Schönau Zum Landsknecht
Kurhausstraße 11
2853 Bad Schönau
Tel.: 02646/905 00-1501
E-Mail: [email protected]
www.vivea-hotels.com