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Lifestyle | 26.05.2020

Gutes fürs ganze Jahr!

Selbst angebautes Gemüse oder auf dem Bauernmarkt frisch gekauftes Obst verarbeiten, jetzt haltbar machen – und ganz genau wissen, was drin ist. Unsere Weinviertler Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer zeigt uns, wie viel Freude es macht, die Speisekammer zu füllen!

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(© Melina Kutelas)
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(© Melina Kutelas)

Erdbeerragout

ZUTATEN
1 kg entstielte, geputzte Erdbeeren
200 g Feinkristallzucker
Mark von 1 Vanilleschote
Zitronensaft

ZUBEREITUNG
Einen Teil der Erdbeeren klein schneiden, den Rest pürieren und alles mit Zucker, Vanillemark und etwas Zitronensaft aufkochen.
Einige Minuten köcheln lassen.
In saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

TIPP
„Ich bereite damit das beste Erdbeerjoghurt zu, das ich kenne – einfach Naturjoghurt mit einem Löffel Erdbeerragout verrühren, ein Traum! Erdbeerragout eignet sich aber auch wunderbar als Garnitur für warme Mehlspeisen wie etwa Topfenknödel.“

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(© Melina Kutelas)

Das ideale Mitbringsel!

Bärlauchpaste

ZUTATEN
2 Handvoll Bärlauchblätter
(oder andere beliebige Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Vogelmiere, Vogerlsalat, Brennessel etc.)
100-130 ml Öl (Sonnenblumen-, Rapsöl etc.)
1/2 TL Salz, Öl zum Abdecken

ZUBEREITUNG
Die Bärlauchblätter grob hacken und am besten mit einem Pürierstab zerkleinern, währenddessen Öl sowie Salz nach und nach dazugeben – es sollte eine breiige Masse entstehen.
In Gläser füllen und dabei darauf achten, dass sich keine Luftblasen bilden. Dafür am besten mit einem Löffel gut festdrücken und dann etwa fingerbreit mit Öl abdecken. Gut verschließen. (In kleine, dekorative Gläser abgefüllt, eignet sich Bärlauchpaste ideal als nettes Mitbringsel.) Dunkel und gut gekühlt ist die Paste bis zur nächsten Kräutersaison problemlos haltbar.

TIPP
„Ich verwende die Paste gerne zum Würzen und Abschmecken von Aufstrichen, Saucen, Suppen, Marinaden und Nudeln oder als Garnitur zu Salaten oder frischem Schafskäse.“

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(© Melina Kutelas)

Rhabarber-Erdbeer Marmelade

ZUTATEN
500 g Rhabarber
500 g Erdbeeren
500 g Gelierzucker 2:1
Saft von 1 Biozitrone
1 Zweig Erdbeerminze (oder Zitronenmelisse)

ZUBEREITUNG
Den geputzten und geschälten Rhabarber in kleine Stücke schneiden und mit den ebenfalls gereinigten, zerkleinerten Erdbeeren vermengen. Gelierzucker unterrühren und ca. zwei Stunden ziehen lassen. Zitronensaft zugießen, alles zum Kochen bringen und ca. acht Minuten kochen lassen. Inzwischen die Minzblätter fein hacken und in die fertig gekochte Marmelade einmengen. Sofort in vorbereitete Gläser füllen und gut verschließen.

TIPP
„Ich stelle die Gläser danach auf den Kopf, damit sich die Minzblätter im Glas gut verteilen.“

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(© Melina Kutelas)

Spargelpaste aus grünem Spargel

ZUTATEN
500 g grüner Spargel
40 g Basilikum
2 Knoblauchzehen
60 g geriebene Nüsse
150 ml Sonnenblumenöl
100 g geriebener Hartkäse (siehe Tipp)
Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG
Den vorbereiteten Spargel in Stücke schneiden und weich dämpfen. Mit dem Pürierstab pürieren. Basilikum sowie Knoblauch hacken und alles gemeinsam mit dem Käse, den Nüssen und dem Öl nach und nach in den Spargel einmixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargelpaste in Gläser füllen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Paste ist gut drei Monate haltbar.

TIPP
„Die Spargelpaste schmeckt pur auf getoastetem Brot ganz wunderbar, kann aber auch mit Frischkäse zu einem herrlichen Spargelaufstrich verarbeitet werden. Manchmal verwende ich Spargelpaste wie Pesto und verfeinere damit Saucen oder Nudelgerichte. Ich habe auch schon viele Käse zum Würzen der Spargelpaste verwendet, aber am liebsten ist mir unser ‚heimischer Parmesan‘, der im Geschmack doch sehr kräftige Asmonte.“

Brandneu!
Mit Elisabeth Lust-Sauberers praxiserprobten Rezepten und abwechslungsreichen Einkochideen packen Sie das Beste aus allen Jahreszeiten ins Glas, um es später mit Familie oder Freunden zu genießen. Mit dabei sind eine Menge Produktinfos von Bärlauch und Fichtenwipferl über Rhabarber und Ribisel bis hin zu Kraut und Mispel. Geschenk- und Verwendungsideen sowie frische Tipps, wie die aromatischen Köstlichkeiten vielseitig serviert und weiterverarbeitet werden können, machen Ihre Vorratshaltung zum sinnlichen Vergnügen.

ISBN 978-3-222-14045-7
Pichler Verlag, € 24

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(c) René van Bakel

Bild 2005_N_Genuss_Spargel-2.jpg

(c) René van Bakel

Bild 2005_N_Genuss_Spargel-3.jpg

(c) René van Bakel

Bild 2005_N_Genuss_Spargel-5.jpg

(c) René van Bakel

Bild 2005_N_Genuss_Spargel-4.jpg

ISBN 978-3-222-14036-5
Styriabooks,
Pichler Verlag,
€ 26

Spargelkuchen

aus: Mein Weinviertel Kochbuch

Die Saison für frischen Spargel dauert nur wenige Wochen. Spargel wirkt entwässernd und ist daher gesund für Nieren und Harnwege. Überdies macht Spargel essen angeblich glücklich, weil dadurch die Glückshormone im Gehirn aktiviert werden.

ZUTATEN FÜR DEN TEIG
150 g Topfen (10 %)
1 TL Salz
3 EL Rapsöl
200 g Mehl

FÜR DEN BELAG
750 g Spargel
150 ml Crème fraîche
250 g Österzola-Käse
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

ZUBEREITUNG
Vermengen Sie für den Teig alle Zutaten. Eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen, in dieser Zeit können Sie den Belag zubereiten. Den Spargel schälen, die trockenen Enden abschneiden und ca. fünf Minuten dünsten. Dann mit kaltem Wasser abschrecken. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Crème fraîche mit den Eiern gründlich verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat nach Belieben würzen. Diese Masse streichen Sie auf den „ausgerasteten“ Teig, den Sie zuvor in eine gefettete Form gelegt haben. Die Spargelstücke werden darauf verteilt, ebenso der würfelig geschnittene Käse. Rund 20 Minuten im Rohr backen und heiß servieren!

TIPP
„Um den Österzola besser in Würfel schneiden zu können, lege ich ihn zuvor für rund 15 Minuten in das Tiefkühlfach.“