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Lifestyle | 07.05.2018

Der Trend Nachhaltigkeit...

...ist auch 2018 ein wichtiges Thema

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Nachhaltigkeit wird heute immer wichtiger und hat sich zu einer Art Trend entwickelt © Jürgen Fälchle – 120808596 / Fotolia.com

Seit dem 02. Mai 2018 lebt Deutschland auf Pump. Die Rede ist nicht von neuen Staatsschulden, welche Berlin aufnehmen muss. Es geht um die natürlichen Ressourcen. In den Industrieländern ist deren Verbrauch inzwischen so hoch, dass beispielsweise Deutschland ab Mai bereits eine zweite Erde bräuchte. In Österreich ging es dieses Jahr noch schneller, hier war der Stichtag bereits am 13. April.

Dahinter steht das Konzept des Earth Overshoot Day. Laut WWF wurde dieser Stichtag global betrachtet im Jahr 2017 am 02. August erreicht. Ab diesem Tag hat die Weltbevölkerung Ressourcen zukünftiger Generationen verbraucht. Mit dem Earth Overshoot Day soll verdeutlichen, wie wenig ressourcenschonend moderne Gesellschaften agieren. Und in den letzten Jahren ist dieser Stichtag immer weiter nach vorn gerückt.

Heißt: Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem die Weltbevölkerung Ressourcen in einem Maß verbraucht, das alles bisher Dagewesene übersteigt. Das Konzept des Earth Overshoot Day ist Teil einer Entwicklung, die vor einigen Jahren eingesetzt hat: Das Nachdenken über das Erbe an zukünftige Generationen. Sehr eng ist damit der Begriff Nachhaltigkeit verbunden. Letzterer ist allerdings sehr viel älter als moderne Umwelt- und Klimaschutzbewegungen. Die Grundidee der Nachhaltigkeit lässt sich bis in 18. Jahrhundert und zu Hans Carl von Carlowitz zurückverfolgen.


Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, dessen Kernaspekt auf eine Nutzung von Ressourcen in einer Art und Weise abzielt, dass trotz der Entnahme von Ressourcen die Regenerationsfähigkeit des Gesamtsystems nicht gestört ist. Diese sehr allgemeine Aussage erlaubt eine Übertragung des Begriffs auf ganz verschiedene Sachverhalte.

Nachhaltigkeit lässt sich skalieren und auch unterschiedliche Lebensbereiche anwenden. Heute wird unter Nachhaltigkeit unter anderem:

  • ein angepasster Energieverbrauch
  • ein schonender Umgang mit Rohstoffen
  • ein soziales Engagement

verstanden.

Was heißt dies konkret? Im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch geht es um Klimaschutz und den Klimawandel. Dessen Auswirkungen werden rund um den Globus – und auch in Österreich – immer stärker spürbar. Die Komponente des sozialen Engagements drückt sich bei der Nachhaltigkeit darin aus, dass Konsumenten sich für faire Arbeitsbedingungen interessieren.


Sorgsamer Umgang mit Energie

Energie ist lebenswichtig! Diese Aussage lässt sich von mehreren Standpunkten aus betrachten. Im Alltag geht es hier vordergründig um:

  • Heizenergie
  • Warmwasser

Ohne Strom würde kein Kühlschrank, keine Waschmaschine, kein Induktionsherd und nicht ein einziges Smartphone funktionieren. Aufgrund der Verbreitung solcher Geräte ist allein der Stromverbrauch in den letzten Jahren gestiegen.

Nachhaltigkeit ohne Verzicht ist möglich. Allerdings sollten Haushalte ihr Nutzungsverhalten überdenken. Einfaches Beispiel: Warum muss in der Küche noch Licht brennen, wenn die Familie längst auf der Couch sitzt? Oder welchen Nutzen hat die Stand-by-Funktion des Fernsehers in den Nachtstunden, wenn Eltern und Kindern schlafen? Der bewusste Umgang lässt sich auch auf Heizung und Warmwasser ausdehnen. Statt mehrmals pro Woche ein Vollbad zu nehmen, wird einfach geduscht. Und moderne Duschbrausen verfügen über Techniken, mit denen der Wasserverbrauch drastisch reduziert wird.

Tipp: Mithilfe von Solaranlagen können Haushalte nicht nur selbst Warmwasser aufbereiten. Das Hausdach kann so zum Mini-Solarkraftwerk werden. Inzwischen lässt sich mithilfe von Mini-Lösungen sogar der Balkon einer Mietwohnung nutzen, um die Sonnenenergie in die Steckdose zu bringen. Effekte, welche nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Haushaltskasse. Was spart noch Energie?

Maßnahmen zum Energiesparen im Überblick:

  • Einsatz energieeffizienter Geräte
  • Keine Nutzung der Stand-by-Funktion
  • Wäsche im Sommer an der Luft trocknen
  • Schleudern der Wäsche mit hoher Drehzahl bei Verwendung des Wäschetrockners


Nachhaltigkeit beim Produktkauf

Die Gewinnung von Rohstoffen verursacht einen erheblichen Verbrauch an Ressourcen und schädigt die Umwelt durch direkte Eingriffe. Das beste Beispiel ist der im Nachbarland Deutschland nach wie vor praktizierte Abbau von Braunkohle im Tagebau. Im Tertiär entstanden, ist der fossile Brennstoff in Kraftwerken im Einsatz – und schädigt so das Klima.

Um die Braunkohle zu gewinnen, werden hektarweise Natur- und Kulturlandschaften sprichwörtlich von unten nach oben gekehrt. Nicht minder dramatisch sind die Eingriffe für den Abbau mineralischer Rohstoffe. Beispiel Chuquicamata: Im Tagebau wird in Chile Kupfer aus einer sogenannten Copper Prophyry abgebaut. Mit einer Ausdehnung von 3.000 Meter Breite und fast 1 Kilometer Tiefe ist Chuquicamata einer der gigantischsten Tagebaue der Welt.

Um das Gestein aus dieser Tiefe in die Aufbereitungsanlagen zu bringen, ist ein erheblicher Aufwand notwendig – allein für den Betrieb der schweren Fördertechnik. Und Tagebaue/Bergwerke (mit all ihren Folgeschäden) gibt es rund um den Globus. Beispiele, anhand derer deutlich wird, dass Nachhaltigkeit auch in der Produktauswahl eine Rolle spielen muss.

Recycling gewinnt seit Jahren an Bedeutung. So enthalten beispielsweise alte:

  • Handys
  • PCs
  • Drucker
  • TV-Geräte

viele Metalle, die zurückgewonnen werden können. Recycling funktioniert aber nicht nur hier. Auch im Hinblick auf Glasflaschen oder Papier ist Recycling schon lange keine Nische mehr. Wird ungebleichtes Recyclingpapier genutzt, werden nicht nur Wälder geschont. Durch den Verzicht auf Bleichmittel leisten Haushalte einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz.

 

Wo spielt Nachhaltigkeit in der Gesellschaft eine wichtige Rolle?

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der fast keine Grenzen kennt. In den letzten Jahren ist beispielsweise das Thema Plastikmüll immer stärker in den Vordergrund gerückt. In den Weltmeeren trieben Schätzungen zufolge allein 2013 bis zu 90 Millionen Tonnen Plastikabfälle – sprich 90.000.000.000 Kilo Plastik. Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang heißt, auf Plastiktüten oder Einweggeschirr zu verzichten.

Ein weiterer Punkt betrifft den Ausstoß von Klimagasen und Rußpartikeln – etwa aus Autos. Hier gelten inzwischen strenge Abgasnormen, welche Fahrzeuge einzuhalten haben. Wer noch mehr für Klima und Umwelt tun will, kann auf Elektromobilität oder das Fahrrad umsteigen.

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Nachhaltigkeit können wir auch bei unseren regelmäßigen Einkäufen beweisen – Produkte aus der Region weisen häufig eine bessere Ökobilanz auf © nd3000 – 181688176 / Fotolia.com

Fazit: Nachhaltigkeit bleibt ein Dauerbrenner

Welche Erde erleben nachfolgende Generationen? In den letzten Jahren wird diese Frage immer wieder gestellt. Inzwischen kommen Haushalte zu der Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit nicht einfach Selbstzweck sein kann – sondern es sich hierbei auch um eine der wichtigen Zukunftsfragen stellt. Klimawandel, soziales Ungleichgewicht oder Plastikmüll sind nur drei Beispiele, denen sich moderne Gesellschaften stellen müssen. Und Nachhaltigkeit ist ein Teil der Lösung.